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Cyber-Angriffe
22.08.2015

Google-Sicherheitschef: "Immer geschicktere Online-Angriffe"

Cyber-Angreifer nutzen immer geschickter Sicherheitslücken in Netzwerken aus. Davor warnt der Sicherheitschef von Google in einem Interview. Symbolfoto.
Foto: Oliver Berg/Symbol (dpa)

Googles IT-Sicherheitschef warnt vor zunehmenden Cyber-Angriffen. In einem Interview hat Gerhard Eschelbeck erklärt, welche Gefahren durch Sicherheitslücken entstehen können.

Vor einem ausufernden Cyber-Krieg durch "immer geschicktere Angreifer" hat Googles IT-Sicherheitschef Gerhard Eschelbeck in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" gewarnt.

Gesteigerte Internetnutzung im Alltag vergrößert Risiken

Es gebe eine "gewandelte Bedrohungs-Landschaft" mit zunehmend zielgerichteten Attacken von Staats-Hackern, sagte der promovierte Informatiker. "Wir haben es immer mehr mit Angreifern zu tun, die von bestimmten Ländern gesponsert werden und dabei ganz konkrete Absichten verfolgen." 

Mit der aktuellen Entwicklung würden viele weitere Sicherheitslücken hinzukommen. Ein Auto sei heute nichts anders als ein großer Super-Computer, der drahtlos verbunden werden könne. "Wir, und damit meine ich die ganze Branche, müssen dafür sorgen, dass dabei künftig von Anfang an auch die Sicherheit mit eingebaut ist, sei es bei Autos oder Herzschrittmachern", sagte der gebürtige Österreicher.

Googles Sicherheitschef: Gerhard Eschelbeck will mehr Transparenz

Eschelbeck warb in dem Zusammenhang für eine einheitliche Zertifizierung zur Sicherheit solcher Geräte. Teil des Problems sei es, dass das Internet prinzipiell nicht sehr transparent sei. "Deswegen muss Google für diese Transparenz sorgen und den Nutzern zeigen, was mit ihren Daten passiert", sagte Eschelbeck. Bislang sei bei Google im Umgang mit Datenschutz "sicher nicht alles richtig gelaufen". Er betrachte es deshalb als seine persönliche Aufgabe, für mehr Transparenz zu sorgen.

Eschelbeck ist seit Oktober 2014 Vizepräsident für "Security Engineering" bei Google und war zuvor Technikchef des Sicherheitsdienstleisters Sophos. dpa

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