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19.05.2013

Rückpass: FCA-Wunder mit einem Rekord!

 

Kann der FCA auch zwei starke Runden spielen? – Sprüchemacher Klopp hilft Hopp 

Hallo Fußball-Freunde, 

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welch ein Finale in der Bundesliga und welch ein Happy End für den FC Augsburg! Der Bayernfan sagt immer „diese Spannung schafft nur der Sport, da kommt kein Krimi dagegen an, vor allem ist dies das pure Leben und kein erdachtes Drehbuch“. Besser hätte es ein Krimi-Autor auch nicht hingebracht und toll vor allem, dass die wichtigsten Entscheidungen der Schiedsrichter richtig waren! 

Gratulation an den FCA, der wieder einmal auf den Spuren der Bayern war: Das FCA-Wunder Klassenerhalt gelang mit einem Rekord! Noch nie konnte eine Mannschaft die Bundesliga halten, die bei Halbzeit erst neun Punkte hatte. Der FCA stand nur einmal auf Platz 15 – am dritten Spieltag. Und dann wieder in der Schlusstabelle! Das Wunder wurde möglich, weil die Verantwortlichen einerseits die Nerven behalten und an Trainer Markus Weinzierl festgehalten haben, andererseits aber auch, weil sie die richtigen Entscheidungen getroffen haben, zum Beispiel die Verpflichtung von Stefan Reuter als Manager. Er stärkte Weinzierl den Rücken, sorgte für mehr Disziplin und Ordnung. Glück und Können paarte sich, zum Beispiel beim Elfmeter, der ziemlich hart war. Aber die Wiederholung der Ausführung war richtig und dann hielt Manninger! Welch ein Dramatik, der Anfang vom Klassenerhalt. 

Zwei Jahre hintereinander beeindruckte der FCA mit einer tollen Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte. Jetzt stellt sich die Frage: Kann der FCA auch zwei starke Runden spielen? Kann er das, dann muss einmal nicht um den Klassenerhalt gezittert werden. Eine „doppelte“ Rückrunde hätte 48 Punkte und Platz sieben bedeutet! Eines ist dem Bayernfan allerdings aufgefallen: Das ZDF war extra in Augsburg, um für das Sport-Studio den großen FCA-Jubel über den Klassenerhalt zu filmen, aber so richtig ausgelassene Freude war nicht erkennbar. Fast cool wurde der Klassenerhalt aufgenommen, die Puppen tanzten nicht. Da haben sogar die erfolgsverwöhnten Bayern ihre Meisterschaft ausgelassener gefeiert. Der Klassenerhalt des FCA kommt aber der Meisterschaft der Bayern gleich. 

Leidtragender der FCA-Aufholjagd war Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Bei Halbzeit stand der Neuling noch auf Rang 13 mit 12 Punkten Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. Aber schon im Vorjahr hatten die Düsseldorfer eine schlechte Rückrunde gespielt und den direkten Aufstieg vergeben. Ein Kurz-Trainingslager erwies sich als Flop, es steigerte eher noch die Nervosität. Da machte es der FCA richtig, der Alltag ist die beste Ablenkung vor der Entscheidung. 

Hoffenheim schien ja aussichtslos zu sein mit einem Gastspiel beim alten Meister Borussia Dortmund, zumal die Dortmunder immer wieder tönten, dass sie Hoffenheim als verzichtbar für die Bundesliga halten. Hoffenheims Mäzens Dietmar Hopp wurde angegiftet und blieb den letzten Auftritten dort fern. Und jetzt? Sprücheklopfer Klopp half Hopp! Und der Dortmunder Coach erinnerte sich nicht an seine eigenen Worte, als Dortmund mit einem Abseitstor gegen Malaga in der Champions League eine Runde weiter kam: „Kann ja mal passieren“. Wieder ging „Affe“ Klopp auf die Schiedsrichter los, doch die hatten zum Glück alles richtig gesehen. So gab es am Ende noch ein Stückchen Gerechtigkeit für Hoffenheim, das nun in der Relegation gegen Kaiserslautern die Klasse erhalten, andererseits aber immer noch absteigen kann. Die letzten Vergleiche zwischen Bundesliga und 2. Liga endeten quasi 2:2. Alles offen. 

Die Bayern beendeten eine Rekord-Saison mit einem Rekord: Diesmal allerdings negativ, nämlich drei Gegentore in den ersten zehn Minuten. Dann las Trainer Jupp Heynckes seinen Jungs die Leviten, „ich wollte mein letztes Bundesligaspiel nicht verlieren“. Die Bayern hielten sich dran, vor allem Franck Ribery zahlte viel zurück. So blieben die Bayern in der Rückrunde doch ungeschlagen und verloren in der Saison kein einziges Auswärtsspiel! Im Gegensatz zum immer überdrehten Klopp ging Heynckes leise mit ein paar Tränen bei der Pressekonferenz, als ihm endgültig klar wurde, dass dies sein Abschied aus der Bundesliga war. Jetzt müssen seine Jungs in zwei Endspielen der Champions League und des DFB-Pokal noch für die Krönung der Karriere des Jupp Heynckes (und ihrer eigenen) sorgen. „Affe“ Klopp in Ekstase sollte uns möglichst erspart bleiben! 

Mehr zum Champions-League-Finale in einem eigenen Blog in den nächsten Tagen.

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