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28.07.2014

DATEV Challenge Roth 2014 - TSV Gersthofen Triathlon war mit Jürgen Klein dabei!

 

 

4 Triathleten des TSV Gersthofen Triathlon nahmen am 20. Juli 2014 an dem Challenge in Roth teil. Zwei davon, Andrea und Jürgen, werden von ihren Erlebnissen hier im Blog erzählen.

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Den Anfang macht Jürgen Klein.

Hier kommt sein Bericht zu diesem besonderen Tag.

 

25.09.2013

Nach 6-wöchiger Pause mit 0 Minuten Sport beginnt das Training für den Challenge Roth 2014. Meine Vision - eine Zielzeit unter 10 Stunden. Nachdem ich 2011 nach 10:48h ins Ziel kam, wollte ich mich um ca. 50 Minuten verbessern.

Der Plan war, beim Schwimmen eine Verbesserung von 6 Minuten, auf dem Rad ca. 20 Minuten und beim Laufen ca. 25 Minuten Verbesserung hinzubekommen. Zum damaligen Zeitpunkt war ich mir ziemlich sicher, dass die nötige Verbesserung beim Schwimmen kein Problem sein sollte und die Laufzeit ebenfalls machbar ist. Vor allem, weil ich 2 laufintensive Jahre hinter mir hatte, in denen ich einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht habe. Also galt es im Wesentlichen, an der Radzeit zu arbeiten. Dementsprechend habe ich den Schwerpunkt auf Kraft- und Radtraining gelegt. Aus diesem Grund habe ich 2 Trainingswochen im Frühjahr eingeplant, um meine Grundlagen auf dem Rad auszubauen. Ende März am Gardasee und Ende April in der fränkischen Schweiz. Trotzdem hatte ich noch große Zweifel, meine geplante Radzeit zu schaffen. Aber im Laufe der folgenden Monate (Mai und Juni) habe ich plötzlich gemerkt, wie meine Radleistung immer besser wurde und meine Vision doch in greifbare Nähe rückte. Als mir dann auch noch mein Freund Günter Haas sein Kuota Triathlon-Rad mit der Erfahrung aus Hawaii  zur Verfügung stellte, war ich mir sicher, dass es klappt. 3 Vorbereitungswettkämpfe in München, Ingolstadt und Lauingen haben das auch bestätigt.

Und dann kam der 20.07.14

Race-Day & mein Geburtstag! Nach einer kurzen und doch eher unruhigen Nacht klingelte um 4 Uhr der Wecker. Als ich ins Vorzelt ging, kam mir schon Andrea, eine Teamkollegin entgegen und wir haben gemeinsam gefrühstückt. Anschließend habe ich die Verpflegung zum Rad gebracht und die Wechselbeutel abgegeben. 6:30 Uhr. Gänsehaut beim ersten Startschuß der Profis. Jetzt stieg die Nervosität so richtig. Weiche Knie, ein mulmiges Gefühl und doch eine riesen Portion Vorfreude.

7 Uhr. Startschuß. Meine Challenge hat begonnen! Die ersten 300m im Kanal war ziemlich viel los. Ich habe keinen Schlag abgekommen, aber meine Beine wurden oft nach unten gedrückt. Erst dann hat sich das Feld so weit auseinander gezogen, dass ich meinen Rhythmus gefunden habe. 2- oder 3-mal hat sich das Schauspiel wiederholt, da die nachfolgenden Startgruppen in Wellen an mir vorbei sind. Mit einem guten Gefühl habe ich meine ungeliebte Schwimmdisziplin beendet und mich auf’s radeln gefreut. In der Wechselzone habe ich bereits zum 1. mal an diesem Tag vom Sprecher ein Geburtstagsständchen bekommen und habe mich riesig gefreut. Doch dann die Ernüchterung. Als ich die Uhrzeit auf dem Rad gesehen habe, war mir klar, dass beim Schwimmen irgendetwas schief gelaufen ist. Ich hatte mindestens 10 Minuten länger benötigt als geplant, obwohl es sich nicht wirklich langsam angefühlt hat. Heute habe ich Gott sei Dank eine Erklärung, die für meine Schwimmzeit herhalten muss! Felix Walchshöfer, der CEO der Challenge Roth hat auf Facebook gepostet, dass in der Nacht vorher eine „Not-Schleusung“ im Kanal nötig war, und somit beim Schwimmen der sogenannte Badewannen-Effekt noch vorhanden war, welcher zu schlechteren Schwimmzeiten führt. Das erklärt bestimmt 10 Minuten Verlust!!!! Auf dem Rad lief es in der ersten Runde gut. Ich konnte meine geplante Zeit fahren und hatte sogar das Gefühl, ein paar Minuten aufholen zu können. Bei der Anfahrt auf den Solarer Berg hatte ich schon 500m vorher einen Klos im Hals, feuchte Augen und Gänsehaut gleichzeitig. Der Berg ist unbeschreiblich. Die eigene Familie und die vielen tausend Zuschauer tragen einen hoch. Das lässt sich nicht beschreiben, das muss man fühlen. Die zweite Runde war allerdings deutlich zäher und ich musste ziemlich pushen. Am Ende habe ich meinen gewünschten Durchschnitt auf dem Rad geschafft, konnte allerdings vom Schwimmen nichts gut machen und musste auch ziemlich viele Körner lassen.

 

Nach 6:41h begann ich den abschließenden Marathon und wusste bereits, dass mein 10-Stunden-Ziel kaum noch zu schaffen war. Die ersten 5-6 Kilometer vorbei an Freunden und der Familie habe ich noch versucht, das nötige Tempo zu laufen, musste dann aber einsehen, dass ich das nicht durchhalten würde. Und so habe ich mich von meinem Traum verabschiedet und das Tempo rausgenommen. Die nächsten 6-7 Kilometer hatte ich richtige Motivationsprobleme, warum ich überhaupt noch laufe und mich anstrenge. Phasenweise habe ich überlegt, einfach ins Ziel zu gehen. Gott sei Dank hab ich das nicht gemacht und bin das Rennen ordentlich zu Ende gelaufen, auch wenn ich mir bei jeder Verpflegungsstation viel Zeit gelassen habe. Ein Highlight war noch der Abschnitt auf dem Marktplatz in Roth. Super Stimmung und Geburtstagsständchen Nr. 2. Nach 10:21h lief ich dann doch sehr glücklich zusammen mit meiner Tochter – die fast eine Stunde lang im Zielkanal auf mich gewartet hat - ins Stadion, vorbei an meiner Familie und an meinem Freunden und erreichte in einer für mich guten Zeit die Ziellinie. Während dessen bekam ich mein 3. Geburtstagsständchen vom Stadionsprecher.

 

Das war der Moment, als die Emotionen über mich hereinbrachen. Zum einen aus Erleichterung, dass ich die Ziellinie erreicht habe und zum anderen, weil mein Traum zerplatzt war. Egal! Mit ein paar Tagen Abstand habe auch ich realisiert, dass eine Zielzeit von 10:21h an diesem Tag eine für mich sehr gute Leistung war, auf die ich stolz bin.

 

 

 

 

 

Die Challenge Roth (offiziell seit 2013 DATEV Challenge Roth )ist die Triathlon-Folgeveranstaltung des Ironman Europe, der von 1988 bis 2001 ebenfalls im mittelfränkischen Roth stattfand. Der Wettkampf ist Teil der Challenge-Weltserie.

http://de.wikipedia.org/wiki/Challenge_Roth

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