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18.11.2010

Neues aus Bullerbü :-)

Da vergangene Woche wenig passiert ist, gibt es heute nur ein paar kurze Worte zu einigen bunt zusammengewürfelten Themen: Nachdem Falun letzte Woche wie berichtet wunderschön verschneit war, hielt das Vergnügen leider nur wenige Tage an. Es hat dann wieder ordentlich getaut, mit dem Ergebnis, dass alles einfach nur mit Schneematsch bedeckt war. Eine erste Probe für unsere Winterstiefel also! ;-) Aber auch das hielt nicht lang, und seit zwei Tagen ist hier alles wieder schön weiß. Mit dem Schneeräumen scheinen es die Schweden allerdings nicht so genau zu nehmen wie die Deutschen, zumindest was die Fußwege angeht. Die Straßen sind hier zwar halbwegs frei, aber auf dem Gehsteig liegt der Schnee meistens ziemlich hoch, sodass wir auf der Straße zur Uni laufen. Mit dem Ergebnis, dass man alle paar Minuten angehupt wird! Vielleicht sollte das mal überdacht werden… :D Gestern habe ich mir ein Innebandy-Spiel angesehen. Innebandy, auch Floorball genannt, ist eine der populärsten Sportarten in Schweden. Es hat große Ähnlichkeit zu Hockey (nicht EIShockey!), man spielt es in der Halle und mit einem Plastikball. Die Männermannschaft des Innebandy-Vereins in Falun spielt in der höchsten schwedischen Liga, der Superliga, und dementsprechend beeindruckend war das Spiel – meiner Meinung nach – auch. Erfreulich war, dass Falun das Spiel gewonnen hat. Was an dieser Stelle einmal erwähnt werden muss, da es in meinen Augen auch die Mentalität der Schweden prägt: Ihr Verhältnis zu Alkohol. Den Anlass, warum ich jetzt davon schreibe, gab mir meine Schwedisch-Lehrerin. Zunächst muss man etwas wissen, was uns Deutschen wohl ein bisschen merkwürdig vorkommen mag: Man kann sich in Schweden nicht mal eben eine Flasche Wein im Supermarkt mitnehmen, denn dort gibt es (mit Ausnahme von Leicht-Bier) überhaupt keinen Alkohol. Dieser wird lediglich in einem speziellen Geschäft mit dem Namen „Systembolaget“ verkauft. Um Alkohol kaufen zu können, muss man mindestens 20 Jahre alt sein, und selbst wenn eine Person (z.B. ein Freund) beim Kauf nur daneben steht, muss diese ihren Ausweis auch vorzeigen. Ist sie zu jung, bekommt der Käufer nichts, auch wenn er selbst alt genug ist. Laut meiner Lehrerin kommt das daher, dass es in Schweden vor ein paar Jahrzehnten massive Probleme mit Alkoholismus gegeben habe. Sie erzählte weiter, dass viele Schweden wohl eine Art Beklemmung gegenüber Alkohol hegen. Sie zum Beispiel fühle sich unwohl, in Gegenwart jüngerer Menschen mit einer Flasche Wein gesehen zu werden, und sie würde NIEMALS eine Plastiktüte aus dem Systembolaget benutzen, um beispielsweise Bücher in die Arbeit zu transportieren. Sie habe jedoch auch das Gefühl, dass dieses Unbehagen in den jüngeren Generationen immer weniger wird. Ich habe – schweren Herzens! – mein Wohnheimzimmer hier gekündigt! Der Countdown läuft also, gerade mal gut einen Monat werde ich noch hier bleiben. Das löst bei mir gemischte Gefühle aus, denn obwohl ich mich sehr auf Zuhause, meine Familie und meine Freunde freue, war und ist die Zeit hier einfach wunderschön. Kommendes Wochenende mache ich einen Trip nach Stockholm, von dort aus mit dem Schiff nach Helsinki und wieder zurück nach Stockholm. Es war nicht einfach, das zu organisieren, da nach und nach immer mehr Leute mitfahren wollten, aber wir haben es irgendwie geschafft und ich freue mich sehr auf die Fahrt. Und danach habe ich auch wieder etwas mehr zu berichten… ;-) Anmerkungen zu den Bildern: Diesmal gibt's ein paar Schnee-Impressionen! :-)

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