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16.07.2010

Die Direktverbindung von Schmiechen und Merching zu den Schulen in Augsburg-Hochzoll

... ist nach wie vor nicht sicher. Denn leider handelte es sich bei dem am Samstag in Mering gesegneten Triebwagen um einen aus dem Bestand und nicht um das neu bestellte Fahrzeug, das benötigt wird, um die Direktverbindung wieder anzubieten. Der neue Triebwagen und sein Bruder für die Paartalbahn stehen weiterhin für Ende August zur Lieferung vom Herrsteller an. Nur wenn dieser Termin eingehalten wird und Probefahrten und EBA-Zulassung ohne größere Verzögerungen über die Bühne gehen, gibt es nach dem Sommerferien wieder eine Direktverbindung von Merching und Schmiechen nach Augsburg Hochzoll im Schülerverkehr. Zur Vorgeschichte: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 hatte die Bayerische Regionalbahn (BRB) den Betrieb auf der Bahnstrecke Augsburg-Mering-Geltendorf-Weilheim übernommen. Das Zug- und Platzangebot richtete sich nach der entsprechenden Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG). Die BEG bestellt als Einrichtung des Landes Bayerns die Regionalverkehrszüge in unserem Bundesland und trägt ungefähr zwei Drittel der dadurch entstehenden Kosten. Das letzte Drittel wird durch die Fahrpreise erwirtschaftet. Die Ausschreibung sah auch im Schülerverkehr nur einen einteiligen Zug von Geltendorf in Richtung Augsburg mit Halt in Augsburg-Hochzoll vor. Stehplätze waren in diesem Zug sicher einkalkuliert. Die BEG argumentiert hier mit einer gewissen Berechtigung, daß die Anschaffung von Zügen ausschließlich zur Abdeckung von Verkehrsspitzen im Schülerverkehr gegenüber dem Steuerzahler nicht zu vertreten ist, da diese Züge den übrigen Tag ungenutzt herumstehen (Wenn nur Politiker und Bayern-LB Vorstände genauso an den Steuerzahler gedacht hätten :sad:) Erfreulicherweise führte das neue Fahrplankonzept mit neuen, modernen Zügen und mehr Zugfahrten generell zu einem Zuwachs der Fahrgastzahlen, so dass der Schülerzug aus allen Nähten zu Platzen drohte. Nun hatte die BRB bereits Triebwagen zum Einsatz auf der Paartalbahn nach Ingolstadt geliefert bekommen, die aber erst ab Fahrplanwechsel im Dezember 2009 dort benötigt wurden. Aus dieser Reserve bildete die BRB einen zweiteiligen Zug. Allerdings war klar, dass diese Lösung eben nur bis Dezember 2009 halten würde. Ein weiterer Triebwagen musste her! Nur – wer sollte den bezahlen? Bahn Kunden argumentieren hier schnell, dann solle eben das entsprechende Eisenbahnunternehmen einen kaufen. Das aber, egal ob es BRB, DB Regio oder noch anders heißt, sieht das berechtigterweise nicht so: Durch die öffentliche Ausschreibung hat ohnehin der Bewerber, der am knappsten kalkuliert hat, den Zuschlag bekommen. Kauft er nun einen Triebwagen, dessen Kosten im Millionenbereich liegen, aus der eigenen Kasse, wird die Strecke ein Verlustgeschäft. Und auf so etwas kann sich kein Wirtschaftsunternehmen einlassen. Also reicht man den schwarzen Peter zur BEG weiter. Ihr habt bestellt und geliefert bekommen, was ihr bestellt hat: Euer Problem. Dort hat man dann nach Abwägung aller Möglichkeiten in den sauren Apfel gebissen und eine entsprechende Nachbestellung an die BRB getätigt, die die Anschaffung eines weiteren Triebwagen ermöglichte. Nun kann man Triebwägen und insbesondere solche, die sich mit bereits vorhandenen kuppeln lassen, nicht wie einen Kleinwagen kaufen. Die Lieferzeiten sind da doch deutlich länger. Ende vom Lied: Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2009 stand für den Zug nur noch ein Triebwagen zur Verfügung und nach Schmiechen hätte wohl keiner mehr einsteigen können. Also wurde der Halt in Augsburg-Hochzoll vorerst aus dem Fahrplan gestrichen. Ein zusätzlicher Bus brachte die Merchinger Schüler zum Meringer Bahnhof. Dort ging es für sie zusammen mit den Schülern aus dem BRB Zug mit einem Fugger-Express um 7.31 weiter nach Hochzoll. Das war zwar grundsätzlich keine schlechte Übergangslösung. Nur gab es gerade im Dezember 2009 und Januar 2010 massive technische Probleme beim Fugger-Express. In mancher Woche war der 7.31 an keinem Tag pünktlich, Und wenn er mal pünktlich war, kam womöglich die BRB aus Geltendorf zu spät. Inzwischen hat sich auch das eingespielt. Und im neuen Schuljahr wird es hoffentlich Geschichte sein.

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