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13.02.2015

Gibt es eine Auferstehung der Seelen?

Diese Frage hat mich beschäftigt und habe es daher anhand der Bibel geprüft.

Die Bibel sagt: Eine Auferstehung der Seelen gibt es nicht. Wenn ein Gotteskind stirbt, löst sich die Seele von ihrem Leib. Sie zieht aus ihm aus, wie ein Einwohner aus seinem Haus, und sie geht in die unmittelbare Gegenwart Gottes ein. Darum schreibt Paulus: „Wir haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn“ (2. Korinther 5,8).

Wir verlassen also den Leib und sind daheim beim Herrn. Die Bibel vertritt keine Lehre vom sogenannten Seelenschlaf. Im Gegenteil – die Seelen der Heimgegangenen sind hellwach.

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Wenn Paulus sagt: „… mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein“ (Philipper 1,23), verlangte ihn nicht danach, so schnell wie möglich in eine jahrhundertelange Bewusstlosigkeit zu fallen. Nein, er möchte aufbrechen! Das klingt nicht nach „schlafen wollen“.

Er will nicht schlafen, sondern die Gegenwart Christi genießen. Dass die heimgegangenen Heiligen volles Bewusstsein haben, sehen wir auch am Berg der Verklärung. Da begegnen den Jüngern Mose und Elia.

Und auch die Offenbarung zeigt, wie die selig Verstorbenen vor dem Thron Gottes sind und mit lauter Stimme rufen: „Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“ (Offenbarung 6,10).

Und in Kapitel 7, 9-10 lesen wir von einer großen Schar „aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, … und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!“ Schon im Buch der Prediger wird uns klargemacht: „Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat“. (Prediger 12,7).

Wie sollen die Toten auferstehen?

Dass die Seele nicht stirbt bzw. nicht schläft, war den Korinthern klar. Ihre Zweifel bezogen sich auf den Leib. Deshalb ihre Frage: „Wie sollen die Toten auferstehen? Und mit was für einem Leib sollen sie kommen?“ (V.35). Paulus gibt ihnen eine barsche Antwort: „Du Gedankenloser, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt!“ (V.36).

Was Paulus sagen wollte, ist: „Wenn ihr lieben Korinther ein wenig nachdenken und ein wenige eure Vernunft einschalten würdet, dann würdet ihr nicht zweifeln, sondern die Auferstehung eures Leibes mit Freuden erwarten! Denn ihr wisst doch alle, was passiert, wenn ein Samenkorn gesät wird, oder?“

Wissen wir es denn wenigstens? Wissen Sie es? Beim Säen, so haben wir es doch alle schon einmal erlebt, zumindest wissen wir es alle, bleibt das Samenkorn nicht, was es war. Es muss als Samenkorn enden und "sterben“, damit etwas Neues, nämlich eine anders gestaltete Pflanze oder Frucht, daraus wird. Es wird nicht die künftige Pflanze gesät.

Deshalb die Worte in Vers 37 und 38: „Was du säst, das ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, etwa vom Weizen, oder von einer anderen Saat“ (V.37). Und was passiert dann, wenn das bloße Korn in die Erde gekommen ist? Dann geschieht ein Wunder. Quasi aus der Verwesung des Samenkorns entsteht ein neuer lebendiger Leib, weshalb Paulus fortfährt und sagt: „Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er es gewollt hat, und zwar jedem Samen seinen besonderen Leib“ (V.38).

Paulus sagt zu den Korinthern: So funktioniert das Wunder der Schöpfung, und so funktioniert in noch herrlicherer Weise das Wunder der Auferstehung. Wo liegt also das Problem? Wenn du die erstaunlichen Vorgänge von Sterben und Auferstehen in der Pflanzenwelt glauben kannst, warum dann nicht die Auferstehung unseres Leibes – du Gedankenloser!

Und dann kommt der Satz: „So ist es auch mit der Auferstehung der Toten“ (V.42). So wie wir die endlosen Erschaffungswunder in Gottes herrlicher Kreatur sehen, so werden wir sie auch in der Erschaffung unseres neuen Leibes sehen.

Die Korinther glaubten gemäß ihrer griechischen Philosophie, dass der Leib schlecht und böse sei und deshalb für das Evangelium keine Bedeutung habe und auch nicht auferstehen würde.

Paulus muss sie darum richtig unterweisen, denn das Evangelium ist nicht leibfeindlich – im Gegenteil. Gott sieht den Leib als vollen Bestandteil des Menschen, der genauso wie die Seele aufgrund der Sünde erlösungsbedürftig ist. Jesus hat am Kreuz nicht nur die Seele bzw. unseren Geist erlöst, sondern auch den Leib, den ganzen Menschen, den inneren und den äußeren.

Deshalb schreibt der Apostel: „ Wir erwarten auch die Erlösung unseres Leibes“ (Römer 8,23). Gott hat es in Seiner Souveränität so vorgesehen, dass die Seele schon bei unserem Sterben frei wird für die Herrlichkeit des Himmels, während der Leib warten muss, bis Jesus wiederkommt. Aber auch er wird die volle Frucht der Erlösung, die Jesus am Kreuz erworben hat, genießen. Aber er kann ebenso wenig unverwandelt das Reich Gottes sehen wie zuvor der Geist. Er braucht eine Umwandlung, denn er ist von der Sünde verdorben. Deshalb müssen wir in unserem Geist von neuem geboren werden. Jesus hat gesagt: „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird (in seinem Geist), so kann er das Reich Gottes nicht sehen!“ (Johannes 3,3).

Unser Leib, so wie er ist, kann das Reich Gottes nicht sehen. Wiewohl Gott ihn wunderbar und gut gemacht hat, wurde er durch Adam aber von der Sünde verdorben. Darum muss auch er neu und für eine unsterbliche Existenz präpariert werden. Und das beschreibt Paulus nun so: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen“ (V.51-53).

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