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13.11.2017

Rückpass: Die Bundesliga drückt dem FCA die Daumen

Der Jahres-Endspurt beginnt ausgerechnet mit dem Derby bei den Bayern

Hallo Fußball-Freunde,

die Länderspielpause ist am Wochenende vorbei, die WM-Tickets sind vergeben, jetzt können wir uns wieder auf die Bundesliga konzentrieren und auf den Endspurt der Vorrunde. Noch sechs Spieltage stehen im November und Dezember an und für die Klubs, die in allen Wettbewerben mitmischen, wird es noch einmal stressig. Das gilt zum Beispiel für die Bayern, der FCA dagegen kann sich (leider) auf die Bundesliga konzentrieren.

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Der Jahres-Endspurt beginnt für Augsburg mit einem besonderen Spiel. Das zeigt sich daran, dass die ganze Bundesliga dem FCA am Samstag die Daumen drückt – wann gibt es denn so etwas? Aber dass alle guten Wünsche den FCA begleiten, ist logisch, denn er tritt im Derby in München beim Tabellenführer an und da hoffen Vereine und Fans darauf, dass jemand die Bayern stoppt und einen weiteren Alleingang an der Spitze verhindert. Kann der FCA das leisten, was Leipzig und Dortmund nicht geschafft haben?

Die Augsburger sind keineswegs chancenlos! So spricht für den FCA, dass die Bayern nach einer Länderspielpause meist schlecht in die Gänge kommen. Das Gros der Mannschaft war in alle Welt verstreut, eine seriöse Vorbereitung auf den Samstag ist nicht möglich, da wird auch Jupp Heynckes, der die Bayern wieder ins Laufen brachte, zum Teil an seine Grenzen stoßen. Außerdem ein Trumpf für den FCA: Die Bayern haben oft mit Gegnern, die das Umschaltspiel perfekt beherrschen, ihre Probleme. Der FCA kann es!

Natürlich sind die Bayern im Derby Favorit, aber Augsburg hat dem großen Nachbar schon oft seine Zähne gezeigt, auch wenn Siege oft dann gelangen, wenn die Bayern schon am Ziel waren. Aber gewonnen ist gewonnen. Im Vorjahr ließen die Bayern allerdings nichts anbrennen, vor allem das 6:0 sollte sich nicht wiederholen, im Rückspiel verlor der FCA 1:3. Sicher ist: Die Bayern haben nichts zu verschenken, der FCA muss seine Punkte eher gegen andere Gegner holen, kann aber befreit aufspielen, weil er auch mit Blick auf die Tabellensituation nicht unter Druck steht.

Der FCA feiert immer noch die beste Saison seit dem Bundesliga-Aufstieg und das sollte so bleiben. Die nächsten Spiele nach den Bayern haben die größere Wichtigkeit, denn gegen Wolfsburg und dann in Mainz kann man den Platz im Mittelfeld verteidigen und die Gegner auf Distanz halten. Die Hertha und Freiburg sind danach die letzten Heimspielgegner, zwischendurch steht die Probe auf Schalke an. Behält der FCA seine Form, ist sogar ein einstelliger Tabellenplatz möglich und Augsburg kann frohe Weihnachten feiern.

Die Bayern haben es ein bisschen stressiger, es liegen auch noch zwei besondere Duelle vor ihnen. Immerhin bleibt ihnen bei der Terminhatz mit Bundesliga, Champions League und Pokal Ende November eine Woche zum Verschnaufen. Aber wer halt wieder nach dem Triple schielt…

In der Bundesliga haben die Bayern bekanntlich die großen Aufgaben gemeistert, aber man kann ja auch an den vermeintlich kleineren Aufgaben scheitern. Jupp Heynckes wird seinen Mannen vor allem Konzentration eintrichtern. Die Bayern müssen in der Liga noch gegen Gladbach (A), Hannover (H), Frankfurt (A), Köln (H) und Stuttgart (A) bestehen. Dazwischen geht es nach Anderlecht (22.11.) und am 5. Dezember kommt Paris St. Germain zur Revanche nach München. Dies ist der große Test, ob die Bayern unter Jupp Heynckes jetzt mithalten können mit den Favoriten der Champions League. Selbst bei einem zweiten 0:3 muss der Trainer aber bestimmt nicht gehen! Und ob die Bayern danach frohe Weihnachten feiern können, zeigt sich am 20. Dezember, wenn vier Tage vor Heiligen Abend Dauer-Rivale Borussia Dortmund zum Pokal-Schlager nach München kommt.

Es ist also viel los und mit Interesse werden wir Fußball-Fans verfolgen, was sich in der Bundesliga tut. Im Blickfeld nicht nur der FCA und Bayern, sondern da fragt man sich, ob die Dortmunder unter Peter Bosz noch gewinnen können (zuletzt vier Spiele ohne Sieg mit drei Niederlagen, am Freitag in Stuttgart interessanter Auftakt des Wochenendes), ob Bremen und Köln überhaupt gewinnen können und Trainer Martin Schmidt mit dem VfL Wolfsburg etwas anderes als Unentschieden zustande bringt.

Diskussionen wird es auch weiterhin über den Videobeweis geben. Dies vor allem auch deshalb, weil dieser Test von allen Seiten vollkommen zerredet wird und der DFB, allen voran sein Präsident Reinhard Grindel, eine schlechte Figur abgibt. Da reicht es nicht, dass zum Teil personelle Konsequenzen werden, sondern es muss vor allem Klarheit herrschen. Eines bleibt aber und ist die erste positive Erkenntnis: Der Videobeweis, richtig angewandt, sorgt für mehr Gerechtigkeit. Abseitstore und falsche oder nicht gegebene Elfmeter sollten der Vergangenheit angehören.

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