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14.08.2013

Frohe Weihnachten (festliches Gedicht)

Wieder ist es mal soweit, es kommt die besinnliche Weihnachtszeit. Immer wenn da ist des Jahres Rest, feiern wir das schönste Fest!

Ruhig und besinnlich soll es sein, Stille und Frieden ziehen ein. Geborgenheit, nur keinen Stress, damit den Rest des Jahres ich vergess’.

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, du bist so prächtig anzuschauen. Du glänzt in rot und goldner Zier, ich steh vor dir, und jubilier.

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Es klingelt draußen an der Tür, hurra, die Verwandtschaft ist schon hier. Eltern, Geschwister, ansonsten immer rar, sehe ich sonst nie das ganze Jahr.

Sogar die Oma ist dabei, das wird ne lust’ge Feierei. Der Opa ist im Sommer schon verstorben, sehr höflich – so ist Weihnachten uns nicht verdorben.

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, du bist so prächtig anzuschauen. Den Duft von deinem harz’gen Grün, lasse ich mir in die Nase zieh’n.

Alle sind, ich kann es nicht verdenken, vollgepackt mit vielerlei Geschenken. Ob klein, ob groß, das ist mir gleich, ich stecke alle ein sogleich.

Dadurch abgelenkt pass ich nicht auf, und das Unglück nimmt jetzt seinen Lauf. Der Hund von Oma jagt gerade meine Katze, wirft dabei Kerzen um mit seiner Tatze.

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, die Katze hat dich umgehauen. Durch die Kerzen, die da brannten so zuhauf, gehst du jetzt in Flammen auf.

Mittlerweile ist der Braten, durch das Warten doch zu gar geraten. Nur mit Rauch und einem schwarzen Brocken werde ich niemand an den Tische locken.

Und die Geschenke sind auch nicht toll. Meine Schränke sind schon voll mit Socken, Gürtel und Krawatten und mit flausch’gen Badematten.

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, du bist so kläglich anzuschauen. Du bist nur noch ein Häufchen Asche. Keinen Glanz ich mehr von dir erhasche.

Sei’s drum, das ist doch alles echt egal, ich freu mich trotzdem und allemal. Denn die Familie ist bei mir. Da läutet’s wieder an der Tür!

Oh je, es ist mein ungeliebter Vetter. Aber heute ist er ein ganz Netter. Den Whiskey, am Geburtstag noch versoffen, hat er jetzt neu dabei – das lässt mich hoffen.

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, der Schnaps der hat mich umgehaun. Besoffen liege ich jetzt hier und strecke von mir alle Vier.

Frohe Weihnachten und festlich-rauschende Feiertage

wünscht

(C) Till Eulenspiegel, Königsbrunn.

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