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27.11.2012

Der erste Streich: Vanillekipferl

Mehl – hab ich, Butter – ja der ist aus dem Kühlschrank, Mandeln - Mist, wo sind die Mandeln? Hektisch krame ich in meinem Einkaufskorb…. Ich werde doch die Mandeln nicht vergessen haben??? Puh, nein, ganz ganz unten, da sind sie. Denn so paradox das auch klingen mag – ohne Mandeln keine Vanillekipferl. Und das sind die ersten Plätzchen, die ich in meinem kleinen Backmarathon dieses Weihnachten machen möchte. Klein – nun, ich habe mir erst einmal fünf Sorten vorgenommen. Gut, das wird einer meiner Kolleginnen nur ein müdes Lächeln abringen – sie hat jetzt schon bestimmt rund 20 fertig. Aber für mich, eher Handwerkerin als Künstlerin, eher Anfängerin als Fortgeschrittene, ist das schon eine ganze Menge.

Damit auch wirklich nichts schief geht, habe ich mir Expertenrat geholt. Monika Müller ist die Ermährungsexpertin des Bayerischen Bauernverbandes in Dillingen. Sie ist gebürtige Österreicherin, betreibt im Sommer einen Biergarten – und ist ein Genie in Sachen Backen. Wer einmal ihre Torten probiert hat …. Monika Müller hat mir ihr Rezept für Vanillekipferl verraten. Und die erste Erkenntnis: Man nehme KEIN Ei, sonst werden die Kipferl schnell batzig und brechen. Das kenne ich aus meinen früheren Versuchen – meist gab es keine Vanillehörnchen sondern eher Vanillebröckchen.

Dann legen wir mal los: 250 Gramm Mehl, 150 Gramm nicht zu warme Butter (Margarine schmeckt nicht so gut), 80 Gramm Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, 60 Gramm Mandeln. Alles in die Küchenmaschine – ja, ich bin faul. Die erledigt mit ihrem Knethaken schon einmal den ersten Teil der Arbeit. Doch irgendwie sieht das alles noch sehr bröselig aus. Stimmt, ich habe auch den Amaretto vergessen. Ein Esslöffel, rät Monika Müller. Irgendwie immer noch alles ziemlich bröselig. Da hilft nur Handarbeit, denke ich mir. Ich packe alles auf die Arbeitsfläche, knete. Doch das wird nicht so recht, es ist immer noch mehr Brösel als Teig. Also zurück in die Maschine, noch ein bisschen Amaretto – der Alkohol verflüchtigt sich beim Backen, sagt Monika Müller. Jetzt wird das Ganze. Und wie gut das riecht….. Ich muss probieren. Mhhh, der Teig ist schon ohne Backen lecker…. Er muss jetzt übrigens erstmal in den Kühlschrank, ruhen.

Ich gönne dem Teig eine ganze Nacht in der Kühle, mache erst am nächsten Tag weiter. Das Formen ist relativ einfach, immer ein bisschen Teig zwischen den Händen rollen, ein Hörnchen draus machen, aufs Backblech setzen. Dann ab in den Ofen, bei 180 Grad. Eigentlich sollten die Kipferl da 15 Minuten drin bleiben, doch mein Ofen scheint gerade eine Sonderschicht einzulegen. Nach knapp zehn Minuten werden die Spitzchen schon braun und ich hole die Kipferl heraus. Monika Müllers Tipp: Jetzt gleich ein Gemisch aus Zucker und Vanille über die Plätzchen streuen, nicht darin wenden. Klappt hervorragend. Und die ersten Vanillekipferl schaffen es leider nicht in die Vorratsdose – lecker!

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