06.09.2012

Herausforderung im Kaiserwinkel

Gersthofer Triathleten beim Challenge Walchsee in Tirol

  (vom 2012-09-06 12:40:32.0)


Der Mitteldistanz-Triathlon der Challenge-Family im Kaiserwinkel glänzt nicht nur durch seine landschaftlichen Reize, sondern auch durch große Professionalität und familiäre Atmosphäre. „Wo Challenge draufsteht, ist halt auch Challenge drin“, sind sich die vier Athleten Jens Harti, Sebastian Frommelt, Thomas Binder und Andrea Binder vom TSV Gersthofen einig. Neben nahezu perfekter Organisation liegt dies vor allem auch am legendären Kaiserschmarrn, der traditionell bei der Pasta-Party am Vorabend aus einer Pfanne mit 2 m Durchmesser serviert wird. Ein weiteres Highlight ist die Gelegenheit, die ebenfalls teilnehmenden Profis und Stars der Szene (u.a. Andreas Raelert, Timo Bracht, Ronnie Schildknecht oder Mary Beth Ellis und Gina Crawford) im persönlichen Gespräch zu erleben und zum Fototermin zu bitten. Ein herzliches „Viel Erfolg beim Wettkampf morgen“ persönlich von Andi zu bekommen passiert so wohl auch nicht bei jedem Wettkampf.  
Überhaupt sind die Vorbedingungen – trotz kalten und regnerischen Witterungsbedingungen – ideal für den Wettkampf, hat doch Jens Harti sein persönliches Support- Team mit an den Walchsee gebracht. Auch Andrea und Thomas profitieren so vom wettkampferprobten Team um Monika, Josef und Sandra, die sich während des gesamten Wettkampfes um Organisatorisches („wo ist eigentlich mein Handy?) und Verpflegung (z.B. kontinuierliche Kohlenhydrat-Versorgung) kümmern. Erwähnt sei hier insbesondere die legendäre Vor-Wettkampf-Paella von Monika, sowie die mentale Unterstützung vor, während und nach dem Wettkampf.
Mit hohen Erwartungen geht insbesondere Jens Harti an den Start. Bereits zum zweiten Mal absolviert der in Verein und Liga aktive Triathlet die Mitteldistanz am Walchsee. “Mindestens 30 Minuten schneller“ zu sein ist sein Ziel für diesen Wettkampf. Sebastian Frommelt, und Andrea und Thomas Binder dagegen haben keine Zeit zu toppen. Für die drei Rookies ist es der erste Wettkampf über diese Distanz.
Am Wettkampfmorgen um  5:00 morgens hält es keinen mehr im Bett. Ein kritischer Blick in den Himmel: es hat aufgehört zu regnen, die Straßen sind trocken. Das Wetter scheint zu halten, die Wassertemperatur liegt mit 18°C deutlich über der 12°C kalten Luft. Durch die Wolkendecke sieht man kurz den wilden Kaiser aufblitzen. Mit Kribbeln im Bauch stehen die vier Athleten um kurz vor 8:00 in Neoprenanzügen am Ufer des Walchsees, um sich auf die 1,9 km lange Schwimmstrecke zu begeben. Jens startet nicht mit optimalen Voraussetzungen, seit einigen Tagen ist ein Kratzen im Hals spürbar, am Wettkampfmorgen kommt Übelkeit hinzu.  (vom 2012-09-06 12:40:32.0)Trotzdem erreicht Jens mit einer respektablen Schwimmzeit von 0:31:06 h als erster der Gersthofener die Wechselzone und startet auf die 90 km lange Radstrecke. Sebastian folgt nach einer Zeit von 37:27, dicht gefolgt von Thomas mit 38:19 und Andrea mit 41:53. Die landschaftlich anspruchsvolle Strecke ist ein Rundkurs und wird zweimal durchfahren; auf dem gesamten Kurs werden etwa 900 Höhenmeter zu absolvieren sein. Zu Beginn geht es erst einmal bergab – es ist kalt und windig. Die später folgenden Anstiege sind dagegen recht locker zu fahren, ein Umstand, der besonders Andrea, die in dieser Saison erst mit dem Radtraining begonnen hat, verblüfft. Schneller als erhofft ist sie nach 2:55:50 h wieder in der Wechselzone und bereitet sich auf die letzte Disziplin vor. Jens, Sebastian und Thomas sind zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Laufstrecke unterwegs. Während es für Thomas (2:42:35) beim Radfahren „ideal“ lief, hatte Sebastian (2:39:48)mit einem Sturz in den Stacheldraht zu kämpfen, kann aber trotz Blessuren weiter am Rennen teilnehmen. Jens hat mit 2:37:33 die beste Radzeit der Vier, seine eigenen Erwartungen kann er aber nicht gerecht werden und ist dementsprechend enttäuscht. Vier leicht kupierte Runden sind es, die für die 21 km lange Laufstrecke zu absolvieren sind. Mittlerweile ist die Sonne durch die Wolken gedrungen, es ist heiß geworden. Das Laufen fällt demensprechend nicht mehr so leicht. 

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(vom 2012-09-06 12:40:32.0)

Mit einer Zielzeit von 5:04:29,9 ist Jens trotz gesundheitlicher Probleme ca. 15 min  schneller als im letzten Jahr. Sebastian, Thomas und Andrea sind mit ihren Ergebnissen von 5:18:01, 5:25:48 und 5:45:06 hochzufrieden und nehmen glücklich ihre Finisher-Medallien in Empfang.  Besonders freut sich Andrea über die persönlichen Glückwünsche von Felix Walchshöfer (Chef der Challenge-Family, Anm. d. Redaktion), dem sie zugleich ihre Teilnahme an der Challenge Roth (Langdistanz Triathlon) verspricht.

 

 

Bericht von Andrea Binder

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