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29.01.2018

Rückpass: Vorrunde als gutes Beispiel für den FCA

Sieg gegen die Eintracht war der Knackpunkt – Heynckes sieht Bundesliga in der Nebenrolle

Hallo Fußball-Freunde,

auch wenn erst 20 von 34 Spieltagen gespielt sind, so steigen doch Spannung und Nervosität in der Bundesliga. Das zeigt sich auch am überraschenden Trainerwechsel in Stuttgart, wo Hannes Wolf vor gar nicht langer Zeit noch gefeiert wurde. Gefeiert wird nach wie vor der FCA, zwei sieglose Spiele sorgten allerdings für eine kleine Euphoriebremse. An den ersten drei Spieltagen hat aber Augsburg die gleiche Ausbeute wie in der Vorrunde, nämlich vier Punkte, wenn die auch jeweils gegen einen anderen Gegner errungen wurden. Jetzt aber folgt der Knackpunkt: In der Vorrunde folgte der überraschende 2:1-Sieg in Frankfurt, er war der Auslöser für die überzeugende Vorrunde. Das muss für den FCA als gutes Beispiel dienen. Die Eintracht als Startrampe für eine überzeugende Rückrunde. Und was steht dann am Ende?

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Trainer Manuel Baum kann die Frage nach Europa nicht mehr hören. Für Schwächephasen seiner Mannen hat er eine Erklärung: „Wenn man ständig hört, wie gut man ist und dass es jetzt um Europa geht, dann glaubt man das selbst und besinnt sich nicht mehr auf seine Tugenden.“ Das mag auch der Grund sein, dass der FCA oft erst einen „Wachmacher“ braucht, um richtig in Fahrt zu kommen. Die verschlafene erste Halbzeit in Köln lässt grüßen. Caiuby sorgte dann für den Ausgleich, der Brasilianer ist derzeit der Wachmacher Nummer 1 beim FCA. Manuel Baum wird es aber vielleicht sogar gefallen, dass der FCA nicht mehr als Überraschungsteam der Bundesliga gefeiert wird. Diese Rolle spielt derzeit der SC Freiburg, er ist jetzt seit acht Spieltagen ungeschlagen, dass schafften nicht einmal die Bayern!

Die Aufgabe gegen die Eintracht könnte zu Hause aber schwerer sein als in Frankfurt. Die Kovac-Schützlinge sind schließlich die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga. Sechs Siege auswärts, nur drei zu Hause, 21 Punkte in der Fremde, nur 12 in der Heimat, das ist die seltsame Bilanz. Der FCA bietet seinen Fans mehr (vier Siege und 16 Punkte in der WWK-Arena), besteht aber auch auswärts (12 Punkte), wie die Eintracht erkennen musste. Die Hessen befinden sich ähnlich wie Freiburg im Aufwind, hatten einen „One-Night-Stand“ auf Rang zwei und greifen im Gegensatz zum FCA ernsthaft Plätze auf Europas Bühne an. Dafür sorgt Trainer Niko Kovac, der sogar als Heynckes-Nachfolger bei den Bayern im Gespräch ist.

Die Augsburger Fans werden im Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) einige Gesichter auf der Auswechselbank vermissen. Dem Verleih-Rausch von Manager Stefan Reuter fielen vor allem Spieler aus der zweiten Reihe zum Opfer, sie sollen und wollen woanders Spielpraxis sammeln. Schon erstaunlich, dass der Manager auf die Schnelle gleich acht Spieler auf dem übersättigten Spielermarkt untergebracht hat. Der Trainer wiederum kann sich freuen, weil für ihn die Arbeit mit 25 statt 33 Spielern leichter wird. Weniger erfreulich natürlich, dass Khedira gegen Frankfurt gesperrt ist und Abwehrrecke Gouweleeuw jetzt längere Zeit verletzt ausfällt. Der Fluch der guten Tat, plötzlich droht ein Personalengpass. Die Fans des Fußballs freuen sich aber generell, dass die Wechselfrist am Mittwoch endet und solche Wirbel wie um Dortmunds Torjäger Aubameyang dann der Vergangenheit angehören. Der Gabuner bestätigte mit Arbeitsverweigerung einmal mehr die Weisheit, dass Geld den Charakter verdirbt.

Gegenüber dem Wirbel bei vielen Vereinen bleibt es bei den Bayern ruhig. Kein Wunder bei weiterhin 16 Punkten Vorsprung. Alle Welt wettet jetzt nur noch darauf, wie früh die Bayern die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen. Dennoch muss man immer wieder an den holprigen Start unter Trainer Carlo Ancelotti erinnern. Damals wäre ein 0:2 gegen Hoffenheim nach zwölf Minuten nicht mehr gedreht worden. Eine Art „Mitschuld“ hatte auch Trainer Jupp Heynckes, der Leuten aus der zweiten Reihe eine Chance gab, auf sonstige Stabilisatoren verzichtete und dennoch weiter auf der Erfolgswelle blieb. Man hat aber schon den Eindruck, dass für Heynckes die Bundesliga jetzt nur noch eine Nebenrolle spielt, vornehmlich als Spielwiese und Test für die weiteren Aufgaben im Pokal und in der Champions League. Da geht es dann im Februar richtig los und Stürmer Sandro Wagner freut sich, denn offensichtlich hat ihm der Trainer Einsätze zugesichert. Jetzt nimmt er klaglos die Rolle des Minuten-Ersatzmannes hin und hat eine lustige Erklärung dafür parat: „Ich habe die Stellenbeschreibung genau gelesen.“ Wenn nur mancher aufmüpfige Ersatzmann sich auch an seine Stellenbeschreibung erinnern würde. Eine Einsatzgarantie hat nämlich kein Spieler in der Bundesliga. Sandro Wagner hat die Rolle aber wirklich sehenden Auges angenommen und gelingen ihm noch öfter in den wenigen Einsatzminuten Tore, dann wird auch Bundestrainer Joachim Löw zufrieden sein und sich der WM-Traum für den Stürmer erfüllen. Konkurrent Mario Gomez macht derzeit jedenfalls keinen besseren Eindruck.

Einen schlechten Eindruck macht übrigens derzeit der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bei der Wahl des Fahnenträgers für die deutsche Olympia-Mannschaft in Südkorea. Fünf Kandidaten stehen zur Wahl und können von den Sportlern und den Fans gewählt werden. Mit Natalie Geisenberger (Rodeln), Viktoria Rebensburg (Ski alpin), Eric Frenzel (Nordische Kombination) und Christian Ehrhoff (Eishockey) gibt es vier „vernünftige“ Kandidaten und dazu noch Claudia Pechstein (Eisschnelllauf), die wegen Dopings gesperrt war, als renitente Sportlerin innerhalb der Verbände bekannt ist und keineswegs als Aushängeschild für den deutschen Sport bezeichnet werden kann. Die soll dann beim Einmarsch die deutsche Mannschaft anführen? Die Medien stellen aber genau die schillernde alte Eisschnelllauf-Oma (46) in den Mittelpunkt. Da werden Sportler und Fans hoffentlich unter  www.teamdeutschland.de  eine bessere Wahl treffen.

Beim Thema Fahnenträger/in fordert der Sport-Grantler sogar den Rücktritt von DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei einer Pechstein-Wahl. Unter www.Sport-Grantler.com heißt es "Deutsches Olympia-Team steht vor einer Blamage".

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29.01.2018

Gute Zusammenfassung der ersten Rückrundenspiele. Die Frage bleibt, warum der FCA erst immer in Halbzeit 2 beginnt, Fußball zu spielen.

Warum nimmt sich der Trainer die Schnelligkeit im Umschaltspiel, indem er auf rechts weder Heller noch Schmid spielen läßt ? Koo ist nun mal kein Rechtsaußen, genauso wie es Ji in der Vergangenheit nicht war.

Das defensive Mittelfeld ist das torungefährlichste der 1. + 2. Bundesliga. Weder Baier noch Kedhira lassen hoffen, dass sie diese Saison noch treffen. Baier nimmt sich zudem eine spieleriche Auszeit und wird auch sonst immer langsamer, beim Laufen und vor allem beim Abspiel.

Das Heimspiel gegen die Eintracht wird deshalb ein ganz schweres.

Noch müssen 12 Punkte gewonnen werden und bei dem FCA-Restprogramm sollte man eigentlich gegen Frankfurt, Stuttgart und Mainz zuhause gewinnen.

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