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Biala

01.09.2014

Wasserkunst Zülz, Oberschlesien

EineWasserkunst ist ein System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser! (Wikipedia)

Zülz, heute Biala, das kleine ca. 2500 Einwohner zählende, historische Städtchen in Oberschlesien, gehört neben der Alten Wasserkunst Bautzen, der Landauer Wasserkunst, Brunnen in Leipzig, Waserkunst Wismar sowie der Lübecker Wasserkunst, um nur einige zu nennen, zu den Städten in denen bis heute die Wasserkunst erhalten ist!

Um 1600 begann man man in der Stadt Zülz darüber nachzudenken, wie die wichtige Wasserversorgung der Bürger innerhalb der historischen Stadtmauer verbessert werden könnte? Finanziell gab es keine Probleme. Die Stadt lebte hauptsächlich vom regen Handel. Zu dieser Zeit lebten viele Juden in der Stadt, Neben Glogau, war Zülz die einzige Stadt in Oberschlesien, die den Juden Einlass gewährte, sodass sich viele jüdische Bürger in der Stadt niederließen. Den Höchststand an Juden erreichte die Stadt 1782. Damals lebten 967 Christen und 1061 Juden in der Stadt! Deswegen erhielt Zülz den Beinamen "Judenzülz" lt. Wikipedia, "Stadt der Gerechten, häbräisch Makom Zadig".

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Da die Stadt auf einem Hügel liegt, stellte sich die Frage, wie transportiert man Wasser nach oben? Es waren findige Köpfe gefragt. Um das Wasser in die höhergelegene Stadt zu befördern, bediente man sich der Wasserkunst.! An dem tiefergelegenen Bach, der von einer Quelle gespeist wurde, erbaute man einen Turm. Er musste höher sein, wie die Straßen am Ring, dem Zentrum der Stadt. Über ein durch den Bachlauf angetriebenes Schaufelrad, wurde das Wasser in Eimer, welche an einem Flaschenzug ähnlichen Transportband befestigt waren, in ein im obersten Bereich des Turmes befindlichen Speicherbecken befördert, von da wurde es, wie zu dieser Zeit üblich, über ein Rohrsystem, die Rohre waren meist aus Holz gefertigt, in einen Brunnen auf den Ring der Stadt, transportiert. Später wurde durch ein neues Rohrsystem das Wasser direkt zu den Häuserreihen befördert.

Mit dieser Technik wurde den Bürgern das dringend benötigte Wasser. näher gebracht. Man brauchte nicht mehr mit Gefäßen zum Fluss um es da zu schöpfen.

Somit war die Wasserkunst ein Segen für die Bewohner der Stadt Zülz!

Heinz Barisch

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