18.06.2009

Wenn das eigene Mundwerk teuer wird

Manchmal hat Landsberger Pflanze eine große Klappe. Arg schnell haben dann Sätze ihr übermütiges Mundwerk verlassen. Unwiderruflich. Das kam sie unlängst ziemlich teuer. Landsberger Pflanze und Bessere Hälfte sitzen in Italien im Restaurant. Beim Italiener. Die Teller sind leergeputzt, die Espressi ausgenippt – sie würden gerne zahlen. Also, eigentlich sind sie mit allem fertig. Signor? Der Signor flitzt. An ihrem Tisch vorbei. Äh – scusi - Signor!? Nix scusi – der Ober mit schwarzem Schnauzbart und Fliege hat wichtigere Aufträge. Weil Bessere Hälfte und Landsberger Pflanze nicht wie Loriot enden wollen, fangen sie halt an zu basteln. Mit den Papieruntersetzern. Sie falten ein Hütchen und ein Schiffchen und eine Himmel-und-Hölle-Figur. Pflanze, immer mit Stift in ihrer Handtasche unterwegs (diesen ausnahmsweise griffsicher sofort gefunden!) malt der Papierfigur Glupsch-Augen und Zähne. „Beißer“ ist geboren. Bessere Hälfte, sich auch für nichts zu blöd, bewegt mit seiner Hand Beißers Maul und spricht dazu synchron so lange Quatsch bis Pflanze weinen muss. Vor Lachen. In dieser Situation des Übermuts wettet Pflanze mit Besserer Hälfte, dass er sich nicht traut, die Papierfigur dem Kellner vors Gesicht zu halten und die Figur die Rechnung verlangen lässt. Wenn doch, zahlt sie den restlichen Urlaub jedes Abendessen. Ab da zahlte Pflanze jedes Abendessen.

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