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08.01.2018

Rückpass zur Rückrunde: Titel, Träume, Ängste

Bundesliga-Profis loben den FCA – Start ins neue Jahr mit „Endspielen“

Hallo Fußball-Freunde,

die Winterpause war gar keine richtige Winterpause, weil die Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr Zeit raubt. Deshalb beginnt am Freitag mit dem Schlagerspiel Leverkusen – Bayern sofort wieder die Rückrunde, die am 12. Mai endet. Begleitet werden die Spiele von Träumen und Ängsten, in erster Linie geht es in der Bundesliga, im Pokal und international natürlich um die Titel. Da steht in Deutschland nur eine große Frage im Raum: Wie viele Titel holt sich der FC Bayern München?

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Da könnte der Auftakt am Freitag schon wegweisend sein, Leverkusen ist die „Mannschaft der Stunde“ und seit zwölf Spieltagen ungeschlagen. Das schafften nicht einmal die Bayern, die allerdings bei elf Punkten Vorsprung vor dem Zweiten, Schalke 04, eher auf einem sanften Ruhekissen liegen. Gewinnt allerdings Leverkusen, könnte Bayer die Verfolger noch einmal aufrütteln, gewinnen die Bayern, geben die Verfolger wohl mehr oder weniger auf. Wie die Form ist, werden wir am Freitag sehen, da geben die Tests wenige Aufschlüsse.

Aufschlüsse wird uns allerdings der erste Spieltag der Rückrunde geben und im Prinzip beginnt der Start ins neue Jahr gleich mit „Endspielen“. Ein guter Auftakt verleiht nämlich Schwung, ein schlechter lässt hadern und befeuert die Zweifel, ob die gesteckten Ziele erreicht werden können, da macht sich dann gleich wieder Angst breit. Das gilt vor allem für die Abstiegskandidaten. Schlusslicht Köln (gegen Gladbach) hofft auf ein Wunder, der Vorletzte HSV träumt von der Wiederholung des Auftaktsieges zu Beginn der Saison über den FCA, Bremen will im Heimspiel gegen Hoffenheim ein Zeichen setzen. Also: Der Start in die Rückrunde hat es gleich in sich.

In Ruhe kann der FCA auf die Rückrunde blicken – eigentlich. Rang neun mit 24 Punkten, neun Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz, gemessen am Ziel Klassenerhalt fast ein sanftes Ruhekissen wie das der Bayern. Doch Vorsicht! Es gab schon viele Mannschaften, die eine gute Vorrunde in der Rückrunde wieder verspielten. Im Vorjahr war Frankfurt zum Beispiel Sechster der Vorrunde, und Letzter (!) der Rückrunde, es blieb immerhin noch Rang zwölf. Noch krasser Hertha ein Jahr zuvor, zuerst Rang drei, in der Rückrunde gerade mal 16., da wundert man sich, dass in der Endabrechnung sogar Platz sieben heraussprang. Der FCA hat übrigens so große Unterschiede nicht zu verzeichnen, wir wissen aber auch aus der Vergangenheit, dass er in der Rückrunde schon große Aufholjagden hingelegt hat. Da gibt es also diese Hoffnung: So weitermachen wie in der Vorrunde, die Rückrunde genießen und mal schauen, was rauskommt.

Damit die gute Stimmung in Augsburg und um Augsburg herum erhalten bleibt und auch die Hochachtung der Konkurrenz wäre natürlich eine erfolgreiche Revanche gegen den HSV schon wünschenswert. Erstaunlich, welche Aufmerksamkeit der FCA und seine Stars erhalten haben. Ein gutes Beispiel dafür ist auch eine Umfrage der Fachzeitung kicker unter den Bundesliga-Profis, 219 haben anonym 20 Fragen beantwortet und unter anderem den FC Augsburg als größte Überraschung der bisherigen Saison bezeichnet (wie übrigens auch der Bayernfan, siehe Kommentar vom 26. Dezember: Der FCA ist die Überraschung der Saison).

Aber auch Spieler und Trainer ernteten Anerkennung, so taucht Coach Manuel Baum auf einem „Medaillenplatz“ bei den Gewinnern unter den Trainern auf, mit Rang drei mit 11 Prozent nach Domenico Tedesco (Schalke/48,9 %) und Jupp Heynckes (Bayern/14,6) und vor Heiko Herrlich (Leverkusen/7,8). Was die Spieler angeht, da werden zwei Augsburger bei den „Aufsteigern“ genannt, nämlich Gregoritsch hinter Bailey (Leverkusen/19,2 Prozent), Arp (HSV/14,6) und Harit (Schalke/(11,4) mit fünf Prozent auf Rang vier vor dem Vereinskollegen Philipp Max (4,1), der als Vorlagenkönig der Vorrunde sowieso im Gespräch ist und immer öfter Bundestrainer Joachim Löw ans Herz gelegt wird. Torhüter Marwin Hitz darf sich über Rang acht bei den Keepern freuen. Wenn es jetzt um die Absteiger geht, wird der FCA übrigens nicht mehr genannt, im Gegensatz zu Umfragen vor der Saison! Nach den Leistungen aber auch logisch.

Jetzt gilt es also, in Augsburg und München die Leistungen der Vorrunde zu bestätigen und die gute Laune zu erhalten. Dazu gehören bei den Bayern natürlich Titel, neben der Meisterschaft eben das Double mit dem Pokalsieg (im Viertelfinale ist der einzige Drittligist SC Paderborn der Gegner) und der Traum vom Triple wie 2013 unter Jupp Heynckes. Das Triple bleibt das große Ziel, ist aber mit vielen Fragezeichen zu versehen, wenn man die internationale Konkurrenz anschaut, die mit den Millionen nur um sich wirft. Da wäre das Halbfinale schon ein Erfolg. Bis Mitte Februar haben die Bayern Zeit, um richtig in Form zu kommen, aber langsam dürfen sie es in der Bundesliga auch nicht angehen lassen (siehe oben). Auch für den FCA gilt: Volle Konzentration vom ersten Anpfiff weg. Sonst gibt es danach einen Anpfiff anderer Art…

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