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24.07.2017

Rückpass: Fan-Alarm für den FCA!

Augsburg Abstiegs-Favorit – Neue Regel gefällt den Bayern

Hallo Fußball-Freunde,

noch vier Wochen bis zum Start der Bundesliga – die Spannung steigt. Hochsaison haben nicht nur Spielerwechsel und Trainingslager, sondern auch Umfragen. Natürlich ist es interessant, wie die Aussichten der einzelnen Vereine eingeschätzt werden. Diesbezüglich gibt es einen Fan-Alarm für den FCA!

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In einer Umfrage der Fachzeitung kicker für das Bundesliga-Sonderheft durften die Fans online über fast alle Platzierungen der Bundesliga abstimmen. 88.143 User haben sich beteiligt. Nicht erstaunlich ist, dass 67 Prozent Bayern München als Meister 2018 sehen, für Dortmund stimmten 17 %, für Leipzig 4 %. Erstaunlich aber das Votum bei der Frage „Wer steigt direkt ab?“: 54 Prozent, eine ziemlich deutliche Mehrheit, tippen auf den FC Augsburg, 39 % sehen Hannover 96 als Absteiger und 31 % Mainz 05. Immerhin, bei der Frage „Wer muss in die Relegation?“ ist der FCA auch dabei. Mit 28 Prozent erhielt hier der Hamburger SV die Mehrheit (er ist ja dort praktisch Stammgast), 19 % sehen den FCA in der Relegation und 13 % Mainz 05. Na ja, da wäre ja immerhin noch eine Chance auf den Klassenerhalt. Übrigens: Auch bei Wettanbietern ist der FCA bei den Absteigern dabei. Bei einem Anbieter hat Freiburg die schlechtesten Werte, vor dem FCA, Mainz und Hannover. Es zeigt sich, dass diese Klubs von der breiten Masse als besondere Abstiegskandidaten gehandelt werden. Klar, dass es mit einem Tipp Bayern München als Meister nichts zu gewinnen gibt.

Natürlich sind solche Umfragen nur Spielerei, aber heißt es nicht immer, die Fans wären die wahren Experten? Das Ergebnis zeigt aber vor allem auf, dass über Schwaben hinaus das Zutrauen zum FCA nicht besonders groß ist. Keine spektakulären Verstärkungen, kein Trainer, der als Hoffnungsträger für die Bundesliga gilt, keine Aufbruchstimmung in Richtung Mittelfeld, sondern biedere Arbeit mit dem Motto „wir wollen überleben“. Was natürlich gelingen kann, wenn vor allem eine Augsburger Stärke zum Tragen kommt, die mannschaftliche Geschlossenheit. Allerdings wird dies mit dem größten Kader aller Teams schwer. Gespannt dürfen die FCA-Fans sein, wenn jetzt Trainer Manuel Baum einen ersten Schnitt macht, wenn er vor der England-Reise einige Kandidaten zu Hause lässt. Wahrscheinlich heißt es, das hat noch gar nichts zu bedeuten, aber erste Hinweise sollte es geben.

Immerhin hat der FCA in der Vorbereitung keinen solchen Reinfall erlebt wie Bayern München in China beim 0:4 gegen den AC Mailand. Eine Blamage für den Meister, auch wenn es viele Entschuldigungsgründe gibt (Hitze, Strapazen, PR-Termine, Team nicht komplett). Solche Ergebnisse sind für eine PR-Tour kontraproduktiv und schädigen den Ruf des Vereins. Dennoch sollte die Konkurrenz nicht glauben, dass dies Auswirkungen auf die Bundesliga hat. Drei Wochen bleiben den Münchnern noch zur Vorbereitung auf das erste Bundesligaspiel und solche Ergebnisse sind eher geeignet, das Bewusstsein zu schärfen, dass auch eine übermächtige Mannschaft ohne Einsatz und Disziplin nicht erfolgreich sein kann. Dortrmund, Leipzig und Co. sollten sich nicht zu früh freuen.

Auf die neue Saison bereiten sich natürlich auch die Schiedsrichter intensiv vor. Sie müssen ja auch fit sein und bekommen neue Hinweise, wo Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Einer davon ist die Nachspielzeit, die nicht zu knapp bemessen sein sollte, damit Spielverzögerungen nicht belohnt werden. Diese neue Regel wird vor allem den Bayern gefallen, deren Spezialität es ja ist, ein Match notfalls noch in der Nachspielzeit zu drehen. Erinnern wir uns an die letzte Saison, als die Berliner auf die Barrikaden gingen, als sie in der Nachspielzeit gegen die Bayern die Punkte verloren.

Woche für Woche beginnen einzelne Spielklassen ihre neue Saison, am Freitag ist jetzt die 2. Bundesliga dran, die ja in den letzten Jahren immer im Vorfeld der Bundesliga auf sich aufmerksam machen konnte. Die Saison dürfte ziemlich interessant werden, auch wenn sich mit Stuttgart und Hannover zwei Vorzeigevereine Richtung Oberhaus verabschiedet haben. Ein Glücksfall, wenn der Wiederaufstieg sofort gelingt. Das wollen die Absteiger Ingolstadt und Darmstadt nachmachen, allerdings gibt es da viel Skepsis. Viele Teams machen sich Hoffnung, nur zwei können direkt aufsteigen. Vor allem Eintracht Braunschweig und Union Berlin werden zum engeren Favoritenkreis gerechnet.

1860 München ist nicht mehr dabei, ganz im Gegenteil, die „Löwen“ mussten – wie bekannt – sogar den Gang in die Viertklassigkeit antreten, weil Geldgeber Ismaik eine Zahlung für die Lizenzerteilung verweigerte. Jetzt soll der Jordanier ganz aus dem Verein eliminiert werden, wie die Mitgliederversammlung beschloss. Zu wünschen wäre das 1860, es ist wohl auch die einzige Chance, um wieder Ruhe reinzubringen. Die große Frage ist halt, wie es dann um die Finanzen steht und ob das Chaos dann wirklich ein Ende hat. Andererseits ist es erstaunlich, wie die Fans die Situation annehmen und wie die Mannschaft mit zwei Start-Siegen sich unbeeindruckt zeigt.

Beeindruckt von den Gegnern sind dagegen die Fußball-Frauen bei der Europameisterschaft in den Niederlanden. Bisher konnte Deutschland nicht überzeugen, ein 0:0 gegen Schweden und ein glückliches 2:1 gegen das zweitklassige Italien sind keine Empfehlung für den Titelkampf. Vielleicht gelingt gegen Russland der Befreiungsschlag, vielleicht wird die Enttäuschung auch noch größer, eigentlich möchten wir Deutschland bis zum Finale am 6. August im Rennen sehen. Und die Fans an den Bildschirmen auch, fast sechs Millionen TV-Zuschauer in den bisherigen Spielen beweisen das Interesse.

Eine besondere Auszeichnug erhielt Kapitänin Dzsenifer Marozsan, die bei der EM noch nicht überzeugen konnte, aber als „Spielerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Das wurde sie übrigens auch in Frankreich, sie spielt bei Olympique Lyon. Gefreut hat den Bayernfan, dass die Sportjournalisten Philipp Lahm die längst schon fällige Ehre zuteil werden ließen und ihn als „Spieler des Jahres“ kürten. Hier zählte zum Abschied wohl das Lebenswerk. Es ist ja leider so, dass bei diesen Wahlen die Torjäger immer im Vorteil sind. „Trainer des Jahres“ wurde übrigens Julian Nagelsmann von der TSG Hoffenheim. Das könnte für ihn eher eine Bürde für die Zukunft sein. Sein Vorgänger war übrigens Dirk Schuster, den sahen die Augsburger nicht als perfekten Trainer an – heute ist er arbeitslos.

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27.07.2017

Ich finde den blog klasse. Natürlich darf sich ein Bayern Fan auch über den FCA Gedanken machen.

Sonst wäre ja auch jedem FCA Fan eine Meinung zu anderen Vereinen verboten. In den meisten Fußballforen, wird von A-Z diskutiert.

Zum Thema:

Natürlich sind wir auch im 7. Jahr gefühlt der Absteiger Nr. 1.

Diese Situation ist uns bekannt und hat uns die letzten 6 Jahre zumindest stark genug gemacht, immer wieder zu überstehen. Nicht die Mannschaft mit dem höheren Marktwert, den höheren Ausgaben oder dem besseren Image ist automatisch gesichert. Nur so konnten wir durch das bessere Kollekiv immer wieder die Klasse halten. Wir haben uns auf alle Fälle früh verstärkt, haben einen talentierten Trainer und bisher keine Verletzten.

Ob es dann am Ende langt, wird man sehen. Jedenfalls ist das "drin bleiben" für uns mehr wert, als nur ein Titel für die Bayern.

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25.07.2017

Michael, warum soll der Bayernfan nur über die Bayern schreiben. Die Texte gibt es seit 2009 als (siehe oben) "Blick auf den Fußball", wobei es natürlich in erster Linie um die Bundesliga geht. Seit dem Aufstieg vom FCA in die Bundesliga habe ich die Bayern und den FCA gleich behandelt, weil so das Interesse der Leser in Schwaben größer ist. Ich versuche immer, einen etwas anderen Blick auf das Geschehen zu werfen und eben auch mal die Finger in die Wunden zu legen. Es mag den FCA-Fans nicht gefallen, aber es ist doch interessant, dass der FCA wieder einmal als großer Abstiegskandidat gehandelt wird. Das kann bei der Mannschaft auch Kräfte freimachen.

Jedenfalls viel Spaß in der neuen Saison und immer den "Rückpass" lesen!

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25.07.2017

Lässt es sich vielleicht einrichten, das der "Bayern-Fan" nur zu den Bayern was schreibt und auf Kommentare zum FCA verzichtet. Die brauch wirklich kein Mensch. Ich schreibe ja auch nix zu den Bayern als Fan des FCA.

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26.07.2017

Ich finde es sehr gut, dass Klaus-Peter zu beiden bayrischen Bundesligaclubs seine ganz persönliche Meinung abgibt.

Ansonsten wird der FCA in Bayern so gut wie nicht und von niemandem gewürdigt. Wenn man z.B. sieht, wie der sogenannte "Bayrische Rundfunk" die bayrischen Schwaben, Augsburg und den FCA ignoriert, sollte man froh sein, wenn ein neutraler Bayern-Fan über das Fußball-Geschehen in der Fugger-Stadt schreibt.

Im Übrigen sollte sich meiner Meinung nach diese Rundfunkanstalt umbenennen in: "Münchner Rundfunk mit Oberbayern und ganz viel Franken " und auch die Süddeutsche Zeitung hat mit ihrem Namen nicht viel gemein.

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