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03.06.2010

Einblicke in eine verwirrende spannende Welt und Ihre gefährderte Zukunft

Kuala Lumpur, Malaysia ... nach 5 Tagen und dem Versuch die Gedanken und Eindrücke zu sammeln, muß ich klar sagen, dass es beim Versuch bleiben muß. Auf der einen Seite eine umwerfende Freundlichkeit, Interesse am Besucher, ein Land welches durch die Kombination Infrastruktur der britischen Kolonialmacht, Lage an dem wichtigstem Handelsweg der Welt, Geldquelle Öl, Konstante Regierung sich zu einem paradiesischen Flecken Erde verwandeln kann, auf der anderen Seite, Gastarbeiter, legale und illegale Immigranten und deren enttäuschte Hoffnungen, religiöse und ethnische Spannungen, die zum Teil importiert sind, aber durch das islamisch geprägte Land mit einem steigenden Druck noch kontrolliert werden. Der tägliche Plausch mit den Taxifahrern ergibt ein einerseits verwirrendes, andererseits klares Bild von einem Land, das eigentlich immer durch fremde Einflüße bestimmt wurde, und sich versucht diesem durch einen milden islamisch-nationalistischen Weg zu entziehen. Das Lebensgefühl vieler hier ist, wie es einer der Taxifahrer beschrieb, eigentlich noch vom Leben im Dschungel bestimmt, die Sonne geht auf und unter und wenn man sich ein wenig geschickt anstellt, fällt aus der üppigen Vegetation (Wirtschaft) genug ab, um in Ruhe leben zu können. Nun, dieses Lebensgefühl teilen Zuwanderer aus Indien, China und Pakistan definitiv nicht. Diese Habenichtse, die es irgendwie hier her geschaft haben, wollen verdienen und eine Existenz aufbauen oder die Familien in der Heimat (oder andere Gruppen, mehr später) unterstützen. Da es der Islam zur Staatsreligion gebracht hat und nicht wenige Petrol-Dollars im Spiel sind, wurden in der Vergangenheit aber Regeln eingeführt die dieses malaysische Lebensgefühl sichern sollen. Auch findet in jüngster Zeit Zuwanderung gezielt aus islamischen Ländern statt, was die Inder hier natürlich nicht freut, bevorzugt es doch die zugewanderten Pakistanis oder Indonesier. Die Chinesen halten sich aus Allem raus und machen Ihre Geschäfte mit dem Westen oder innerhalb Ihrer einen Volksgruppe. So ist es nicht verwunderlich, wenn auch hier Sympathisanten auch zweifelhafter Gruppen agieren und Geld der Inder/Tamilen von hier aus fließt, genau wie Islamistenzirkel hier mittlerweile Fuß gefaßt haben, was den Malayen eigentlich nicht interessiert, fällt doch für Ihn immernoch genug vom Baum ... Ja, es könnte wirklich das Paradies sein, und man fühlt sich dem schon sehr nahe, wenn eben diese oben beschriebenen Strömungen nicht wären, es gährt im Paradies!

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