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10.03.2014

Wir lassen uns nicht vertreiben, aus dem Elternhaus am Lochbach

„In unserem Land sollen auch alle zuhause sein können, die hier leben.“ sagte Joachim Gauck 2012 in seiner Antrittsrede als Bundespräsident. Unsere Familie lebt seit Jahrzehnten in Haunstetten am Lochbach, im Stauwasserbereich vom ehem. Kunstmühlenkraftwerk T 2. Früher gab es nie Probleme, aber 2001 wechselte es den Besitzer. „Ich würde nicht da wohnen wollen, wo Sie sind." verriet uns neulich der Herr der Stauhöhen im Umweltamt Augsburg.

Er muß sich darum kümmern, dass das Kraftwerk die Auflagen einhält und uns nicht überschwemmt. Und in seiner Unteren Wasserrechtsbehörde müssen Hausbesitzer Ausnahmegenehmigungen fürs Wasserschutzgebiet einholen, wenn Bürokraten - angeblich für den Wasserschutz - einen privaten Abwasserkanal verlangen, den die Stadt selber hätte machen müssen.

Wasserschutz frißt Heimat auf - die Bürokratie von Augsburg ist weithin bekannt.

Aber wir lassen uns nicht vertreiben. Hier flattern seit Jahren tibetische Gebetsfahnen. Tibet wurde im Jahr 1950 von seinem Nachbarn militärisch besetzt. Kulturell und menschlich erlitt es große Zerstörungen und viele Tibeter flohen vor der Übermacht. Nun sind diese kleinen Fahnen ein Zeichen weltumspannender Solidarität. Und irgendwie hilft's!  



(©Alchima 10.3.2014)



s.a. Blogbeitrag: Wer erlaubt die Stauhöhe der Kraftwerke am Lochbach?

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