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15.06.2009

Transzendentes Schaukeln bis zur Übelkeit

Es war ein Urlaub des Sehens und der Seen. Ostsee, Nordsee und Gardasee – Landsberger Pflanze hat so viel Schönes gesehen, dass sie selbst nachts am liebsten die Augen offen gelassen hätte. Aber das schaffte sie nicht. Ein kleiner Urlaubs-Moment hat sich besonders in ihrem Gedächtnis festgesetzt: Landsberger Pflanze läuft den endlosen Strand in St. Peter Ording entlang. Bessere Hälfte ist noch beim Surfen, die Sonne geht allmählich hinter dem Meer unter. Da entdeckt sie am Strand eine Schaukel. Sieht auch stabil genug aus. Landsberger Pflanze schwingt ihren Hintern darauf und beginnt zu schaukeln. Ihre Hände greifen fest um die kühlen Eisenketten. Sie holt mit den Beinen Schwung. Und schaukelt. Sie legt sich beim Zurückschwingen nach hinten und ihren Kopf weit in den Nacken. Sie schaukelt in den Himmel, fliegt der untergehenden Sonne entgegen. Immer wieder. Dieser Augenblick soll nie enden. Er ist eine Mixtur aus vergangener Kindheit, Tagtraum und grenzenloser Freiheit. In diesem Moment lässt sie von der Welt los. In dem Zustand des transzendenten Schaukelns wird Landsberger Pflanze plötzlich speiübel. So ganz unmetaphysisch. Bier und Pommes haben die ganze Zeit im Magen schön mitgeschwappt. Jetzt melden sie Anspruch, auch den Sonnenuntergang von draußen zu sehen. Landsberger Pflanze bricht das Schaukeln rasch ab und setzt sich mal lieber ruhig in einen Strandkorb. Wie es sich für Ü30 gehört. Trotzdem war es unglaublich schön.

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