Newsticker

Bleiben Genese längere Zeit immun? Studie dämpft Hoffnungen - auch auf einen guten Impfstoff
  1. Startseite
  2. Community
  3. Leserblogs
  4. Spickelreporter
  5. Lieber Herr Sarrazin, der Spickel schafft sich nicht ab!

06.09.2010

Lieber Herr Sarrazin, der Spickel schafft sich nicht ab!

Lieber Herr Sarrazin, eigentlich ist ja schon alles gesagt und geschrieben. Ihr Buch „Deutschland schafft sich ab“ verkauft sich [URL="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,715728,00.html"]dank der Debatte[/URL] prächtig. Der Spickelreporter ist mit diesem offenen Brief also etwas spät dran. Er will auch weder Ihre aufrüttelnden Thesen diskutieren, noch Ihre Gene untersuchen. Der Spickelreporter möchte Ihnen nur etwas vortragen: seine Beobachtungen aus der Augsburger Provinz. Denn in der Fuggerstadt gibt es einen schönen Stadtteil, den Spickel. Dort ist es sehr grün. Wir haben einen Wald, einen Zoo und einen Botanischen Garten. Bei uns leben Eingeborene und auch Menschen mit Migrationshintergrund friedlich zusammen. Der Spickelreporter möchte Ihnen daher auch für die Zukunft versichern: Der Spickel schafft sich nicht ab. Warum auch? Denn bei uns sind die meisten Menschen lebensfroh und tatendurstig. Egal welcher Herkunft wir sind. Vielleicht liegt das an der guten Waldluft. Aber vor allem sind wir zunächst alle Spickler. Vor ein paar Tagen hat der Spickelreporter über [URL="http://www.community.augsburger-allgemeine.de/forum/blogs/spickelreporter/4071-wie-bruce-lee-und-hop-sing-den-spickel-erobern.html"]unsere Asiaten[/URL] berichtet. Es gibt im Spickel ein neues Taekwondo-Center und bald auch ein asiatisch-mongolisches Restaurant. Natürlich haben wir auch einen Italiener, der kocht im [URL="http://www.community.augsburger-allgemeine.de/forum/blogs/spickelreporter/807-spickelreporter-testet-das-spickler-zebra.html"]Restaurant „Zebra“ [/URL]leckere Nudeln. Auch unsere Eingeborenen sind fleißig. Sie pflegen die deutsche Kultur. An der Hofrat-Röhrer-Straße steht neuerdings ein norddeutscher Leuchtturm [URL="http://www.community.augsburger-allgemeine.de/forum/blog_attachment.php?attachmentid=2902&stc=1&d=1283774408"](Bild),[/URL] der soll den Menschen den Weg in das Lokal „Gestrandet“ zeigen. Und heute hat in der Elsenbornstraße der urbayerische Herr Schnerr seinen Tante-Emma-Laden wiedereröffnet. Der nennt sich nun nicht mehr Nahkauf. Er heißt „mein Kauftreff Ums Eck“ [URL="http://www.community.augsburger-allgemeine.de/forum/blog_attachment.php?attachmentid=2903&stc=1&d=1283774408"](Bild).[/URL] Zur Eröffnung schenkte der Herr Schnerr spanischen Sekt aus. Den genoss der Kroate aus dem Sozialbau nebenan gemeinsam mit der deutschen Rentnerin aus dem kleinen Häuschen mit Garten. Der Viel-Nationen-Spickel freut sich einfach, dass es bei uns so schön ist und wir alle Lust am Leben haben. Also, lieber Herr Sarrazin, sehen Sie nicht zu schwarz. Es gibt auch Gegenden, wo die Integration funktioniert. Und wenn Sie nun wegen Ihrer Provokationen den Job bei der Bundesbank verlieren, dann verlegen Sie doch einfach Ihren Alters-Wohnsitz in den Augsburger Spickel. Dann könnten Sie teilhaben an unserer multikulturellen Lebensfreude. Die Tantiemen aus dem Buchverkauf sollten ja ausreichen für ein kleines Häuschen. Mit den besten Grüßen, Ihr Spickelreporter

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren