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18.02.2015

Es wäre gut zu wissen

Fragen über Fragen. Am besten wäre es, Eltern wüssten alles. Zum Beispiel eine Antwort auf diese Frage: „Können Pinguine schwitzen?“ Mama und Papa müssen dem achtjährigen Sprössling eine Antwort schuldig bleiben. Nicht zum ersten Mal. Bleibt die Frage: Wie kommt man nur auf so was?
Was der Nachwuchs wissen will, variiert, ebenso der Schwierigkeitsgrad. Sicher ist nur, dass jeden Tag mindestens einmal diese Frage kommt: „Was gibt’s zum Essen?“ Die Antwort fällt vergleichsweise leicht, wobei die Erfahrung gelehrt hat: Grünes, Rotes, Oranges, eben alles, was sich Gemüse nennt, wird zuletzt genannt.
Schwerer wird’s bei weltanschaulichen Themen. „Warum ist Pegida eigentlich so schlimm?“, will der Zehnjährige wissen. Eine Antwort ist trotzdem gut möglich, wenn man die eigene Weltanschauung wiedergibt.
Doch was soll man sagen, wenn der Sohn wissen will: „Wie funktioniert eigentlich die Kernspaltung?“ Vor allem, wenn einem Physik schon in der Schule ein Gräuel war? Schließlich wären da noch Fragen, die man ebenso wenig gern beantwortet, bei denen man aber nicht so einfach eine Antwort schuldig bleiben kann – jene der Kategorie „Was ist ein Verhüterli?“ Nicht zuletzt bleiben die rein nervtötenden Fragen übrig. „Warum muss ich jetzt schon aufstehen?“ heißt es am Morgen, wahlweise „Warum muss ich jetzt schon ins Bett gehen?“ am Abend. Oft möchte man seufzend abwinken: „Ach, was weiß ich.“
Und ganz grundsätzlich erkennen Eltern immer wieder, dass der Philosoph recht hatte, der da gesagt hat: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Bloß – wie sagt man das seinen Kindern?

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