08.11.2017

Zwischenbilanz

Eine Zwischenbilanz des FCA für den Verlauf dieser Saison liest sich gut, wenn man in den Geißbockstall sieht, noch besser.

Resümee nach dem 11. Spieltag: Die Liga ist in dieser Saison ausgeglichen besetzt, stimmt; es gibt "noch" keinen direkten Abstiegskandidaten, stimmt; als es darum ging den Absteiger zu benennen wars wie immer. Bei so manchem Fußballversteher wurde reflexartig der FCA nach unten durchgereicht, das passiert immer dann, wenn einem nichts anderes mehr einfällt, dann schaut man auf das Budget und wird fündig, die Gallier vom Lechfeld sans, diese eklig spielende Truppe, denkste und jetzt blasen die auch noch regelmäßig zur Attacke.

Die Unwucht die der Kader durch die Verletztenliste in der letzten Saison bot war schon pervers. Was den bisherigen Verlauf der Hinrunde anbelangt dürfen wir in diesem Punkt zufrieden sein. Lediglich unsern passionierten Jäger Martin hats erwischt. Beim Jungspund Cordova muss man abwarten wie das Gelenk reagiert, dann kann er wieder zeigen was er drauf hat. Jan Moraveks Schwächeanfälle muskulärer Art sind ja ein Dauerintermezzo.

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Was sprach für den FCA: Wir haben eine eingespielte Defensiv-Achse mit Hitz - Max, Hinteregger/Danso, Gouweleeuw, Opare - Baier.

Beide Aussenverteidiger haben mit Framberger und Stafy einen Back up der eine gute Qualität auf den Platz bringt. Die Position neben Baier, da duellieren sich Khedira mit dem Vorteil defensiv gegenüber Moravek stärker zu sein; die feinere Klinge nach vorne hat sicherlich der Jan. Khedira hat hier berechtigt die Nase vorn.

Auf der Zehn hat Trainer Baum Koo und Gregoritsch im Feuer, der bessere Allrounder ist hier sicherlich der Ja-Choel. Gregerls Schwäche im Gegenpressing wusste er in den letzten Matches zu minimieren, nur in diesem Punkt hat Koo aktuell noch Vorteile, aber er ist in dieser Saison schon beinahe torungefährlich, das mag manchmal mit der Aufgabenstellung zusammenhängen, aber auch spielgestalterisch kommt er im bisherigen Verlauf der Saison einfach nicht richtig in die Gänge. Gregoritsch hat in den letzten Spielen nachdrücklich gezeigt dass er zur Zeit weiß wo das Tor steht.

Auf der rechten Außenbahn hat Heller gegenüber Schmid die Nase vorn, der Turbo macht den Unterschied, das Manko bei beiden, im Eins gegen Eins schwächelnd, beim Abschluss sind beide ebenfalls nicht der Börner. Tore: Schmid 2100 Spielmin. gesamt, 1 Tor; Heller 720 SpMin. ohne T.

Auf der linken Aussenbahn ist der Kai Uwe favorisiert, die Anspielstation und neuerdings locht er auch noch ein. Tommy beidseitig nur Nebendarsteller. Ji spielt anscheinend überhaupt keine Rolle mehr, gleiches gilt für Mo Leitner.

Gesetzt als Sturmspitze WM-Fahrer Alfred, hintendran unser Neueinkauf Cordova. Ihm wird und die hat er auch eine große Zukunft vorausgesagt. Trainer Baum wird ihn weiter behutsam aufbauen, aber er darf ihm ruhig mehr als nur 5 Minuten-Einsätze geben. Gegen Stuttgart z.B. für einen ausgepumpten Finnbogason wäre es kein Fehler gewesen ihn früher zu bringen. Einen Versuch wäre es wert ihn mal auf der Außenposition zu testen.

Zum Schluss die Torhütersituation: Hitz ist weiterhin die Nummer 1, nach einigen Wacklern zum Saisonstart hat sich der Marvin stabilisiert und spielt bis auf die bekannten Abstoss-Querschläger und der Torlinienverlassphobie einen guten Part.

Will man jemanden hervorheben kommt man an Opare nicht vorbei, auch Danso bringt das was man vom Mister 100 Prozent erwarten durfte.

Einen Klops der Sonderklasse leistete man sich gegen 96, leicht favorisiert spielte man die Roten an die Wand und ging doch mit gesenktem Kopf vom Feld. Dem FCA Präsidenten sein 50iger war gründlich versaut, denn das war der Stimmungskiller schlecht hin.

Wiedergutmachung betrieben in den darauf folgenden zwei Spielen gegen Bremen und Bayer.

Kurzum, der FCA dieser Saison hat einfach mehr Bums. Und wer ist der Zauberlehrling, nix Bonsai - Baum hoasst ea.

Der "alte" Taktiker Baum hat es geschafft dem FCA einen Schnitt zu verpassen mit dem jeder Gegner seine Probleme bekommt. Nicht auszudenken wenn der Torabschluss annähernd gut funktionieren würde wie das taktisch/spielerische Niveau das die Mannschaft auf's Grün bringt.

Unser "Baumi" macht einen super Job, kommt auch sehr authentisch rüber und, "grins", macht einen Fehler nicht zweimal. Wichtig auch das die Stimmung im Team gut ist, trotz des großen Kaders, was sich aber ändern kann, wenn's nicht mehr so gut läuft.

Die Tabellensituation: Aktuell Rang 10, sieben Spieltage auf einem einstelligen Tabellenplatz, nie schlechter als der 14. Rang, 17 Punkte geholt und mit 16:11 Toren ein positives Torverhältnis, damit die bisher beste Saison abgeliefert.

Zuschauerresonanz, schwächelnd und das bei bestem Fußballwetter, was sind die Gründe ?

Es gibt in einer Saison immer zwei Ausreißer nach oben, ob wiedermal der FCA dazu gehört wird sich erst nach Beginn der Rückrunde herauskristallisieren.

Für einige Teams werden die nächsten zwei Spieltage Aufschluss darüber geben ob eine Korrektur sofort oder in der Winterpause zwingend notwendig wird.

Zum Videobeweis: Der gravierenste Fehler war dass man was die Kriterien anbelangt für's Erste keinen ganz engen Rahmen gesteckt hat und dann wenn es einigermaßen störungsfrei läuft peu a' peu nachlegt.

Unter dem Tisch auch noch "nachzubessern" damit war der Supergau perfekt.

Sieht man sich die Highlight-Entscheidungen an, dann reift die Erkenntnis, haben die von diesem Job eigentlich eine Ahnung. Da sind eklatante Fehlentscheidungen dabei, da ziehts einem die Schuh aus, da hilft auch kein Gang zu Fielmann mehr, Wiederholungstäter am Werk, Bewährungsauflagen gibts hier scheinbar nicht.

Immer wieder ist auch zu beobachten dass bestimmte Vereine und Spieler einen Bonus haben und z.B. Freiburg, Mainz und der FCA hier die Loser sind.

Es wird Zeit das hier strengere Maßstäbe angewandt werden.

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09.11.2017

Der teilweise Umbruch ist mehr als gelungen und Spieler wie Finnbogason, Max, Gouweeleuw und Hitz ragen heraus.

Jungfüchse wie Framberger, Danso und Cordova scharren mit den Hufen und stehen nicht mehr lange hinten an. (von Verletzungen mal abgesehen)

Und ein Trainer, der noch Kopfschütteln ausgelöst hat, als er über Nacht Schuster abgelöst hat, erweist sich mehr und mehr als Glücksfall.

Noch ist zwar nichts erreicht, aber noch nie wr das Gefühl in der Bundesliga so gut wie jetzt. Das führt sogar so weit, dass nicht mal Bayern als kommender Gegner Schrecken verbreiten kann.

Einfach weiter so!

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