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07.04.2014

Überflüssige Grundwassergefährdung am Lochbach im Wasserschutzgebiet Augsburg

Die Uferwände im Unterhaltsbereich vom privaten Kraftwerk T 2 am Lochbach in Haunstetten sind hinterspült und kippen, ein Teil ist eingebrochen und mußte notgestützt werden. Ein Fachmann hat sich das neulich vor Ort angesehen. Mit bloßem Auffüllen ist es hier nicht getan.  ‑   Das Tiefbauamt empfahl der Betreiberin 2008 als Sanierungsmaßnahme für die Uferwände Beton, aber sie ließ immer wieder Holzwände errichten, die z.T. nur drei Jahre hielten.

Das Ufer müßte fachgerecht erneuert werden!

Stattdessen werden am Mittwoch 9. April 2014  6 m tiefe Bohrungen, Rammsondierungen, Aufschlußbohrungen 23 cm Durchmesser, sowie Baggerschürfungen am Ufer 1,6 m tief, 0,8 m breit durchgeführt. Das sind massive Bodeneingriffe bis ins Grundwasser im Wasserschutzgebiet (W III a 1, gem WSG‑VO Erdaufschlüsse u.a. verboten), nur um die Standfestigkeit der kaputten Uferwände zu prüfen!  

Das eingebrochene Uferstück ist mit zahlreichen Rammstützen, die bis ins Grundwasser reichen, provisorisch abgestützt. Es soll zur Herbstablässe 2014 angeblich neu gemacht werden.  -  Warum wird es jetzt von einem Gutachter auf Standfestigkeit geprüft, wenn es eh wegsoll?

Für eine Uferbefestigung nach den Sanierungsempfehlungen des Tiefbauamts, in Beton (Fertigteile oder Ortbeton), wären keinerlei Sondierungen in 6 m Tiefe notwendig.


Baggern ins Grundwasser

Der Lochbach führt verschmutztes, schaumiges Lechwasser. Es könnte Gülle sein.  -  Seit ein schwerer Schreitbagger bei voller Wassermenge durch den Bach fuhr, klafft unter der Uferwand ein breiter Spalt. Ständig wird Material ausgespült und es entstehen trichterförmige Löcher. Hier will der Gutachter 1,6 m tief hinein baggern, bei voller Wassermenge!  

Schon im Oktober 2013 wurde im Auftrag der privaten Kraftwerksbetreiberin bei voller Wassermenge am Lochbach gebaggert, um ein gebrochenes Uferstück notdürftig zu sichern. Im Baggerloch mischten sich verschmutztes Lechwasser und das Grundwasser vom Wasserschutzgebiet.

Am Stempflesee löste dies eine heiße Debatte aus, doch hier am Lochbach erteilen dieselben Umweltbehörden eine Ausnahmegenehmigung für so eine Baggerei.




(©Alchima, 7.4.2014)


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