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09.07.2013

Rückpass: Tränen zerstören das Glück

 

Sabine Lisicki verdrängt Fußball aus den Schlagzeilen – Viel Neid und wenig Pep 

Hallo Fußball-Freunde, 

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da muss im Fußball-Land Deutschland schon etwas Besonderes passiert sein, wenn der Fußball aus den Schlagzeilen verdrängt wird. Die „Schuldige“ war die Tennis-Prinzessin Sabine Lisicki, die nicht nur Wimbledon, sondern auch die deutschen Sportfans im Sturm eroberte. Seit Steffi Graf und Boris Becker war Tennis nicht mehr so im Gespräch. Fazit: Erfolge müssen her, die Sportfans wollen Siege sehen! 

Die eigenen Nerven standen Sabine Lisicki auf dem Weg zum ganz großen Triumph im Weg. „Ein Finale ist halt doch etwas anderes“, hat sie hinterher gestanden. Auf dem Platz hat sie es gemerkt, war mit ihren Nerven am Ende und weinte hemmungslos. Bittere Tränen zerstörten ihr Glück, denn wer auf dem Platz schon heult, hat verloren. Wieder einmal wurde deutlich, Sport (welcher auch immer) ist größtenteils auch Kopfsache. In dem Fall „Kopf hoch“ Sabine. Jetzt hat sie aber neuen Druck und macht sich auch selbst einen: Die Deutschen werden ihre nächsten Spiele aufmerksam verfolgen. Und: Lisicki will die Nummer 1 der Welt werden. Gut, man muss ich hohe Ziele setzen, aber für die jetzige Nummer 18 ist der Weg schon verdammt weit und da reicht halt eine jährliche Erfolgsserie nur in Wimbledon nicht. Vergessen wir nicht: Deutschlands Nummer 1 im Tennis ist Angelique Kerber auf Platz 9 der Weltrangliste! Deutschland will Lisicki jetzt weiter siegen sehen! 

Noch ein internationales Großereignis wird in den nächsten Tagen der Bundesliga die Schau stehlen – die Fußball-Europameisterschaft der Frauen steht bevor. Bei der WM im eigenen Land vor zwei Jahren enttäuschten die Neid-Girls, sie waren dem Erfolgsdruck im eigenen Land nicht gewachsen (siehe Lisicki). Jetzt muss die Bundestrainerin zwar mit einigen Ausfällen leben, aber aus der Not wurde eine Tugend: Die Mannschaft ist so jung wie nie zuvor, Durchschnittsalter 23,6 Jahre, und beeindruckt mit Power. Imponierende Zahlen gibt es zu dieser EM: Deutschland hat sieben von zehn Turnieren gewonnen und seit 20 Jahren nicht mehr verloren. Die letzte Niederlage war 1993 ein 1:3 gegen Dänemark im Spiel um Platz drei. Zuletzt gewann Deutschland 2009 im Finale mit 6:2 gegen England. Von dieser Mannschaft sind in Schweden noch neun Spielerinnen dabei. 

Am Donnerstag geht es gegen die Niederlande los (alle deutschen Spiele live bei ARD und ZDF), weitere Gruppengegner sind Island und Norwegen, da sollte auf dem Weg ins Viertelfinale nichts anbrennen. Unter besonderer Beobachtung steht aber Bundestrainerin Silvia Neid, schließlich hatte sie einen Großteil Schuld am WM-Versagen. Hat sie jetzt alles im Griff? So wie zum Beispiel ihr großer Kollege Pep Guadiola bei den Bayern? Bei den Frauen gibt es wohl viel Neid (im doppelten Wortsinn vielleicht!) und leider wenig Pep! 

Apropos Pep, die Bundesliga gibt es natürlich auch noch und weiterhin beherrschen die Bayern die Schlagzeilen. Auch hier imponierende Zahlen: 140 Journalisten haben sich für das Trainingslager am Gardasee akkreditieren lassen, da hat mancher Konkurrent weniger Zuschauer bei seinen Übungseinheiten. 19.000 Fans hatten sich für die Paulaner-Traumelf beworben, gerade 26 Glückliche durften dann gegen Lahm und Co. antreten. Und Pep Guardiola scheint doch das Team umzukrempeln, lässt ein 4-1-4-1 spielen und hat auch alle Abläufe in der Organisation geändert. Und das bei einem Champions-League-Sieger! Da bangt dann ein Bayern-Fan: Ob das auch gut geht?

Einen kümmert dies nicht mehr: Mario Gomez darf gehen, er flüchtet, weil er im Pep-Konzept keinen Platz hat. Vielleicht denken die Bayern noch einmal wehmütig an ihn, wenn er in Florenz wie am Fließband trifft. Schon lustig, dass jetzt die beiden deutschen Torjäger, die um den Platz im Nationalteam kämpfen, ihr Duell in Italien austragen. Miroslav Klose ist bei Lazio Rom bereits der Held. 

Zuletzt machte auch Borussia Dortmund von sich reden, stellte eine neue „Bestmarke“ bei seinen Transfers auf, zahlt wohl 25 Millionen Euro (vielleicht weil er 25 ist?) für den Armenier Henrich Mchitarjan. Außerdem kommt „Wirbelwind“ Pierre-Emerick Aubameyang. Wollen uns die Dortmunder ärgern? Verpflichten zwei Spieler, deren Namen keiner aussprechen kann! Da haben wir beim FCA mit Panagiotis Vlachodimos fast noch Glück gehabt. Die Transferbilanz des FCA? Lassen wir uns überraschen.

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