1. Startseite
  2. Community
  3. Leserblogs
  4. Die Bundesliga im Rückspiegel

Paule24

15.05.2018

Die Bundesliga im Rückspiegel

Paule24 und sein Blick auf den FC Augsburg

Die 55. Bundesligasaison ist Geschichte, am Ende war's, was den Titel anbelangt, gähn, wie immer, die Bayern sackten ihren 28. Titel ein, der Rest stand Spalier.

Dabei sah es anfangs gar nicht nach einem Spaziergang aus, aber so kometenhaft SchwarzGelb startete, so nachhaltig war ihr anschließender Absturz deren Höhepunkt in der Königsklasse statt fand, Spiele gegen Nikosia der Tiefpunkt. Die Vorstellungen in der Euro League gegen das RB-Ersatzteillager aus Salzburg machte deutlich, dass dieser Kader nicht für höhere Aufgaben aufgestellt wurde. Der in Köln geschasste Stöger stellte als Nothelfer, auch wenns zum Schluß an der Abrisskante entlang ging, zumindest in der Liga das leckgeschlagene BVB-Schiff wieder in den Wind. Rang 4 brachte ihm wieder ne positive Reputation, der Borussia den CL-Startplatz.

Die Schalker durften in der WWK Arena die Vize-Meisterschaft einfahren, S04 gewann nie höher als mit 2 Toren Unterschied, dennoch 23 Spieltage auf einem CL-Rang, das klingt nach Konstanz. Mit der Einkaufstasche war der Klub bereits unterwegs um für höhere Aufgaben gerüstet zu sein, Uth, und Sane sind bereits unter Vertrag.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Bullen aus Leipzig mussten eines erkennen, trotz reichlich Dosenpfand war die Königsklasse doch eine Nummer zu groß für sie. Die Dreifachbelastung führte dann auch zu schwächeren Auftritten im Liga-Alltag, am Ende gabs schon lange Gesichter, nur Platz 6, das entsprach nicht ganz der Rangnickschen Vorstellung. Hat das Konsequenzen für Trainer Hasenhüttl? Ich denke die gibt es nicht, denn einer jungen Mannschaft muss so eine Saisonverlauf zugestanden werden.

Die Europa League-Vertreter heißen Leipzig und Leverkusen. Man kann davon ausgehen das diese beiden die Bundesliga wieder besser vertreten werden. Die Verlierer der Saison heißen Gladbach und “Frankfurt“, die Adler mit finalem Plattfuß. Zu den Mittelbänklern gehörten, Berlin, Hannover, Bremen und der FC Augsburg die gelegentlich nach oben schielten, mit dem Abstieg hatte man nichts am Hut. Lösen aus der Abstiegszentrifuge konnte sich Mainz und Freiburg, die Wölfe verhinderten auf der letzten Rille den Totalabsturz. Jetzt dürfen die bestbezahlten VW-Kicker erneut beweisen dass sie besser als ein Zweitligist sind, viel Vergnügen. Die Geißböcke hatten bereits in der Hinrunde beschlossen lieber in der 2. Liga weiterzuspielen. Köln wird trotzdem an jedem Bundesliga-Spieltag im Gespräch bleiben, der Video-Bunker ist dort fest installiert. Der Dino strampelte ebenfalls vergeblich in der Lacki-Louser-Runde. Am 34. Spieltag war es in Stein gemeiselt, 55 Jahre sind genug, Tilmann schick den Sensenmann. Ach ja die Raute, wie ham se das nur geschafft, tja, man muss nur jahrelang mit großer Leidenschaft darauf hinarbeiten.

Zum Trainer der Rückrunde küre ich VfB Trainer Korkut, der seine Spätzle so richtig aufkochte. Ein Tayfun blies durchs Ländle, dabei waren seine Referenzen nicht gerade der Brüller; auch vom frostigen Empfang der Fans blieb er unbeeindruckt. Korkut nahm Maß und setzte eine Duftmarke die den VfB sogar noch die Qualifikation für die Euro League einbringen kann, nämlich dann, wenn der Meister im Pokal meisterlich aufspielt. 31 Punkte wurden eingefahren, nur eine Niederlage kassiert, damit hat er den VfB von Rang 14 auf Platz 7 im Endklassement geführt. Den Party-Crasher haben's auch drauf, frag mal die Bayern.

So schaut's aus in der Puppenkiste: Der FC Augsburg hat in seiner 7. Bundesliga-Saison eine gute Rolle gespielt, bei vielen Experten wurden unsere Puppenkistler ja per se als Absteiger gehandelt. Nach der Ouvertüre wäre man geneigt gewesen, denen beizupflichten, aber dann trat der FCA das Gaspedal durch und nach Abschluss einer fast perfekt gespielten Hinrunde zählte unser Team zu den Euro League Anwärtern, vier Punkte Rückstand nur auf einen CL-Platz . Die Puppenkistler profitierten von einer guten Vorbereitung und dem Glück das man ohne Verletzte durch die Hinrunde kam. Nach der zu kurzen Winterpause kam die Verletzungsmisere. Es erwischte Leistungsträger, jetzt zeigte sich, es fehlte an Qualität im Kader diese Positionen gleichwertig zu ersetzen. Die Improvisationsstrecke war für Trainer Manuel Baum zu lange, vor allem der Ausfall im Sturmzentrum und in der Innenverteidigung war nicht zu kitten, der Komplettausfall auf der RV-Position tat sein übriges. Das war auch der Grund weshalb der FCA mehrere Zündaussetzer zu verbuchen hatte, Trainer Baum musste schon auf Spieler der U23 zurückgreifen. Das er mit diesem Kader, den Ausfällen in der Rückrunde den FCA trotz aller Widrigkeiten frühzeitig in ruhige Gewässer geführt hat, das heißt in der Wertigkeit 50+1. Trainer Manuel Baum ist für mich derjenige dem das meiste Lob zusteht.

Jetzt heißt es die Lehren aus dieser Saison zu ziehen, dazu gehört, z.B. “ der Alten Dame nicht über die Straße helfen“. Auf ein Neues !

Spieler der Saison: Marwin Hitz und Jeffrey Gouweleeuw. Mit Finnbogason (12) und dem Gregerl (13) zwei in der Top Ten der Torschützenliste der Bundesliga.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20dpa_5F9892002012077A.tif
Bundesliga

Auf den Boden der Tatsachen

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen