Newsticker

Auseinandersetzungen bei Protesten gegen die Corona-Politik in Rom

20.04.2015

Rückpass: Die Krise der Trainer

 

Entscheidende Tage für den FC Bayern – Markus Weinzierl ist eine Ausnahme 

Hallo Fußball-Freunde, 

die Bundesliga sorgte wieder einmal für Schlagzeilen, auf und vor allem neben den Plätzen. Im Mittelpunkt zunächst Jürgen Klopp, kurz darauf Bayerns Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Der Doktor scherte allerdings aus, in der Krise befinden sich vor allem die Trainer der Liga. Es gibt natürlich Ausnahmen, vor allem Markus Weinzierl in Augsburg. 

Die Krise der Trainer wird vor allem bei Jürgen Klopp deutlich, der in Dortmund entnervt aufgibt und seinen Vertrag zum Saisonende kündigte. Ein Paukenschlag! Nicht überraschend dagegen, dass Thomas Tuchel sein Nachfolger wird, das war mit dem verkündeten Ende von Klopp sofort allen klar. Nur die Medien werden jetzt Trauer tragen, das Phantom Tuchel gibt es nicht mehr. Was aber bleibt, ist die Tatsache, dass Klopp wohl nicht mehr den richtigen Zugriff zur Mannschaft hatte. Dennoch: Platz sechs oder sieben bleibt erst recht im Visier. 

In der Krise auch Pep Guardiola beim FC Bayern. Im Untergrund loderte schon lange das Feuer mit dem ständigen Streit zwischen Trainer und Arzt. Guardiola und der „Mull“ hat unterschiedlichen Ansichten über die Behandlung der Spieler. Der Trainer als besserer Arzt? Jetzt kam es zur Explosion. Offensichtlich brachte Karl-Heinz Rummenigge mit seiner Kritik an den Ärzten das Fass zum Überlaufen. Sind die vielen Verletzten Schicksal? Kann man sie den Ärzten oder vielleicht den Trainern anlasten? Nach dem 1:3 in Porto lagen die Nerven blank, ausgerechnet im bis dahin wichtigsten Spiel der Saison zeigten die Bayern ihre schlechteste Leistung. Die Konzentrationsfehler von Alonso und Dante muss sich auch Pep anlasten lassen. War die Spielvorbereitung ungenügend? Und: Bringt der Spanier die Bayern aus der Spur? Der Glanz des als „weltbesten Trainer“ gefeierten Guardiola verblasst. Auffallend: Im zweiten Jahr schwächeln die Bayern erneut im Frühjahr, Verletzte hin oder her. Jetzt muss Pep zeigen, was er kann. 

Es sind entscheidende Tage für die Bayern: Scheiden sie gegen Porto aus, was wahrscheinlich ist, dann ist noch mehr Feuer auf dem Dach, dann werden alle Grabenkämpfe offen ausgetragen, wird sich Müller-Wohlfahrt noch einmal melden, könnte am Ende Guardiola sogar den Weg von Klopp gehen! Die Meisterschaft, die die Bayern schon am Samstag bei einem Sieg über Hertha mehr oder weniger unter Dach und Fach haben (Tordifferenz zu Wolfsburg 31 Tore besser!), ist dann nur noch ein schwacher Trost. Es wird dann nur mit gebremstem Schaum gefeiert werden. 

In der Krise auch Dieter Hecking in Wolfsburg. Auch hier gilt: In der Bundesliga auf Kurs, international aber vom Kurs abgekommen. Das 1:4 gegen Neapel war eine Blamage, die Bayern und Wolfsburg blamierten die Bundesliga. Da bleiben große Fragezeichen. Bayern und die Liga Hand in Hand: Einst auf stolzen Rossen, wurden sie herunter geschossen! 

Unglücklich die Trainer in Schalke und Hoffenheim, dort kommt Roberte di Matteo mit seinem Team nicht vom Fleck, es wird nicht besser, da hat Markus Gisdol zwar seinen Vertrag verlängert, aber der Traum von Europa könnte ein Traum bleiben. Logisch, dass die Trainer der Klubs vom Tabellenende zur Garde der Krisen-Männer gehören. Ob Bruno Labbadia in Hamburg wirklich glücklich wird? Tayfun Korkut ist vielleicht glücklicher, sein Leiden in Hannover ist vorbei, er wurde am Montag entlassen, nachdem sein Team das Siegen verlernt hat und sich in der Mannschaft zuletzt Auflösungserscheinungen zeigten. Bald wird wohl auch Sportdirektor Dirk Dufner folgen, der in Sachen Trainer-Entlassung in seiner Einschätzung immer falsch lag gegenüber Boss Kind. Dufner hat offensichtlich nichts zu sagen. Es spricht allerdings nicht für Martin Kind, dass ein Schaumschläger wie Peter Neururer als „Retter“ im Gespräch ist. Da hört der Bayernfan wohl schlecht… 

Da geht es in Augsburg schon ruhiger zu und nach dem 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart sowieso. Endlich wieder mal ein Erfolgserlebnis. Der FCA weiter auf dem Sprung nach Europa und das Restprogramm lässt auch alle Chancen offen. Markus Weinzierl ist eine Ausnahme im hektischen Getriebe der Bundesliga. Nachdem das Trainer-Karussell in Dortmund zum Stillstand gekommen ist, wird hier auch nicht mehr der Name Weinzierl gehandelt. Und einen anderen Verein braucht er sich nicht antun. Schaut er von Augsburg aus in der Tabelle nach unten, wird er feststellen, einen attraktiveren Verein wird er für sich nicht finden…

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren