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12.05.2011

„Zu viel ist nicht genug“ - Karl Lagerfelds neuester Streich für Chanel

dpa

Kaiser Karl (Lagerfeld) hat es wieder mal geschafft: Kaum lässt er die Puppen, pardon... Models, tanzen, schon hüpfen die Herzen seiner Kundinnen in der Brust und die Finger der Moderedakteurinnen über die Tastatur. Lagerfeld wäre schließlich nicht Lagerfeld, würde er nicht für Chanel jedes Mal aufs neue ein Ass aus dem Ärmel ziehen. Und was für ein Ass!

"Zu viel ist nicht genug" - Im wahrsten Sinne des Wortes

Die Zutaten seiner neuesten Modeschau? Man nehme die derzeit angesagtesten Topmodels, garniere die Schau mit dem im Moment exklusivsten und populärsten Ort, füge eine Prise Diamanten und kostbarste Stoffe hinzu, lasse prominente Gäste einfliegen und stelle das ganze passenderweise unter das Motto „Zu viel ist nicht genug“. Und all das ist auch noch nicht genug: Bei der aktuellen Kollektion handelt es sich um eine Cruise Collection. Die wiederum ist quasi eine Zwischenkollektion zwischen Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter und extra für gut betuchte Jet-Set-Ladies bestimmt – haben die Damen ja im Winter keine aktuelle Sommermode, wenn sie auf ihren Jachten in die Tropen flüchten. Für diese Fälle wird eben eine Cruise - zu deutsch „Kreuzfahrt“ - Collection von den exklusivsten Modehäusern weltweit präsentiert.

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Vom Besten das Beste

Vor den Augen von Prinzessin Caroline von Hannover, Johnny Depp, Vanessa Paradis und Rachel Bilson schwebten Models wie Stella Tennant und Karolina Kurkova in den aktuellsten Chanel-Kreationen über den Laufsteg. Der war an dem Hotel du Cap Eden Roc an der Côte d'Azur aufgebaut. Also nicht nur an einem der teuersten und luxuriösesten Hotels, sondern auch noch dort, wo im Moment die Filmfestspiele von Cannes die Augen der Weltpresse auf sich ruhen lassen.

Die Kollektion: Raffinierte Klassiker und Überraschungseffekte

Broschen, Juwelen und Perlen veredelten dabei die Kollektion, die an Vielfältigkeit und Größe kaum zu übertreffen ist. So besann sich Karl Lagerfeld auf die Basis der typischen Chanel-Entwürfe: viel Schwarz-Weiß, Etuikleider, Tweed und leichte Anleihen an die 20er. Zwischen all die klassischen und raffinierten Teile mogelten sich wahre Überraschungseffekte durch Transparenz, Flip-Flop-artige Stiefeletten und bombige Farben wie Knallgelb und Violett. Zart fließende Kleider, elegante Kostüme und freche Badeanzüge zeigten wieder einmal: Die Kreativität des Modedesigners ist schier unerschöpflich – und dabei schafft er es doch, bei aller Vielfalt den typischen Chanel-Stil in jedem einzelnen Entwurf aufflammen zu lassen.

Die gesamte Schau ist ein einziges Schwelgen in Opulenz und Dekadenz – mit ironischem Augenzwinkern, wenn Karl Lagerfelds Muse und Lieblings-Model, der junge Baptiste Giabiconi, mit weißem Turban, garniert mit einer Brosche aus Diamanten, läuft. Doch Bescheidenheit war noch nie eine Stärke von Karl Lagerfeld. Und als der Beste seines Fachs hat er die auch wahrlich nicht nötig.

Bilder von der glamourösen Modenschau gibt es in der BILDERGALERIE

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