09.06.2010

Tag 5 mit Tücken

Der Tag fing relativ gut an. Wir hatten uns gerade von Christa, der deutschstämmigen Hausherrin unserer Pension verabschiedet, da klingelte das Telefon. Erich teilte uns wohl gelaunt mit, dass nun auch Team B in Johannesburg angekommen ist, unverletzt aber etwas müde. Es waren wohl schon jede Menge Fans im Flieger mit denen bereits das ein oder andere Bier getrunken wurde. Also machten wir uns auf den Weg nach Johannesburg. Doch schon bereits nach 30 km hatte unsere Reise vorzeitig ein Ende. Beim Versuch das Stadion in George (Japan gastiert dort) zu fotografieren wurden wir im Kreisverkehr von einem älteren Mercedes, der von einer noch älteren Dame gefahren wurde, gerammt. Wir staunten nicht schlecht als bereits 30 Sekunden später zwei Streifenwagen und ein Motorrad der südafrikanischen Polizei vor Ort waren. Die nächste Stunde verbrachten wir auf der örtlichen Polizeistation! Da wir hier schon Erfahrungswerte in Sachen Umfallabwicklung hatten (letzter Urlaub in Venezuela), meisterten wir die Angelegenheit routiniert, trotz des nicht vorhandenen internationalen Führerscheins ;) Jetzt galt es natürlich die verlorenen Stunde wieder aufzuholen. Zum Glück haben wir ein Navi mit Blitzwarnsystem  Planmäßiger Halt um 14:30 an den Cango Caves in Oudshoorn. Für ca. 6 Euro machten wir dort einen klasse Rundgang durch die uralte Tropfsteinhöhle. Im ersten Bereich der Höhle wurden früher einige klassische Konzerte abgehalten, weil dort die Akustik sehr gut ist. Die Führerin fragte uns ob wir nicht gern ein Lied singen möchten. In weißer Voraussicht lehnten wir danken ab, schließlich wollten wir ja nicht dass die Stallagmiten von der Decke krachen. Nach Beendeten Rundgang nahmen wir die sympatische Führerin mit einer Kollegin mit nach Oudshoorn und setzten sie in einem örtlichen Lokal ab. Auch hier in Afrika wird gern eine „Feierabendhalbe“ gezwitschert. Nach einem kurzen Umweg (-1 Std.) gings weiter auf dem Highway N1 nach Joburg. Navigator Richi hatte leider statt Bloemfontein Blomfontein ins Navi getippt. Und das liegt genau in der anderen Richtung. In Beaufort West dann die nächste Verzögerung. Drei schwerbewaffnete (Maschinenpistolen) Polizisten haben uns zur Routinekonrolle aufgehalten. Nachdem klar war, dass wir Deutschlandfans auf dem Weg zum Eröffnungsspiel sind, durften wir auch gleich wieder weiterheizen. Um 22:30 bremsten wir dann in Hanover ein. An der Rezeption hängt eine Fahne von Hannover 96. So was aber auch….

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