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28.05.2014

Amseln im Garten, und Ihre Feinde

Der Wachtposten des Amselhahnes

 

Die Amseln!

Zu Ihnen haben wir Gartenbesitzer ein besonderes Verhältnis. Erfreuen sie uns doch tagein, tagaus mit Ihrem melodischen Gesang und ihrem besonderen Gebaren. Waren sie früher Zugvögel, haben sie seit vielen Jahren in unseren Gärten ihre Heimat gefunden. Sie haben vor dem Mensch ihre Scheu verloren. Sie gehören fast zu den Haustieren, wie Hund und Katze. Bei den Beobachtungen der Vögel im Garten fällt auf, dass die Amsel, hat sie mal einen Garten gewählt, diesen gegen Amselrivalen bis aufs Äußerste als ihr eigenes Revier verteidigen. In jedem Garten hält sich nur ein Amselpaar. In diesem, ihrem Revier konnten Sie früher ohne gößere Verluste ihre Brut heranziehen.

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Dieser Zustand hat sich seit einigen Jahren gravierend geändert. Die Presse veröffentlicht immer häufiger, dass sich die Population der Amsel extrem verringert. Es wird über die Ursache gerätselt. Da ist von Krankheiten und vielen anderen Möglichkeiten die Rede. Meine  Beobachtungen führen zu folgender Erkenntnis. Waren früher die Feinde der Amselbrut die Katze vom Nachbar, Eichhörnchen und eventuell Greifvögel ihre Feinde, haben sie sich  um einen weiteren erhöht! Es sind die Elstern, die sich als neuer Feind herausgestellt haben. Fast in jedem Ortsteil gibt es im Frühjahr ein bis zwei Nester der Elstern, die für die Aufzucht ihrer Brut die Nester aller im Freien nistenden Vögel ausrauben! Sie lauern sogar vor den Nistkästen im Garten, um durch das Loch  die neugierige Brut zu erreichen. Die Elsternbrut wird fast ausschlieslich mit Fleisch gefüttert. In meinem Garten hat das Amselpaar dieses Jahr bereits dreimal ohne Erfolg versucht ihren Nachwuchs aufzuziehen. Einmal war es das Gelege, zweimal die Brut, die von der Elster zur Aufzucht ihrer Jungen, aus dem Nest geraubt wurden! Da tut einem vorallem das Amselweibchen leid, dass unermütlich ist, beim Nestbau, nisten und füttern der Brut! Die Arbeit des Amselmännchen beschränkt sich dabei um die Suche des Nistplatzes, der Fütterung und die Bewachung des Revieres. Die übrige Zeit verbringt es damit ein Liedchen nach dem anderen zu trällern.

In den letzten Jahren haben die Elstern, wohl auf die Veränderung ihrer eigentlichen Heimat, der freien Natur, ihre Gewohnheiten verändert und die Aufzucht ihrer Brut in die Gärten der Orte verlegt. Büsche, Sträucher und Bäume, die Nistplätze der Elster, sind in der Feldlandschaft verschwunden. Der enorme Einsatz von Pestiziden und die ständige Bekämpfung der Nager durch die Landwirtschaft, hat den Futterbestand stark reduziert. So ist es kein Wunder, dass sich diese Vögel eine neue Heimat innerhalb der Ortschaft gesucht haben.

Was können wir tun, um diese Räuber von unseren Gärten fernzuhalten? Ich versuche es mit lautem Klatschen mit den Händen, wenn die Elstern die Bäume in meinem Garten anfliegen. Damit konnte ich sie bisher öfters vertreiben!

Klatschen wir also alle in die Hände, um unseren Freunden, den Amseln zu helfen, damit sie uns weiter erfreuen können.

 

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