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Galaxy Note 7
19.09.2016

Samsung startet Austausch-Aktion der Galaxy Note 7 in Deutschland

Das Samsung Galaxy Note 7 kann jetzt auch in Deutschland gegen ein neues Gerät getauscht werden.
Foto: Jannis Mattar (dpa)

Seit Montag können Besitzer ihre Samsung Galaxy Note 7-Smartphones auch in Deutschland umtauschen. Samsung ergreift zudem weitere Maßnahmen, um die Brandgefahr zu verringern.

Nachdem Samsung die explosionsgefährdeten Smartphones Samsung Galaxy Note 7 zurückgerufen hat, startet heute die Austausch-Aktion der Galaxy Note 7 in Deutschland. Am Montag können Kunden neue Geräte bei dem Händler, bei denen das Original-Samsung-Telefon erworben wurde, oder über die Samsung-Website beantragen, teilte das Unternehmen mit.

Samsung Galaxy Note 7: Austausch der Smartphones startet heute in Deutschland

Samsung macht weiterhin keine Angaben dazu, wie viele Geräte in Deutschland betroffen sind. Die breite Auslieferung hatte hierzulande an dem Tag beginnen sollen, an dem Samsung den Rückruf ankündigte.

Damit auch wirklich alle Kunden möglichst schnell ihre aktuellen Geräte gegen ein neues Note 7 austauschen, will der Konzern noch diese Woche in ganz Europa ein Software-Update auf das Smartphone bringen, die die maximale Ladung des Akkus aus Sicherheitsgründen auf 60 Prozent begrenze. Dadurch solle das Risiko von Unfällen verringert werden. Zudem warnt Samsung alle Kunden erneut, ihre Note-7-Geräte auszuschalten und überhaupt nicht mehr zu nutzen.

Laut einer offiziellen Rückrufaktion mit der US-Verbraucherschutzbehörde geht es allein in den USA um rund eine Million Geräte und bisher 92 gemeldete Zwischenfälle, bei denen sich ein Note 7 überhitzte oder Feuer fing. Das Smartphone war rund zwei Wochen in mehreren Ländern verkauft worden. Laut Medienberichten könnten insgesamt etwa 2,5 Millionen Geräte ausgetauscht werden müssen.  Vor gut zwei Wochen hatte Samsung schließlich die Brandgefahr eingeräumt und eine weltweite Austausch-Aktion angekündigt.

Konkurrenz mit Apple: Samsung wollte mit Galaxy Note 7 schnell auf den Markt

Ermittlungen in China nach Medienberichten über brennende Geräte ergaben unterdessen nach Angaben des beteiligten Zulieferers keine Verbindung zu den Betterien. Die Ergebnisse vorläufiger Prüfungen zeigten, dass "der Brand nicht direkt mit den Batterien im Zusammenhang steht, die unsere Firma hergestellt hat", hieß es am Montag auf der Website von Amperex Technology Limited (ATL). Die Hitzequelle werde von "außerhalb der Batterie vermutet." China ist bisher non dem weltweiten Rückruf des Note 7 ausgenommen.

Bloomberg berichtete unter Berufung auf informierte Personen auch, Samsung habe sich beeilt, mit dem Note 7 besonders schnell ein Gerät mit vielen Innovationen und frischem Design auf den Markt zu bringen, um sich von Apple abzuheben. Schon vor Monaten war durchgesickert, dass das neue iPhone 7 wohl das gleiche Aussehen wie das vorherige Modell haben wird. Davon habe Samsung profitieren wollen. Zu den Neuerungen gehörte auch eine langlebigere Batterie, die schneller lud. Das Unternehmen erklärte Bloomberg, neue Geräte kämen grundsätzlich auf den Markt, wenn sie fertig seien.

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Foto: Andreu Dalmau, dpa

Der Chef der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC, Elliot Kaye, hatte erklärt, dass nach Angaben von Samsung die Batterie etwas zu groß für ihren Platz im Gehäuse gewesen sei - und durch das Zusammendrücken beim Einbau sich das Risiko von Kurzschlüssen in den Akkus erhöht habe. Die problematischen Batterien wurden nach bisherigen Informationen von der Samsung-Tochter SDI hergestellt.

Neue Galaxy Note 7 Geräte sind mit schwarzem Quadrat markiert

Nutzer können die neuen, sicheren Geräte an einem schwarzen Quadrat auf der Verpackung erkennen. Samsung markierte die neu produzierten Smartphones extra, damit Kunden diejenigen Geräte erkennen können, die nicht möglicherweise plötzlich in Flammen aufgehen können. Wie "zdnet.com" berichtet, werden Note 7 ohne Akkudefekt außerdem an einem grünen statt weißen Batteriesymbol in der Statusleiste erkennbar sein.

dpa/tmn/AZ

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