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Facebook-Aktie
21.05.2012

Facebook im freien Fall: Nach zwei Handelstagen Kursverlust von 15 Prozent zum Ausgabepreis

Am zweiten Handelstag hat die Facebook Aktie dramatisch verloren.
Foto: Foto: Andrew Gombert dpa

Nach den ersten Kursstürzen seit dem Handelsstart versuchen die Konsortialbanken mit Stützungskäufen weitere Verluste zu verhindern. Die Wirksamkeit ist zweifelhaft

Der Abwärtstrend der Facebook-Aktie hat sich am heutigen Dienstag weiter fortgesetzt. Dabei sackte der Börsenwert des Unternehmens von 104 Milliarden Dollar auf 90 Milliarden Dollar ab. Obwohl das Bankenkonsortium um den "Lead underwriter" Morgan Stanley seit Freitag versucht hatte, mit Stützungskäufen einen weiteren Kursabfall zu verhindern, notierte die Aktie bereits heute Mittag bei 33 Dollar. Nach Informationen der Financial Times lag der Schlusskurs am gestrigen Montag drei Prozent höher. Der aktuelle Aktienpreis liegt deutlich unter dem Ausgabepreis von 38 Dollar. An der Nasdaq startete die Aktie am Dienstag bei 32 Dollar - ein Abschlag von gut sechs Prozent.

Zweifel an der Wirkung von "Stützungskäufen"

Mit diesen Käufen versuchen die begleitenden Banken, nach dem Börsengang eine Stabilisierung des Aktienkurses zu erreichen. Dennoch haben Experten im Fall von Facebook Zweifel an ihrer Wirksamkeit. So sagt Thomas Ralf Meier, Leiter Aktien Europa beim Fondsanbieter Deka Investments: "Stützungskäufe gibt es bei fast jedem Börsengang, die Frage ist, ob sie wirklich etwas bringen".  Händler und Analysten berichten von offensiven Maßnahmen des Konsortialführers Morgan Stanley um den Kurs zu stützen. Bei Facebook haben die Stützungskäufe bislang nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.

Wer ist schuld an dem Debakel?

Die Investmentbank Morgan Stanley stand als so genannter "Lead underwriter" an der Spitze des Bankenkonsortiums, das den Börsengang vorbereitete. Sie verkaufte auch die Aktien an die Anleger. Laut dpa twitterte Jack Welch, ehemaliger Chef des US-Konzerns General Electric: "Morgan Stanley trägt die Schuld an dem Facebook-Desaster. Man hat zu viele Aktien ausgegeben und die Preisfindung war unter aller Sau." Dennoch war es den Investmentbankern nur mit der Zustimmung der Alteigentümer um Facebook-Chef Mark Zuckerberg möglich, den Börsengang so stark auszuweiten. Vor allem institutionelle Anleger wie Fondsgesellschaften trennten sich kurz nach dem Handelsstart der Aktie von mehr Anteilen als die Facebook-Macher ursprünglich gedacht hatten.

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