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21.06.2016

Anpfiff für die neue Saison

Bevor ich auf die neue Saison eingehe streife ich in einem Punkt bewusst noch die bisher herausragendste Spielzeit der Vereinsgeschichte die mit einem Paukenschlag endete.

Rückblickend aus Sicht der Fans betrachtet waren die Umstände des Abgangs um Markus Weinzierl und der Verpflichtung von Dirk Schuster wie Nachtfischen im Stempflesee, wahrscheinlich bekommen wir noch die Fair Play-Medaille, weil man erst nach dem letzten Spieltag den Dirk Schuster kontaktiert hat.

Trotzdem: Ein Spruch hat auch nach Andreas Rettig beim FCA immer noch nicht seine Gültigkeit verloren: " Erst wenn die Tinte unter dem Vertrag trocken ist, äußern wir uns zu personellen Dingen."

Das die Co-Trainer überhaupt ein Thema wurden, da könnte man zu dem Schluss kommen, dass die Vertragsauflösung von Weinzierl&Co doch tiefere Spuren hinterlassen hat.

Eine Bewertung abzugeben gegenüber dem neuen Geschäftsmodell Trainer aus ihren Verträgen heraus zu kaufen ist schwierig, da kommt es auf den Zeitpunkt an und welche Konstellation bei dem jeweiligen Verein vorherrscht.

Die Zeiten von Rehhagel und Schaaf als Dauerbrenner sind Geschichte, allerdings sollte die DFL dem Abwerben in der Winterpause einen Riegel vorschieben, das geht immer zu Lasten des betroffenen Klubs.

Aber, das ist der Schnee von gestern, der Blick geht nach vorn, jetzt geht’s mit Volldampf in die Vorbereitung auf die sechste Bundesligasaison des FC Augsburg.

Der Schuster machts also, nicht der Bernd aus der Hammerschmiede, der Dirk, die Edel-Lilie vom Bölle, heraus gepflückt trotz eines bestehenden Vertrages. Warum gerade er? Die FCA Verantwortlichen sahen in ihm den Typ Trainer der in die Puppenkiste passt. Es gab vertragslose Trainer auf dem Markt, doch man wollte ihn, sogar eine runde Million schreckte die verantwortlichen Personen nicht, der musste es sein der es allen Leichenbeschauern gezeigt hat.

Sein System zugeschnitten auf das was die Mannschaft imstande war beständig abzurufen, aber vor allem zeichnet ihn etwas aus worauf man beim FCA steht. Dirk Schuster brachte es fertig seine DNA, die für Einsatz und Willensstärke steht, den Lilien überzustülpen. Wie bei seinem Vorgänger als der seinen Dienst beim FCA antrat war er mit dem zusammengeschusterten Haufen bei allen Buchmachern und Experten der Absteiger Nummer I. Wie es ausging wiss mer.

Ein Schuster in der Puppenkiste, das heißt in der Zukunft, auf Schusters Rappen durch die Bundesliga!

Bei seiner Vorstellung konnte man schon heraushören worauf er sehr viel Wert legt, Schaulaufen duldet er nicht, die nötige Fitness um in 90 Minuten alles zu geben wird sich angeeignet, dafür sorgen auch seine Co-Trainer Sascha Franz und Frank Steinmetz. Bei seinen Spielern lässt er einmal ne Schlaffi-Einstellung durchgehen, im Wiederholungsfall kann derjenige sich gleich ein Sitzkissen für die Tribüne besorgen.

Der ehemalige Abwehrspieler legt sehr viel Wert auf die defensive Grundordnung, man kann also davon ausgehen dass das Darmstadt-Modell in leicht abgewandelter Form zum Tragen kommt, (5/3/2, 4/3/3) mögliche Varianten.

Für die neue Saison ist der FCA gut beraten härtere Kriterien anzulegen was den Verbleib im Kader anbelangt, ein nochmaliges Hoffen bei Einzelnen auf Besserung würde ich nicht befürworten.

Trainer Schuster hat den Trainingsauftakt sehr früh gewählt um sich selbst ein Bild über den Kader zu machen. Im zweiwöchigen Beschnupperkurs wird sein Hauptaugenmerk vor allem denen gewidmet sein die unter den Erwartungen blieben. Er wird speziell die Spieler beäugen die nur noch Einjahresverträge besitzen, immerhin deren zehn, die Stellung seines Daumens wird entscheidend sein mit wem er in der Zukunft noch zusammenarbeiten will.

Sollte Ragnar Klavans Traum in der Premier League zu spielen Wirklichkeit werden, dann Freunde der Sonne bricht ein Eckpfeiler heraus der schwer zu ersetzen sein wird, man müsste für einen adäquaten Ersatz richtig Kohle in die Hand nehmen. Mit Koo steht ein weiterer Leistungsträger an, auch mit Max und Hong wird man eine Vertragsverlängerung anstreben.

Drei der vier Neuzugänge sind bereits im Trainingsbetrieb, Luthe, Teigl und Friedrich, während Usami erst im Juli zur Mannschaft stößt.

Viel Arbeit und Weitsicht ist für Trainer Schuster und sein Team gleich zu Anfang der Saison gefragt, aber das sind sie ja gewohnt.

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