Paule24

14.02.2018

Die Schwabenpfeile im Aufwind

Der FC Augsburg duelliert sich zum zwölften Mal in der höchsten Spielklasse mit dem Verein für Bewegungsspiele, da dürfte die Bude endlich rappelvoll werden. Die Erstauflage nach der Rückkehr aus dem Unterhaus war mehr ein Schattenboxen, dementsprechend viel auch das Ergebnis aus, eine Nullnummer.

Das Spätzle-Duell steht wiedermal im Zeichen des Ligaerhaltens, trotz Millioneninvestitionen von Mercedes schlingert ihr zweibeiniges Renommeeprodukt im Rest des Feldes herum.

Was aber noch schlimmer ist, die Reißleine wurde bereits gezogen, nach dem 20. Spieltag musste ihr Aufstiegstrainer Hannes Wolf gehen, in sieben Spielen nur einen Dreier eingefahren, Tore 3:10, da wurde der Wolf zum Abschuss frei gegeben, hinzu kommt, Reschke als Beifahrer bei den wöchentlichen Besprechungen über taktische Vorgehensweisen war wohl einmal zuviel.

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Der Sportvorstand eine Woche zuvor im ZDF: > " Wir müssen in der Woche über spielerische und taktische Alternativen sprechen"< .

Drei Aufstiegshelden damit abgeräumt, Schindelmeiser, Terodde,Wolf und Visionär Dietrich träumt, der Präsident sieht den VfB in Bälde als die Nummer drei in der Liga, ihm wird nachgesagt dass er sich in unterirdischen Projekten auskennt.

Das Markus Weinzierl Trainer Wolf beerbt blieb Wunschdenken, nur aus der geographischen Sicht passend, das reichte nicht aus um den Markus an den Neckar zu locken.

Heftigen Gegenwind gab's bei der Bekanntgabe der Verpflichtung von Tayfun Korkut, laut Reschke der “Wunschkandidat“, viele Fans waren mit dieser Personalie nicht einverstanden. Die Mehrheit der Fans meinte: Mit ihm hat man den Abstieg eingekauft, sie fragen sich, kann der gebürtige Stuttgarter mehr als Schwäbisch. Der erste Auftritt unter Korkut lief unter dem Titel “ Das Schweigen der Lämmer “, 250 VfB-Fans mit emotionsloser Begleitung der Trainingseinheit.

Sein Debüt dann bei den Wölfen gelungen, einen Punkt abgegriffen, die Nagelprobe bei der Heimpremiere gegen lahmende Fohlen mit einem Arbeitssieg bestanden.

Die Wintertransfers von Reschke und Co: Der Königstransfer war die Rückholung des verlorenen Sohnes, Mario Gomez. Die Neu-Besetzung des Sturmführers wurde notwendig da Zweitligatorjäger (25 Tore) Terodde nicht wusste wo das Tor in der Bundesliga steht, zumindest im VfB-Dress. Zwei Treffer in 17 Begegnungen waren den Verantwortlichen zu wenig. Kaum is er bei den Geißböcken, weiß er wo das Tor steht, is wahrscheinlich der Stallgeruch.

Der VfB wurde auch beim FCA fündig, das Eigengewächs Erik Thommy wurde losgeeist, sein Wechsel für viele FCA-Fans nicht nachvollziehbar, ich hatte erwartet dass er dem Vier-Mille-Schmid gezeigt hätte was Sache ist, Heller vom Alter her ja eher ein Auslaufmodell. Die Ansage von Michael Reschke: > Der der den besonderen Tick hat und den Unterschied ausmachen kann, der Erik muss dies natürlich jetzt abrechenbar beweisen < .

Bruun Larsen vom BVB nur ausgeliehen, sucht auch Einsatzzeit, die Chancen sind da beim VfB größer. an ihm war angeblich auch der FCA dran.

Abgänge: Brekalo zurück zu den Wölfen, Terodde zu Köln

Wiegt man die Zu- und Abgänge gegeneinander ab ist nicht viel passiert, außer der Mario mutiert noch zum Überflieger. Die sportliche Herausforderung für Gomez heißt den VfB in der Liga zu halten und ganz nebenbei noch auf Jogis-WM-Zug aufzuspringen. Im Trikot der Wölfe nur 1 Tor erzielt, im Dress des VfB steht auch nur die 1.

Holger Badstuber der häufig von Verletzungen geplagt ist, könnte wieder ein Kandidat für die Startelf sein. Das Trainer Korkut wieder mit der Doppelspitze Gomez/Ginczek agiert, es wäre sehr mutig, allerdings ob Gomez grippegeschwächt überhaupt ein Thema ist ?

voraussichtliche Startelf: Zieler, Beck, Baumgartl, Pavard, Insua, Ascacibar, Aogo, Gentner, Thommy, Özcan, Ginczek

Bilanz:7 Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen

BL-Splitter: Der Aschermittwoch fand bei den Meenzern schon eine Woche früher statt, im Pokal richtig närrisch unterwegs, hauen sich 3 Böller selber rein. Im Kraichgau auch versagt, jetzt auch noch zur Alten Dame, da seh ich schwarz für den Schwarz. Bei Versagen droht ihm der „Narrhalla-Ab-Marsch“.

Rückblende: Im letzten Heimspiel eine geile Vorsteĺlung geboten, obwohl bis zum vorentscheidenden 2:0, das gleichzeitig das 9. Saisontor vom Gregerl war, der 96-Deja-vu Gedanke aufkam.

Kovac sagte nach dem Spiel: " Dem Manuel fällt immer was ein "!

Erneut nicht nachvollziehbar ist der Zuschauerzuspruch in der Arena, fast ausschließlich auf einem einstelligen Rang beheimatet kommen zu einem Spitzenspiel gerade mal 27.000 Zuschauer.

Es gibt Spiele hinter die man schnell einen Haken machen sollte, das beim Dosenklub RB gehört dazu. Kleiner Schmunzler danach, die Saisongäste im Tabellenkeller punkteten nicht, jetzt gilt's, der FCA kann mit einem Dreier bereits die Buchung für die 8. Saison vornehmen.

Opare, aus sportlicher Sicht ein Verlust, aber eine Medaille hat immer zwei Seiten, die Toleranzgrenze war überschritten, manche Typen lernen halt nie dazu. Sein Verhalten passt in die derzeitige Fußballlandschaft, im Vergleich zu Dembele&Auba aber nur die Taschenbuchausgabe.

so schaut's aus in der Puppenkiste: Die Rückennummer 36 trägt der Martin, der is scho ne coole Socke, genau meine Hausmarke, vor allem autentisch, sagt gern was Sache ist, auch wenn es seine Person betrifft, wenn er nicht gut gespielt hat steht er dazu und sagt dass das Scheiße war. Was die Form der Hinrunde betraf hatte der “Hinti“ auf jeden Fall noch Steigerungspotenzial, die Befürchtung wenn er das abruft, er dann nicht mehr in der Puppenkiste aufspielt hat sich mit seiner Vertragsverlängerung erstmal erledigt. Ganz biĺlig war das Vertragskonstrukt garantiert nicht, unser Boss muss halt ein paar Feuerlöscher mehr verkaufen!

Gegen die SGE mit bockstarkem Auftritt, auch in Leipzig lieferte er ab, die Pfiffe perlten am bekennenden RB-Kritiker ab.

Übrigens, schon mal darüber nachgedacht - zwei Ösis halten jetzt hinten den Laden dicht und vorne wedelt no so a Schifohrer rum, ab und zu trifft er o ins Tor, der Gregerl.

Zum Sonntagsspiel: Baumsche-Wechsel, kaum, die Abwehrriege bleibt sicher unverändert, dagegen wäre Moravek neben Baier auf der Doppelsechs eine Option um im Spiel nach vorne für mehr Akzente zu sorgen. Heĺler oder Schmid auf der Aussenposition, Moment ich hol den Würfelbecher. Koo auf der Zehn, Kai Uwe wie immer und Gregoritsch im Zentrum sind gesetzt.

Ich bin zuversichtlich das wir in diesem Spiel öfters und nachhaltiger ins letzte Drittel des Gegners kommen, dazu braucht es aber wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung, jeder ist gefordert die PS die er im Datenblatt stehen hat auf die Piste zu bringen.

Trainer Baum muss sich allerdings was einfallen lassen um die Stuttgarter-Maurer-Fraktion zu knacken, die Null ist für sie ein Erfolg. Der Tayfun hat seine Schwabenpfeile widererwarten richtig in den Wind gestellt, da muss man mit der Abrissbirne Ran.

Ihre Auswärtsbilanz nicht sehr furchteinflößend, 2 Pkt., 7:20 Tore. Eine lange Vorbereitungszeit auf diese wichtige Begegnung und eine gute Bilanz, da sollte am Ende auch der Dreier stehen.

Wie immer gilt - haut die Spätzle in die Pfanne!!

23. Spieltag: FC Augsburg – VfB Stuttgart, So: 15:30 Uhr, WWK Arena

Schiederichter: Stieler

In eigener Sache: Das Schwabenduell wird für mich zum Endspiel, über 7 Jahre in dieser Form Wegbegleiter des FCA, eine tolle Zeit, ich hätte die Bäumlinge gern noch einige Etappen begleitet, aber die AZ hat anderes vor. Leider! Wie heißt's so schön: > des Lebbe geht weider < . Ich bedanke mich bei allen die sich die Zeit genommen haben meine Beiträge/Blogs zu lesen.

Servus beinand

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14.02.2018

Wie schrieb Heidi aus Nördlingen so treffend, jedes Ende ist ein neuer Anfang.

Auf deine grandiosen Ausführungen will ich künftig jedenfalls nicht verzichten und ich hätte da schon so eine Idee!

Ich erhoffe mir einen Punkt, würde natürlich auch 3 nehmen, denn Stuttgart in der Fremde war bisher nicht gerade erfolgreich. Mal schauen was sich die beiden Trainer einfallen lassen.

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