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27.09.2017

Der BVB-Express macht Station in der WWK Arena

Am Ende von drei englischen Wochen wartet für den Schwarzgelben Ruhrpott-Express der FC Augsburg. Das der Spieltag für die Borussia kein  Spaziergang wird, dafür werden die Bäumlinge sorgen. Das Champion League Duell vom Dienstag gegen Real noch im Rucksack, der FCA wird versuchen daraus Kapital zu schlagen. Mit dem BVB kommt der Verein der in der Endschleife der letzten Saison und bis zur Schließung des Transferfensters am meisten polarisierte.

Der Rückblick zur Borussia 09: Der Fußballgott trug in zwei Spielen SchwarzGelb und das war auch gut so, vor allem in Hinblick auf die Geschehnisse um den BVB.

Ich denke der Abgang von Tuchel war bereits vor dem Attentat beschlossene Sache. Damit erklärt sich auch die Vorgehensweise von Watzke, mit der man konform gehen konnte oder eben nicht, trotzdem wird letztendlich vieles spekulativ bleiben.

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Die Chefs des BVB fackelten nicht lange, der Graben war zu breit, unüberbrückbare Differenzen zwischen den Beteiligten nennt sich das, die Ära Tuchel beim BVB war beendet.

Auch sein "You'll NEVER walk alone" beim Rundkurs um den Borsigplatz verhallte ungehört in der Chefetage.

Was willste machen, der Watzke schmeißt den Tuchel raus, der punktbeste Trainer aller BVB-Zeiten (2,09) bekam den Laufpass. Und genau deshalb stand Watzke mit seiner Entscheidung auf gläsernen Füßen.

Scheidungen kosten bekanntlich Geld, bei zwei Abfindungen, die war unterm Strich ca 5 Millionen schwer.

Nun zum Sportlichen: Endlich wieder ein Titel, seit 2012 lief man hinterher, zu lange für die SchwarzGelben. Nach dem Abpfiff des Pokalendspiels von Schiri Aytekin gab es auf Seiten der Sieger keinen inneren Orgasmus, eher Erleichterung es geschafft zu haben nach dieser für den BVB so turbulenten Saison. Die heftigere Gefühlsexplosion fand bereits vor Wochen in der Allianz Arena statt. Einer hatte sich dabei den besonderen Eintrag auf dem Spielberichtsbogen des Pokalendspiels verdient, Aubameyang.

Die SchwarzGelbe Trainer-Symbiose: Dem Neuen, Trainer Peter Bosz wurde vor seiner Verpflichtung nachgesagt das der Stil wie er Fußball spielen lässt eine Mischung aus Kloppo, bekannt durch schnelles Offensivfußball, mit hohem Pressing und Peps, ballbesitzorientiertes Spiel mit schnellen Pass-Stafetten sei.

Bosz gilt als Talententwickler, er verfolgt eine klare Jugend-Philosophie. Das war sicher auch ein Aspekt weshalb man ihn zum BVB holte.

Risikobehaftet war die Verpflichtung von Bosz schon, denn die großen Erfolge hatte er bis jetzt noch nicht vorzuweisen. Reicht das für den BVB um den Klub auf einem CL-Platz zu etablieren und in der europäischen Eliteliga ist das Viertelfinale Pflicht.

Transferpoker: Wäre hätte nach der Modeste-Farce gedacht dass das nur das Vorspiel war.

Ousmane Dembélé wurde zum Bundesliga ROOKIE gewählt, wer sonst. Dembele der Vorlagen-Primus der Bundesliga war von europäischen Top-Klubs heiß umworben, die BVB Führung schob knallhart den Riegel vor - unverkäuflich -. Denkste!

Der börsennotierte BVB macht den Mega Deal, 105 - 20 + 42 Millionen, dieser Deal hebt den Klub in höhere Sfären. Der kleine Trotzkopf darf jetzt bei seinem Traumklub Barca die Stiefel schnüren, die Ausstiegsklausel von 400 Mille ist seinem Alter angepasst. Messi liegt bei 300...€, is halt schon ne Auslaufware.

Ich finde die Borussenführung hat sich richtig gut verkauft, die Katalanen wollen unser Juwel, dann sollen sie blechen, der Markt gibts her, die Summe ist auch ein Schmerzensgeld was dem Klub an Klasse in der Zukunft verloren geht.

Bestimmte Vereine sind nur Zulieferer für die "Großen der Liga", die Größen der Bundesliga sind wiederum die Opfer der Top-Vereine in Europa, die Bayern sind hier noch die Ausnahme.

Die millionenschweren Transfers vom Duo Schürrle und Götze brachten in ihrer ersten Saison keinen fußballerischen Gewinn, Schürrle immer noch, auch aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit auf der Suche nach seiner Topform. Der Mario ist nach seiner Stoffwechselerkrankung wieder auf bestem Weg seine alte Form zu erreichen.

Die Neuen im BVB-Dress: Jadon Sancho, der 17-jährige schlug ein Salär von 1,7 Millionen bei den Citizen aus und ging für weniger zum BVB, da er sich hier perspektivisch besser aufgehoben fühlt.

Der Dembele-Ersatz, Andrij Jarmolenko ein wuchtiger Stürmer, ne echte Kante mit seinen 1, 89, der 27-jährige Ukrainer kommt für 25 Millionen von Dynamo Kiew.

Einen Joungster versehen mit dem Prädikat Supertalent hat sich der Verein unter den Nagel gerissen, U 17-Bomber Youssoufa Moukoko.

Jeremy Toljan von der TSG in den Pott für 5 Mille. Maximilian Philipp, 20 Millionen, viel Kohle für die Breisgauer. Dan-Axel Zagadou, ablösefrei von PSG. Mahmoud Dahoud, den Fohlen abgeluxt für 12 Millionen. Ömer Toprak, ein Wechsel mit Ansage, Courtage 12 Mille.

Spiegel der Saison: Die SchwarzGelben zum Auftakt zwar nicht mit der Erstausstattung im Schwarzwald Stadion unterwegs, aber das was da aufgeboten wurde reicht normalerweise aus um den Dreier einzufahren, noch dazu da man es ab der 30 Minute mit nur noch 9 Feldspielern zu tun hatte. 82 % Ballbesitz, aber der Putter wurde im Mannschaftsbus vergessen. Die Nullnummer tat besonders weh da die Bayern in Hoffe flachgelegt wurden.

Der CL Auftakt des BVB fand im Wembley Stadion statt, der Londoner Spitzenklub Tottenham ein echter Prüfstein. Wo steht man international, die Frage bleibt unbeantwortet, die Spurs mit Frühstart und " Mensch Bürki". Neuzugang Yaromolenko antwortete prompt. Die rechte Abwehrseite des BVB erneut im Schnarchmodus und Bürki lässt wieder die Tür offen. Aber, zwei Fehlentscheidungen zu Ungunsten des BVB, das Evangelium heißt - Videobeweis komme !

Da kamen die Kölner gerade richtig, mit fünf Einschlägen den Geißbockstall abbruchreif geschossen und weiter gings beim Dino, einfach zu wenig was der HSV anbietet, deshalb mit 3:0 abgewatscht. Die Fohlen waren national der letzte Prüfstein, die SchwarzGelben gnadenlos, mit 6:1 auf ihre Pferdekoppel geschossen, das war schon eine Bestrafung. Ins BVB Ensemble ist auch Julian Weigl zurückgekehrt, ein wichtiger Baustein für den Coach. Trainer Bosz bevorzugtes 4-3-3 System ist nicht in Stein gemeiselt, es wird strategisch angepasst.

Die Borussia, trotz dem Absacker im Breisgau mit einem Traumstart, Tabellenführer mit einem Torverhältnis von 19:1.

Champions League: Im Topspiel gegen die Königlichen gings bereits um viel, Ernüchterung danach, klar ist, mit der Heimpleite ist man mit einem Fuß draußen.

So ganz kann ich die Transferpolitik des BVB nicht nachvollziehen, offensiv super Einkäufe, aber hinten - IV - international zu wenig, das hatte ich aber schon in der letzten Saison moniert.

Abgänge:  Emre Mor, Bender und Ginter, Passlack+Merino ausgeliehen

De r Schwaben-Rückblick: Der FCA fuhr als Favorit nach Stuttgart, zum Spätzle abkochen, dachte man im Vorfeld. Nach gespielten 20 Minuten beschränkte man sich nur darauf die Null zu halten, was auch gelang. In der Fremde einen Punkt eingesackt, das Fußballbarometer bleibt hochsommerlich.

so schaut's aus in der Puppenkiste: Der Daniel darf wieder mitmachen, seinem Dosenschüttlreflex hat er abgeschworen, dafür ran an die Ladestation, Power muss in den Tank und das garantiert nicht mit Dosenbier.

Momentan funktioniert das FCA-Team wie ein Flottenverband, der eine schert aus, der andere ein und es gibt keinen großen Abriss in Leistung und Funktionalität.

Wichtig wird sein dass vor allem die Ordnung im Gegenpressing stimmt.Wenn der BVB-Express mit Mach 1 über den Rasen brettert muss das Abfangkommando sprich die Verteidigungslinien engmaschig aufgebaut sein, denn gibt man den schnellen und wendigen BVBlern die Räume wirds unweigerlich im Gebälk einschlagen.

Trainer Baum hat bereits zweimal ein Rezept gefunden, ich kann mir vorstellen dass eine ähnliche Taktik zur Anwendung kommt wie gegen Red Bull.

" Es wird wirklich Zeit das eine Spitzenmannschaft kommt und die Bäumlinge wieder auf ein Normalmaß zurecht stutzt".

Das Team um Manuel Baum konnte sich Dienstagabends ganz entspannt zurücklehnen und dabei den BVBlern auf die Füße schauen. Selbstbewußtsein dürfte genügend vorhanden sein, also gehen wir's an.

Der FCA seit 201 Minuten ohne Gegentor, die Abteilung Defensive steht, inwieweit gegen den Tabellenführer der Laden dicht hält, man wird sehen.Der größte Trumpf, so fern er tatsächlich einer ist, bei dem BVB-Kader, sehe ich das diese Begegnung am Ende des Marathons an englischen Wochen steht.

Das Duell gegen die Königlichen hat ihnen alles abverlangt, meistens folgt dann eine Ĺeistungsdelle, ich sehe unsere Chance nur wenn genau das eintrifft.

Startelf: Hitz, Opare/Framberger, Gouweleeuw, Hinteregger, Max, Baier, Khedira, Moravek, Heller, Kai Uwe, Finnbogason

Schiedsrichter: Fritz (Korb)

7. Spieltag: FC Augsburg – Borussia Dortmund, Sa. 15:30 Uhr WWK Arena

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01.10.2017

Die Frage die es von Seiten des FCA zu beantworten galt hieß: Echter Prüfstein oder doch nur Sparringspartner für den ungeschlagenen Tabellenführer.

Leider war der Matchplan von Trainer Baum bereits nach vier Minuten Makulatur, Plan B griff aber sofort, immer weiter, immer weiter, die Belohnung war der Ausgleich.

Zwei Akteure des FCA standen heute bei beiden Gegentoren im Blickpunkt, Max und Hinteregger; konnte man beim ersten Gegentor noch von Pech sprechen wars beim erneuten Führungstreffer des BVB schon Dusseligkeit.

Der FCA hat trotz der 1:2 Niederlage gezeigt, wir sind Zuhause wieder eine Macht, vor allem in die zweiten Halbzeit, in der wir sogar die bessere Mannschaft waren.

Klar ist aber auch, der Auba war etwas zu entspannt unterwegs.

Resume: Knapp am nicht unverdienten Punktgewinn vorbeigeschrammt.

Trotz der Niederlage gingen die FCA Fans nicht unzufrieden nach Hause, Kampf, Leidenschaft und der Wille das Spiel noch umzubiegen waren immer zu spüren.

Hitz und Opare* mit starkem Auftritt.

Den BVB-Spielern merkte man nach dem Schlusspfiff an dass sie froh waren als der Herr Fritz ins Horn blies.

Was den verspäteten Elfmeterpfiff angeht besteht auch noch Redebedarf, aus mehreren Gründen.

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28.09.2017

Diese Woche Regeneration hat uns gut getan und damit stehen die Chancen gut auch gegen den übermächtigen BVB zuhause einen Punkt zu holen. Und ihnen den 1. Punkt der Saison abzuluchsen, wäre nicht das Schlechteste.

Wenn man die letzten Ergebnisse gegen die schwarz-gelben ansieht, ist diese Hoffnung berechtigt und würde die Festung WWK Arena untermauern.

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30.09.2017

Dieter Dieter , Deinen Optimismus möchte ich haben. Der BVB ist zur Zeit in toller Form und es ist zu befürchten, dass der FCA-Schreck Auba auch dieses mal wieder das Datschiburger-Schiff versenken wird.

Wichtig ist WIE !!!

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