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20.06.2016

Rückpass: Jetzt geht die EM richtig los

Sicherheitskonzept wird falsch ausgelegt – Der FCA ist Erster!

Hallo Fußball-Freunde,

das war doch wirklich eine Schnapsidee vom Europäischen Fußball-Verband (UEFA) bzw. vom Präsidenten Michel Platini, der die Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 ins Gespräch gebracht hatte, zwecks Stimmenfang für seine Wahl. Jetzt haben wir den Salat, weil für das Achtelfinale die Zahl 16 sein muss und deshalb kommen die besten vier von sechs Gruppendritten weiter. Das könnte zum Beispiel Albanien sein mit drei Punkten und 1:3 Toren. Vom Sonntag bis Mittwoch muss die Mannschaft jetzt aber warten, ob sie weiter im Turnier bleibt und im Achtelfinale dabei ist. Das ist Quatsch mit Soße! Aber klar ist auch: Samstag, Sonntag und Montag mit dem Achtelfinale geht das Turnier erst richtig los! Dann haben wir endlich die Spannung, die bisher fehlte.

Bis dahin können wir uns ärgern oder amüsieren oder uns vom Fußball gelangweilt anderen Dingen zuwenden. Auffallend: Späte Tore und Krawalle. Ärgern vor allem über das mäßige Niveau und die immer wiederkehrende Taktik auf dem Feld. Die Trainer haben die vielfachen Diskussionen über das Sicherheitskonzept bei dieser Europameisterschaft in Frankreich falsch ausgelegt. Leute, es ging um die Abwehr von Terroristen, Hooligans und Gewalttätern, aber nicht um die Abwehr von gegnerischen Stürmern. Wer kein Tor schießen will oder dies mehr oder weniger dem Zufall überlässt, hat bei so einem Turnier eigentlich nichts zu suchen. So gab es wenige Tore und zuletzt dreimal ein 0:0, auch von Deutschland. Auch eine Folge der unsäglichen Aufblähung des Teilnehmerfeldes.

Zum Glück konnten wir uns ab und zu amüsieren. Über die zerrissenen Trikots der Schweizer zum Beispiel (Schweizer Käse in anderer Version), über den Sieg von Österreichs Torhüter Robert Almer über den arroganten Cristiano Ronaldo, der ohne gute Nebenspieler halt verloren ist und sich keineswegs als bester Spieler der Welt präsentiert. Ärgerlich oder amüsant, je nach Sichtweise sind die Rutschpartien auf manchmal schlüpfrigen Rasen. Ärgerlich auf jeden Fall, dass es diesen Mangel bei einer EM gibt!

TV-Einschaltquoten: Die EM fesselt die Zuschauer nach wie vor an die Bildschirme. So werden sich die Fernsehanstalten über die längere Turnierdauer nicht beschweren. Einen neuen Jahresrekord gab es beim Spiel Deutschland – Polen am Donnerstag mit 27,32 Millionen Zuschauern. Platz zwei in dieser Woche belegte das Match Belgien – Italien am Montag mit 13,27 Millionen und Platz drei ging an Frankreich – Albanien am Mittwoch mit 12,44 Millionen. Unvorstellbar, dass so viele Menschen in Deutschland so ein Spiel sehen wollen. Zum Vergleich: Bei der Formel 1 am Sonntag waren es 4,6 Mill., bei der Leichtathletik-DM am Sonntag gerade mal zwei Millionen.

Ein großer Verlierer war SAT 1. Während nämlich 11,85 Millionen das Duell Schweiz – Frankreich im ZDF ansahen, interessierten sich nur mäßige 890.000 in der ersten Halbzeit und 1,42 Millionen in der zweiten Halbzeit für Rumänien – Albanien. Alles wird halt doch nicht geschaut! Vereinen und Verbänden sollte dies aber zu Denken geben bei der Vergabe von TV-Rechten: Die Privaten holen schlechtere Quoten! Das hat man auch in der Qualifikation gesehen, für die RTL bis 2022 (auch bei der WM) die Rechte hat. ARD und ZDF können sich über den Quoten-Rekord freuen: RTL hatte die Vorspeise, ARD und ZDF haben die Hauptspeise.

Der FCA gibt Rätsel auf

Der erste Sieg der neuen Bundesliga-Saison gebührt dem FC Augsburg: Die Schwaben sind am Montag als erster Verein in die Vorbereitung auf das neue Spieljahr gestartet. Der neue Trainer Dirk Schuster will seine neue Mannschaft kennenlernen und gibt zwischendurch noch mal frei, damit die Spieler nicht schon zum Beginn der Saison müde sind! Als nächster Verein beginnt übrigens Darmstadt 98 am Samstag (hat wohl noch Schuster festgelegt), Leverkusen und die Bayern machen die Schlusslichter am 11. Juli.

Der FCA gibt aber überhaupt Rätsel auf. Ist das Überangebot an Innenverteidigern nun schädlich (viele sitzen auf der Bank) oder ist die Verpflichtung des 20jährigen Marvin Friedrich von Schalke 04 vorausschauend für die Zukunft? Der arme Marvin erhofft sich in Augsburg vor allem mehr Spielanteile, dafür müssen aber Konkurrenten wie Callsen-Bracker oder Gouweleeuw weiter im Krankenstand bleiben, Klavan vielleicht den Verein verlassen (was schlecht für den FCA wäre!) und der junge Mann erst mal besser sein als Hong und Janker. Da stellt sich schon die Frage, ob der FCA auf anderen Positionen nicht mehr Bedarf hätte. Und ob der frisch verpflichtete Japaner Takashi Usami wirklich eine Verstärkung darstellt, ist auch mit einem Fragezeichen zu versehen. Der Flügelflitzer hat noch nirgendwo überzeugt. Irgendwann werden sich die Rätsel lösen, hoffentlich nicht so, dass der FCA in Not gerät…

Neues von den Bayern: Hermann Gerland soll weiterhin Assistenztrainer bleiben und auch Carlo Ancelotti zur Seite stehen. Für Insider ist er ja der Mann, der denn Erfolg garantiert!

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