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08.05.2017

Rückpass: Markus Weinzierl kann den FCA retten!

Ein Punkt fehlt zum Klassenerhalt – Ersatztorhüter die Sensation bei den Bayern

Hallo Fußball-Freunde,

jetzt wird verstärkt gerechnet und gezittert, die letzten zwei Spiele stehen im Profi-Fußball an. Im Mittelpunkt natürlich der Abstiegskampf in der Bundesliga. Wer begleitet Darmstadt nach unten? Wie viele Punkte sind am Ende wirklich zum Klassenerhalt nötig? Man kann es drehen und wenden wie man will, schon Sepp Herberger sagte, „die Wahrheit liegt auf dem Platz“. Jeder kann aber zur Rettung selbst beitragen, wünschenswert aber auch Hilfe von außen, zum Beispiel von anderen Teams oder vom Schiedsrichter… Welche entscheidende Rolle diese spielen können, zeigte sich wieder in Dortmund, als weniger Reus und Co. die TSG Hoffenheim besiegten und die Weichen Richtung Champions League stellten, sondern vielmehr Schiedsrichter Dr. Brych und sein Team. Einfach desolat!

Der FCA braucht also im schweren Restprogramm gegen Dortmund und in Hoffenheim nicht nur Leistung, sondern auch Glück. Zum Klassenerhalt könnte aber auch – welche Konstellation! – der alte Trainer beitragen. Markus Weinzierl kann mit Schalke 04 den FCA retten! Schalke kämpft ja selbst um die letzte Chance für Europa und muss also auch für sich selbst gewinnen. Siege gegen den HSV und in Ingolstadt würden die Augsburger schon mal vor dem direkten Abstieg bewahren. Aber da darf der FCA auch auf Freiburg am Samstag hoffen. Die Schwarzwälder können Ingolstadts Abstieg besiegeln. Der Blick geht also in Richtung Relegation, heißt Platz 16.

Der Gegentreffer in Mönchengladbach Sekunden vor Schluss kann für den FCA noch schwere Folgen haben. Die Ex-Augsburger Traore und Hahn stürzten den FCA vielleicht ins Unglück, der Ex-Augsburger Weinzierl könnte dagegen zur Rettung beitragen. Zwei Punkte mehr und die Augsburger könnten ruhiger schlafen. Es war eine Kette von Fehlern, die zur Depression führte: Den Ball nicht gehalten, nicht energisch genug Gegengehalten und Trainer Baum wechselte offensiv, statt defensiv, um das 1:0 zu halten. So war der Wechsel des defensivschwachen Ji für Altintop schlichtweg falsch. Wurde hier die Bundesliga verspielt? Übrigens: Der frühere Trainer Holger Stanislawski (heute Supermarktleiter) sieht als TV-Experte des ZDF den FCA am Ende auf Platz 16!

Rechnen wir. Gehen wir davon aus, dass der FCA gegen Dortmund und Hoffenheim keinen Punkt holt. 34 Zähler haben Hamburg und Mainz, 36 (wie der FCA) sind es für Wolfsburg. Die Mannen um Mario Gomez könnten es gegen Gladbach besser machen als der FCA und müssen dann zum Nordderby nach Hamburg. Ist Wolfsburg dann gerettet, spielt das dem HSV in die Karten. Wichtig also, dass Schalke am Samstag den HSV schlägt! Mainz wird gegen Frankfurt alles in die Waagschale werfen, die schwächelnde Eintracht könnte ein willkommenes Opfer sein, eher als Köln am letzten Spieltag. Diese Rechenspiele zeigen, der FCA braucht noch mindestens einen Punkt, um auf die möglicherweise rettenden 37 Punkte zu kommen, in der Tordifferenz ist er zumindest besser als der HSV. Rechnen und zittern hilft alles nichts, die Lösung zur Rettung heißt siegen!

Starke ist die Sensation

Für andere Vereine wäre es eine Hiobsbotschaft, der FC Bayern konnte den Ausfall seines zweiten Torhüters Sven Ulreich (nach Manuel Neuer) gelassen sehen. Schließlich war der Titel schon unter Dach und Fach. Dann aber war der 36jährige Tom Starke, der seit März 2014 nicht mehr gespielt hatte, die Sensation beim 1:0-Sieg gegen Darmstadt. Trainer Carlo Ancelotti schonte zudem die Alten und gab den jungen Spielern wie Bernat, Kimmich und Sanches eine Chance. Bernat traf, den Erfolg aber musste Starke sichern. Der zeigte tolle Paraden, hielt sogar einen Elfmeter und wurde in verschiedenen Zeitungen gleich in die „Mannschaft des Tages“ gewählt. Frappierend: In seiner Bundesliga-Karriere wurde Starke vom Punkt nie bezwungen, er hielt alle fünf Elfmeter gegen seine Teams (Bayern, Hoffenheim, Duisburg). Außerdem: Acht Spiele bestritt er für die Bayern bisher, holte aber 13 Titel! Das ist nur in München möglich.

Erstaunlich ist ja, dass so ein Mann jahrelang mit dem Platz auf der Bank und auf der Tribüne zufrieden ist. Aber Starke hat sicher gut verdient und seine Zukunft sieht ansprechend aus, denn er soll ins Trainerteam der Bayern-Nachwuchsmannschaften eingebunden werden und ist jetzt bereits Torwarttrainer der U14. Vielleicht gibt es aber sogar noch eine Vertragsverlängerung für die Bundesliga und damit noch mehr Titel. Ob Starke auch die Aufgabe Champions League mit Bravour bewältigt hätte, wenn die Bayern nicht ausgeschieden wären? Ein Klops am Samstag im Prestigekampf bei RB Leipzig würde nicht verwundern. Übrigens: Die Bayern kommen als würdiger Gratulant zum Tabellenzweiten, der seinen Einzug in die Champions League bis Mittwoch feiert.

Erstaunliches tut sich bei den Bayern auch rund um Franck Ribery. Der Franzose wird von Trainer Ancelotti öfters mal auf der Bank gelassen. Das führt in der Bundesliga dazu, dass er mal in der Rangliste der Fachzeitung kicker auftaucht, dann wieder nicht, weil er zu wenig Spiele hat. Jetzt wird er wohl den Trainer bitten, ihn wenigstens noch einmal einzusetzen, damit er seinen Platz an der Sonne behalten kann. Die aktuelle Rangliste hat nämlich folgende Spitze (nach Schulnoten): 1. Robben 2,50, 2. Ribery 2,59, 3. Lahm 2,66, 4. Lewandowski 2,67, 5. Thiago 2,70. Auch diese Rangliste beweist die Überlegenheit der Bayern und dass es deren „Alte“ noch können. Danach folgen übrigens Keita (Leipzig/2,72) und Dembele (Dortmund(2,74) – zwei Spieler, die als mögliche Neuzugänge für die Bayern gehandelt werden.

Demebele ist einer von den Akteuren, die der FCA am Samstag stoppen muss. Und wenn Hinteregger und Co. verhindern, dass Aubameyang kein Tor erzielt, dann hilft das ihnen selbst und der Dank von Robert Lewandowski ist ihnen gewiss. Die Torjäger-Kanone hätte der Pole doch gern. Aber was ist das für ein kleiner Nebenaspekt gegenüber dem Kampf gegen den Abstieg. Da geht es um die Ehre, dort um Millionen Euro und die Zukunft eines Vereins. Schaun mer mal, wer am Ende richtig gerechnet hat.

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Die Diskussion ist geschlossen.

08.05.2017

Super!! Daran, dass Tuchel und Nagelsmann als letzte Gegner auch Ex-Augsburger sind, hatte ich gar nicht gedacht. Sieht ja so aus, als ob der FCA so etwas wie das Herz der Bundesliga ist. So ein Verein darf auch nicht absteigen! Nun kämpft mal schön!

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08.05.2017

Es ist schon Wahnsinn:

1. Ein EX-Augsburger (Traore) flankt

2. Ein Ex-Augsburger (Hahn) schießt den Ausgleich

3. Ein Ex-Augsburger (Tuchel) kommt mit dem BVB und wird den FCA besiegen

4. Ein Ex-Augsburger (Nagelsmann) kann den FCA abschießen

5. Ein Ex-Augsburger (Weinzierl) kann dem FCA helfen, wenn er Ingoldorf besiegt.

DAUMEN DRÜCKEN - dass die letzten 3 ein Herz für den FCA haben. Ich hoffe, Hoffenheim braucht am letzten Spieltag die Punkte nicht mehr.

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