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16.06.2010

Tag 10 Erstes Spiel der Deutschen

Wir hatten uns mal sauber getäuscht. Von wegen es sind kaum Deutsche da. Die hatten sich wahrscheinlich gestern schön brav auskuriert um für das heutige Spiel fit zu sein. Und genau das war auch unser Plan. Nachmittags gingen wir noch mal an den Strand und kuckten gechillt das Spiel Algerien vs. Slowenien. Wesentlich interessanter als das Spiel war das ZDF Team, das versuchte unter den vielen Leuten ein paar gute Aufnahmen fürs Fernsehen zu machen. Dabei lief der Moderator durch die Menge und interviewte direkt neben uns ein paar Deutsche. Nach dem dritten gescheiterten Anlauf setzte sich das gesamte Team erstmal in den Sand um bei einer Zigarettenpause noch mal den Ablauf durchzugehen. Nach ein viertel Stunde wollten sie wieder loslegen. Dummerweise war genau zu diesem Zeitpunkt das Spiel zu Ende und alle Leute verließen den Strand. Wir gingen ebenfalls und beim weglaufen hörten wir noch ein lautes „Mist“ vom frustrierten Reporter. Der hätte einfach mal gleich die richtigen Leute interviewen sollen!! Aber wir hatten jetzt keine Zeit mehr denn wir mussten uns ja schließlich ordnungsgemäß aufs Schlandspiel vorbereiten. Die heutige Kleiderordnung: Schlandtrikot, Schlandkopfbedeckung, Lederhose und Schlandfahne. Komplet „auf-uniformiert marschierten wir schon drei Stunden vor dem Spiel zum Moses Mahbida Stadion in Durban. Auf dem Weg dort hin mussten wir schon für einige Fotoaufnahmen Model stehen. Scheinbar kam die Lederhosenkombo sehr gut an. Vor dem Stadion gaben wir unser erstes Fernsehinterview bei einem australischen Sportsender. Erich dachte fälschlicherweise es handle sich um eine Kochsendung und wollte gleich ein paar Gourmet-Tipps vom Stapel lassen. Die erste Halbzeit war klasse. Die Deutschen spielten einen attraktiven Fußball. Mit zwei zu null gingen wir erfreut in die Halbzeitpause. Während sich Richi gerade mit einem Engländer unterhielt (der lobte übrigens den deutschen Fußballstil) marschierte Franz Beckenbauer mit einem Sicherheitsbeamten vorbei, dicht verfolgt von Schölli der versuchte mit seiner Spiegelreflexkamera noch ein schönes Bild zu erhaschen. Wow auch nicht schlecht den Kaiser mal aus nächster Nähe zu sehen. Die zweite Halbzeit wurde noch besser. Wir konnten uns kaum mehr auf den sehr eng gebauten Stadionsitzen halten als noch mal zwei Tore fielen. Der Südafrikaner neben uns meinte nur: It was a hinding! Das heißt: wenn man mal so richtig von der Mama den Arsch versohlt bekommt! Das machten die Deutschen an diesem Abend mit den Aussies. Nach dem Spiel verließen die Besucher außerordentlich schnell das Stadion. Wir blieben aber noch um die tolle Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Der Nachhauseweg zog sich dann aufgrund unzähliger Fototermine und einem Interviev fürs südafrikanische Fernsehen noch etwas hin. Anschließend machten wir uns zur Siegesfeier auf. Einen besseren Auftakt kann man sich eigentlich nicht vorstellen.

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