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09.07.2010

Südafrika - Safari vom Feinsten. Ein Blick in private Wildreservate am Krügerpark (2)

[B][COLOR="Magenta"]Südafrika - Safari vom Feinsten[/COLOR][/B] Ein Ausschnitt aus dem Reisebuch Erlebnis SüdAfrika (kein ReiseFührer, aber ein ReiseErlebnis-Buch) - Mit Exkursionen nach Namibia und Swaziland (Swasiland). [COLOR="Black"][B]Moholoholo[/B][/COLOR] Zurück zur R40, dann Richtung Hoedspruit, bei Klaserie auf der R531 nach Nordwesten. Auf der linken Seite der Straße, am Hang des "Moholoholo", des "Ganz Großen Berges" (von den Buren "Mariepskop" genannt, falls Sie ihn auf der Karte suchen), liegt das "Moholoholo Forest Camp and Wildlife Rehabilitation Centre". Reetgedeckte Holzhäuser auf Stelzen stehen in dichter Lowveld-Akazien-Wildnis, weit genug voneinander entfernt, daß sich die Besucher des Wildreservates nicht gegenseitig stören. Bis zu 12 Gäste kann das Camp beherbergen. Moholoholo ist eine Wildfarm ohne "Predators", ohne Raubtiere. Es kann aber durchaus sein, daß man, wenn man Glück hat, auch mal einen Leoparden zu Gesicht bekommt. Auf der Wildliste haben wir folgende Tierarten gefunden: Nyala, Buschbock, Red und Grey Duiker, Samango - und Blauaffen, Paviane, Kudu, Wasserbock, Tsessebe, Impala, Eland und Giraffen. Nach dem Einchecken wird ein einfaches Mittagessen auf der offenen Veranda serviert. Von der Veranda aus blicken wir auf einen schattigen Wald, dessen Mitte ein Wasserloch bildet. Ist man still genug, kann man von hier oben eine Vielzahl von Wild beobachten, das hier seinen Durst löscht. Den Nachmittag verbringen wir an einem kleinen Staudamm in einer Wildbeobachtungshütte. Außer der imposanten Aussicht auf das Escarpment, diesmal von unten, ist der Nachmittagsaufenthalt nicht sehr ergiebig. Zum Abendessen sitzen wir echt afrikanisch in der Boma, zu vielen verschiedenen Beilagen werden Schweinekoteletts und gegrilltes Warzenschwein, letzteres ziemlich zäh, gereicht. Auf der anschließenden Nachtsafari, die von Ranger Frank, der übrigens gut deutsch spricht, kundig geleitet wird, treffen wir u.a. auf Giraffen und Tsessebes. Am nächsten Morgen wandern wir in zehn Minuten zum Rehabilitationszentrum von Moholoholo. Frank führt uns und die Tagesbesucher, die nicht im Camp übernachtet haben, an den Gehegen und Käfigen vorbei, in denen die "Patienten" untergebracht sind. Frank erklärt mit Enthusiasmus, wie die Geier, Hyänen, ein Warzenschwein, Servalkatzen, Zebras, Adler, verschiedene Eulen und viele andere Tiere wieder gesund gepflegt worden sind, nachdem sie mit Schußverletzungen, vergiftet oder in Fallen verletzt hierher gebracht worden sind. Der Chef von Moholoholo, Wildexperte Brian Jones, hat ein besonderes Talent, mit den Tieren zu kommunizieren. Seine Pfleglinge vertrauen ihm. Es ist faszinierend, ihm zuzusehen, wie er auf die Tiere zugeht. Auch wir gehen auf die Tiere zu, und sind dankbar, daß die Geier, die eine enorme Flügelspannweite haben und zu denen wir uns in den Käfig begeben, uns in Ruhe lassen. Nur mit Mühe kann Frank einen Geier auf dem Arm halten, denn der Greifvogel hat ein enormes Gewicht. Brian führt, neben seiner Arbeit als Leiter des "Tierkrankenhauses",in Zusammenarbeit mit Umlani Wildnis - Erfahrungskurse im weiter unten beschriebenen Timbavati - Wildreservat durch. [B]Kapama[/B] Zurück Richtung Klaserie, dann auf der R40 nach Norden erreichen wir in wenigen Minuten das Kapama-Wildreservat, das einem Industriellen aus Pretoria gehört, der mit Maisverarbeitung reich geworden ist. Wir parken unseren Wagen im Schatten neben dem Geparden-Forschungszentrum (es heißt nun nach einer Namensänderung "Hoedspruit Research and Breeding Centre"), doch davon später. Mit einem Vierradfahrzeug werden wir zum hübschen kleinen Buffalo-Camp gebracht. Unser wohleingerichtetes Zelt (mit Garderobe) und die Außentoilette stehen auf einer hölzernen Plattform am Rand der Wildnis. Auch hier klemmt es wieder: Heißes Wasser zum Duschen gibt es nur, nachdem der Wasserhahn zehn Minuten geöffnet ist. So eine Vergeudung an kostbarem Wasser! Im Zelt steht eine Obstschale, die im Verlauf unseres Aufenthaltes immer wieder aufgefüllt wird. Am Boden liegen Felle von Kudu und anderen Antilopen. Eine himmlische Ruhe! Richtige Buschveldatmosphäre mit Vögeln rundherum und knackenden Tambuti-Samen, die durch die Hitze aufspringen. Leider wird ab halb vier nachmittags der Dieselgenerator angeworfen und die Stimmung abrupt und ein für alle mal zerstört. Kann man das nicht machen, wenn die Gäste auf der Nachtsafari sind? Über den "Hof" liegt der Eßraum, der mit rustikalen Möbeln aus hochglanzpolierten Eisenbahnschwellen ausgestattet ist, mit Masken aus Malawi und Figuren aus Victoria Falls an der Wand. Nur acht Personen sind gleichzeitig im Camp. Abends fahren wir zur "Höhle des Löwen", einer Hütte, die mitten im Löwengehege liegt. Auch dort kann man übernachten. Die Wege auf der Wildfarm sind gut. Es ist nicht zu übersehen, daß die Wildfarm vor nicht allzu langer Zeit eine kommerziell genutze Viehfarm war, in die dann später Wild eingesetzt wurde. Bei Biltong, Trockenwurst und einem Glas Wein genießen wir den Sundowner am Staudamm. Als wir uns nach dem Abendessen ins von Solarlampen beleuchtete Zelt zurückziehen, liegt eine Bettflasche bereit, da es im Winter empfindlich kalt werden kann. Vom nahen Flughafen Hoedspruit hören wir am nächsten Morgen den Lärm der startenden Hubschrauber. Es ist geplant, den Militärflughafen für die zivile Luftfahrt freizugeben. Es ist natürlich klar, daß es um die Ruhe im Camp geschehen sein wird, wenn u.a. auch Düsenmaschinen in Hoedspruit landen. Nach dem Frühstück besuchen wir das oben schon erwähnte Hoedspruit Research and Breeding Centre. Früher konnte man noch in engem Kontakt die Geparden betrachten, heute dagegen wird man mit einem Kleinbus an den Gehegen vorbei gefahren. Nur einmal dürfen wir aussteigen. Und sehen nichts anderes als eine vermutlich verhaltensgestörte Serval-Katze. Der Reiz der Pionierzeit des Forschungs- und Zuchtzentrums für Geparden und andere Raubtiere ist verflogen. Der Kommerz hat Einzug gehalten. [B]Umlani-Buschcamp[/B] So schnell, wie es die holperige und kurvige Pad zuläßt, saust unser offener Safari-Geländewagen durch das nächtliche Timbavati-Wildreservat. Steve fährt den weich gefederten Landrover wie einen Beetle (VW-Käfer). Der Ländi macht hohe Sprünge, wir mit ihm! Hinter der nächsten Gruppe von Büschen haben wir unser Ziel erreicht. Vollbremsung. Die Staubfahne holt uns ein. Sie läßt das von unserem Tsonga-Tracker George gehaltene und unermüdlich hin und her geschwenkte Spotlight zur Lanze werden, die die samtig warme Winternacht durchstößt. Ein Dutzend Löwen liegt gemütlich vor uns und läßt sich durch unsere übereilige Ankunft nicht im geringsten stören. Selbst wir alte Safari-Hasen sind von unserem Umlani-Safari-Team begeistert: George, der Tracker, und Steve, unser Ranger. Umlani-Bushcamp, so firmiert der Geheimtip von Safari-Begeisterten, ist ein von Marco Schiess, einem Südafrika-Schweizer geleitetes Unternehmen. Noch nicht genug, daß wir inmitten einer 400 köpfigen Büffelherde Rast gemacht haben, eine Stunde lang die gemächlich sich vorwärts bewegende 20 köpfige Elefantenherde (mit niedlichem Baby-Ele) begleitet haben. "Löwen müssen her!", kam der Wunsch unter den Passagieren des Geländefahrzeugs auf dieser spätnachmittäglichen Safari auf. Deutsche, Kapstädter, ein Franzose, eine Schwedin waren sich einig: Löwen wären der krönende Abschluß des heutigen Tages! Nach den Antilopen, den Giraffenherden und Warzenschweinen, die sich hier tummeln, ist die Suche nach Löwen eine besondere Aufgabe für den Tracker und den Ranger. Nur erfahrene Spurensucher (Tracker), die sich in dem Safari-Gebiet wie zu Hause auskennen, haben überhaupt eine Chance auf Erfolg. Nach dem Sonnenuntergang fanden wir eine das Tageslicht scheuende "African Wildcat" und einige Ginsterkatzen (Genet), die im Autoschweinwerfer durch den Busch flitzten. Hyänen galoppierten neben dem Ländi her. Doch von Löwen keine Spur. Spannend! Links, rechts, links, rechts. Tracker George schien eiserne Muskeln zu haben, so beständig und scheinbar mühelos schwenkte er das Spotlight stetig durch die Gegend. Wenn irgendetwas in der Dunkelheit aufleuchtete, gab er Steve die Anweisung, anzuhalten, und ein anderes afrikanisches Nachttier wurde ausgiebig bewundert. In der Ferne zwischen zwei Baumgruppen waren plötzlich hellbraune Leiber zu sehen. Wir pirschten uns näher. Die Löwen waren jedoch von unserer Annäherung recht wenig angetan und verschwanden schnell im undurchdringlichen Busch. Oh, die Enttäuschung war groß. Doch unser Team "machte einen Plan", wie es so schön im burischen Volksmund heißt. Die Pfade des Wildreservates genau im Kopf, führte George den Wagen sicher bis zu der Stelle, wo wir wie gebannt auf unsere "Beute" stießen, die sich nun ausgiebig fotografieren und filmen läßt. Weiter geht es mit Teil 3 - SERVUS lässt nur eine bestimmte Anzahl von Zeichen zu! :sad: Reise-Info und mehr hier: [B]Reisebuch Erlebnis SüdAfrika[/B] (kein ReiseFührer, aber ein ReiseErlebnis-Buch) - [B]Mit Exkursionen nach Namibia und Swaziland (Swasiland).[/B] Reiseberichte aus dem südlichen Afrika zum Nacherleben. Dieses Erlebnis-Buch macht Appetit auf den Zauber Afrikas.

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