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16.10.2017

Rückpass: FCA und Bayern - jetzt wird die Richtung bestimmt!

Ausfälle passen jetzt gar nicht – Der Meister muss noch seine Fehler abstellen

Hallo Fußball-Freunde,

schon vor einer Woche hieß es im „Rückpass“, dass der Oktober der entscheidende Monat für die Bundesliga wird. Der achte Spieltag lieferte die Bestätigung. Allgemein heißt es, dass erst nach dem 10. Spieltag ein Fazit gezogen werden kann, wohin die Reise geht. Das trifft vor allem auf den FCA zu, denn in den nächsten zwei Spielen wird die Richtung bestimmt. Ebenso bei den Bayern, allerdings nicht nur in der Bundesliga.

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Zuerst zum FCA. Die nächsten Gegner heißen Hannover 96 und Werder Bremen. Die Ausgangsposition ist klar: Der FCA muss punkten, weil beide Gegner zu den Kandidaten im Abstiegskampf zählen. Das wird besonders bei den Bremern deutlich, die noch ohne Sieg sind, aber sich vorerst auf das Duell mit Schlusslicht Köln konzentrieren müssen. Gewinnt Bremen, ist wohl die Zeit von Kölns Trainer Peter Stöger vorbei, gewinnt Köln, wird gegen den FCA wohl ein anderer Trainer als Alexander Nouri auf der Werder-Bank sitzen. Es ist aber nicht gesagt, dass eine der beiden sieglosen Mannschaften diese Serie beenden kann. Was dann?

Auch für den FCA zählt zunächst Hannover. Ein Duell zweier Überraschungsmannschaften, denn sowohl Augsburg als auch dem Bundesliga-Rückkehrer hätte man den guten Saisonstart nicht zugetraut. Beide liegen mit je 12 Punkten gleichauf, der FCA hat mit der um ein Tor besseren Tordifferenz die Nase vorn. Beide sonnen sich im Mittelfeld auf den Plätzen acht und neun, doch zum Relegationsrang sind es nur fünf Zähler Abstand. Damit ist klar: Der Sieger darf es sich im Mittelfeld gemütlich machen, für den Verlierer könnte es im Abstiegkampf bald ungemütlich werden! Achtung: Hannover hat bisher nur in Gladbach auswärts verloren. Für den FCA kommen die Ausfälle von Abwehr-Stütze Martin Hinteregger und dem hoffnungsvollen Sergio Cordova sehr ungelegen. Gut, Ausfälle sind immer schlecht, aber gerade jetzt, wenn es um die zukünftige Richtung geht, wäre eine Bestbesetzung schon beruhigend. Die FCA-Fans vertrauen darauf, dass die Mannschaft bisher allen Widerwärtigkeiten getrotzt hat. Also Richtung nach oben?

Nach oben soll es auch bei den Bayern gehen. Eine seltene Konstellation, denn meist ist oben, wo die Bayern sind. In dieser Saison ist einiges anders und so wird in den nächsten Spielen auch die Richtung der Bayern bestimmt, allerdings nicht nur in der Bundesliga. Das 5:0 gegen Freiburg nach der Rückkehr von Trainer Jupp Heynckes sollte nicht blenden und der erfahrene Coach hat auch die Finger in die Wunde gelegt: Die Bayern müssen die Fehler abstellen! Gegen andere Mannschaften mit treffsicheren Stürmern hätten die Abwehrfehler leicht in die Hose gehen können. In Hamburg sollte sich der Aufwärtstrend fortsetzen, dann aber geht es zweimal gegen Leipzig, im Pokal und in der Bundesliga, und gegen Dortmund. Danach werden wir sehen, wer in der Bundesliga den Ton angibt bzw. wie spannend die Bundesliga in dieser Saison an der Spitze wirklich wird. Leipzigs Sieg in Dortmund hat für Freude in München gesorgt, aber auch für Hoffnung bei den Bundesliga-Fans auf Spannung. Wenn auch viele nicht unbedingt RB Leipzig als Meister sehen wollen…

Wiedergutmachung in Europa

Für die Bayern zählt aber genauso die Champions League und auch hier wird die Richtung bestimmt. Nach der Hypothek mit der Niederlage in Paris gilt es nämlich, Celtic Glasgow in den zwei Spielen am Mittwoch und am 31. Oktober auf Distanz zu halten, um Platz zwei in der Gruppe B zu festigen. Aber nicht nur für die Bayern werden die Spiele auf Europas Bühne zu einer Bewährungsprobe, sondern für alle Bundesliga-Vertreter, die sich bekanntlich in der letzten Runde total blamiert haben. Jetzt ist Wiedergutmachung angesagt, mal sehen, ob sie auch Wirklichkeit wird. Allen Spielern, Trainern und Vereinsverantwortlichen müsste eigentlich klar sein, dass die Zeit, Champions League oder Europa League als zusätzlichen Spaß anzusehen, vorbei ist. Jetzt geht es um die Reputation der Liga, also sind Siege Pflicht. Das sollte den Bayern gegen Celtic gelingen und Dortmund in Nikosia. Eher muss man an Leipzig gegen den FC Porto zweifeln. In der Europa League bekommt es Hoffenheim mit Basaksehir Istanbul zu tun, Hertha muss zu Luhansk in die Ukraine und Köln nach Weißrussland zu Baryssau, fraglich ob da die Wende gelingt. Wäre ganz schön traurig, wenn die Europa League endgültig zum Pleite-Wettbewerb für die Bundesliga würde.

Videobeweis muss her

In einer tendenziösen Überschrift hieß es kürzlich „Rot für Videobeweis“, obwohl im Text diese Forderung gar nicht erhoben wurde. Dies zeigt, dass es erklärte Gegner für mehr Gerechtigkeit im Fußball gibt. Der Videobeweis befindet sich in der Bundesliga und in anderen internationalen Ligen gerade in der Testphase und dennoch wurde bereits deutlich: der Videobeweis muss her! In der Bundesliga wurden bereits zahlreiche Fehlentscheidungen vermieden, auch wenn in der Handhabung natürlich noch Verbesserungsbedarf besteht. Aber hallo, es ist noch eine Testphase, da kann nicht gleich alles reibungslos laufen.

Ein Plädoyer für den Videobeweis werden aber die Frauen des FC Bayern München halten. Ihre Spiele in der Champions League gegen Chelsea London lieferten nämlich den Beweis, dass weitreichende Fehlentscheidungen vermieden werden könnten. Beim 0:1 in London und 2:1 in München schieden die Bayern nämlich als bessere Mannschaft nur aus, weil es drei eklatante Fehlentscheidungen gegen sie gab, die der Videobeweis verhindert hätte. Das 1:0 in London war ein Abseitstor, beim Rückspiel in München wurde in klares Handspiel einer Chelsea-Spielerin nicht mit Elfmeter geahndet und der Treffer zum 3:1 und damit zum Weiterkommen der Bayern-Mädels zu Unrecht aberkannt. Befürworter des Videobeweises haben bei Diskussionen mit Kritikern mit Hinweis auf diese absurden Regelauslegungen starke Argumente für die Einführung des Videobeweises. Vor allem auf internationaler Bühne sollte er in der nächsten Saison endgültig eingeführt werden. Die Bundesliga wird am Ende der Saison auf dieses Mehr an Gerechtigkeit nicht verzichten wollen.

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