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26.05.2015

Rückpass: Eine neue Zeitrechnung beim FCA!

 

Jetzt kommt viel Geld in die Kasse – Wer war der „Balkon-Sieger“ am Wochenende? 

Hallo Fußball-Freunde, 

mit einem Paukenschlag ging für den FC Augsburg die vierte Saison in der Bundesliga zu Ende. Der 3:1-Sieg in Mönchengladbach katapultierte die Augsburger auf Rang fünf, was bekanntlich die direkte Qualifikation für die Europa League bedeutet. Mit ein wenig Erfolg sind da fünf bis zehn Millionen Euro zu kassieren. Jetzt kennt den FCA in Europa keine Sau, aber bald reden sie vielleicht überall über ihn! Überhaupt beginnt für den FCA jetzt eine neue Zeitrechnung: Vom Nobody zum Spitzenklub, vom armen Wicht zum gut situierten Verein, nämlich auch finanziell klasse, denn jetzt kommt viel Geld in die Kasse. 

Interessant eine Aufstellung in der Fachzeitschrift kicker, welche die TV-Gelder für die Saison 2015/16 ausweist, danach bekommt der FCA als Siebter der Liste (nach sportlichen Kriterien der letzten Jahre) 33,582 Millionen Euro. Und das bei einem Spieleretat von zuletzt etwa 22 Millionen Euro! Was diese Gelder bedeuten, zeigt sich daran, dass es für den Hamburger SV und Karlsruher SC in der Relegation auch um 17 Millionen Euro geht! Sollte tatsächlich ein Verein für Verteidiger Baba 28 Millionen Euro zahlen, stößt der FCA auch finanziell in ganz neue Dimensionen vor! Kein Wunder also, dass heftig gefeiert wurde. Das Motto: Die Gegenwart genießen, hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. 

Aber Vorsicht! Der FCA hat in der vergangenen Saison einen „Lauf“, es ist fast alles geglückt. Dies wird sich kaum wiederholen. Interessant eine „ehrliche Tabelle“ bei www.wahretabelle.de , dort werden Schiedsrichter-Fehlentscheidungen entsprechend umgerechnet. Danach hätte der FCA am meisten profitiert und würde in der „ehrlichen Tabelle“ nur auf Platz zehn landen! Fünfter wäre Borussia Dortmund vor Werder Bremen und Schalke. Zum Glück gibt es keine Veränderungen bei den ersten drei und letzten drei Mannschaften. Dies zeigt also, dass der FCA in jeder Beziehung ein glückliches Jahr hatte. 

Entsprechend wurde gefeiert, doch „Balkon-Sieger“ war am Wochenende der Deutsche Meister. Die Bayern lockten zu ihrer fast schon jährlichen Feier auf dem Marienplatz in München 15.000 Fans an, 8000 waren es in Ingolstadt, 5000 in Augsburg. Es gab allerdings auch andere Zahlen (20.000/12.000/7000), aber wer will das schon genau zählen. Die Stimmung war in Augsburg vielleicht besser als in München, dort ist alles Routine, ein Novum allerdings mit dem „Double“, weil auch die Frauen Deutscher Meister wurden. Da tut sich in Augsburg wohl nichts. 

Die Bayern träumen wie der FCA ebenfalls von Europa, allerdings noch in anderen Regionen. Schon heute wird wieder vom „Triple“ als Ziel geredet: Meisterschaft, Pokalsieg, Champions League gewinnen. Da darf aber das Verletzungspech nicht wieder zuschlagen und Trainer Pep Guardiola keine Fehler machen. Außerdem muss er seine Stars bei Laune und in Bestform halten. Ein neuer Rekord sollte möglich sein: Noch nie gelang es einer Mannschaft vier Titel hintereinander zu gewinnen! Auch den Bayern nicht, die von 1972 bis 1974, von 1985 bis 1987 und von 1999 bis 2001 bei drei Meisterschaften in Folge hängen blieben. Jetzt sind es wieder drei… 

Jammer und Jubel lagen am vergangenen Wochenende dicht beieinander, die Spannung war nicht zu überbieten. Am Ende jubelten die Teams beim Klassenerhalt, noch mehr die Aufsteiger und gejammert haben sie vor allem in Freiburg und Paderborn. Schade, dass zwei sympathische Mannschaften das Oberhaus verlassen, mit Ingolstadt und Darmstadt kommen zwei Nobodys. Es spricht für den FCA, dass ihn die Aufsteiger nun als Vorbild nehmen. Werden sie bei Misserfolg auch die Ruhe bewahren, wie das in Augsburg der Fall war? 

Zur Bundesliga gibt es einen Kommentar auf www.Sport-Grantler.com mit dem Titel „Die Bundesliga hat Spaß gemacht“. Übrigens gibt es auch in der nächsten Zeit viel Fußball und deshalb auch immer wieder den „Rückpass“.

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