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27. Februar

27.02.2018

Google Doodle heute: Das ist May Ayim

Das Google Doodle am 27. Februar ist May Ayim gewidmet.
Bild: Screenshot Google

Am 27. Februar wurde in Berlin eine Straße nach May Ayim benannt, jetzt ehrt Google diesen Tag mit einem Doodle - doch wer war May Ayim, die ursprünglich Sylvia Gertrud Opitz hieß?

May Ayims Ehrentag ist offenbar nicht etwa ihr Geburtstag: Für das Google Doodle ist es vielmehr der 27. Februar, denn an diesem Tag wurde zu Ehren May Ayims eine Straße in Berlin benannt. Das May Ayim Ufer soll an die Dichterin und Aktivistin erinnern.

Google Doodle: Wer war May Ayim?

May Ayim, die als Sylvia Gertrud Opitz 1960 geboren wurde, ist das Kind eines ghanaischen Vaters und einer deutschen Mutter. Sie wuchs jedoch in einer Pflegefamilie auf. Ihre Mutter verweigerte zeitlebens den Kontakt zu Ayim, während ihr Vater sie regelmäßig besuchte. In Münster besuchte May Ayim die Schule, bevor sie schließlich in Regensburg Pädgagogik studierte.

Ihre Diplomarbeit schrieb sie über die Geschichte der Afrodeutschen vor 1986 und veröffentlichte diese auch in ihrem Buch "Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte". Das Werk, herausgegeben mit zwei weiteren Frauen, gilt bis heute als bedeutender Grundstein in der Szene. Ihre Diplomarbeit lehnte ihr Dozent jedoch ab - in  Deutschland gebe es keinen Rassismus, so die Begründung.

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Doch nicht nur wissenschaftlich, sondern auch kreativ setzte sich May Ayim mit dem Thema auseinander: In zahlreichen Gedichten legte sie ihre Gefühle und Ansichten offen. Dabei kritisierte sie besonders die negativ konnotierten Bezeichnungen wie Neger oder Mischling, die zu ihrer Jugendzeit noch geläufiger waren. 1985 gründete sie schließlich gemeinsam mit anderen Aktivisten die Initiative Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland e.V. (ISD), um ein Zeichen gegen Rassismus und für Gleichheit zu setzen.

Google Doodle heute: May Ayim kämpfte für die Rechte von Schwarzen in Deutschland

Neben psychischen Problemen, wegen derer sie sich mehrmals freiwillig in die Psychiatrie begab, kämpfte sie außerdem mit der Krankheit Multiple Sklerose. Am 9. August 1996 beging May Ayim Selbstmord; sie stürzte sich von einem Hochhaus.

Das heutige Google Doodle zeigt May Ayim im Kreise weiterer Frauen auf einem Buch, im Hintergrund der Berliner Fernsehturm - so ehrt Google die Autorin und Aktivistin, der heute vor acht Jahren eine Straße in Berlin gewidmet wurde. (AZ)

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