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Studie

22.09.2015

Cybermobbing betrifft fast jeden fünften Jugendlichen

Cybermobbing ist für jeden fünften Jugendlichen in Deutschland ein Problem. Viele, die im Internet gemobbt werden, denken sogar über Selbstmord nach. Das ergab eine Studie.
Bild:  Oliver Berg (dpa), Symbol

Fiese Kommentare sind über Facebook oder Twitter sind oft verletzender als im realen Leben. Eine Studie zeigt: Jeder fünfte Jugendliche wurde schon einmal Opfer von Cybermobbing.

Fast jeder fünfte Jugendliche in Deutschland ist im Netz bereits Opfer von Cybermobbing geworden. Etwa 34 Prozent der Teenager im Alter von 13 bis 18 Jahren ist ein Fall aus dem engen  Freundes- und Familienkreis bekannt. Das ergab eine internationale Online-Studie von Vodafone mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov, die der britische Telekomkonzern am Dienstag in Berlin vorstellte.

Jedes fünfte Cybermobbing-Opfer denkt über Selbstmord nach

Mehr als die Hälfte der fast 5000 befragten Teenager aus insgesamt elf Ländern fanden demnach fiese Kommentare über Facebook, Whatsapp oder Twitter schlimmer als Mobbing im realen Leben. Etwa 43 Prozent sehen darin ein größeres Problem als im Konsum illegaler Drogen. Fast jeder Fünfte habe über Selbstmord nachgedacht, viele fühlten sich völlig hilflos oder schwänzten die Schule.

Internet-Mobbing: Deutschland liegt im internationalen Mittelfeld

In der Vergangenheit traten immer wieder Fälle von Cybermobbing an die Öffentlichkeit: 2013 nahm sich eine 17-jährige Kanadiern das Leben, ein Jahr zuvor beging der damals 20 Jahre alte Niederländer Tim Ribberink Selbstmord. Was die Zahl der Mobbingfälle betrifft, liegt Deutschland im Internationalen Vergleich noch im Mittelfeld. Am häufigsten leiden Jugendliche in Neuseeland. dpa

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