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17.01.2019

Heimkino: Wie teuer ist ein guter Beamer?

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2 Bilder
Beamer zaubern Kino-Atmosphäre ins Wohnzimmer. Allerdings kommt es auf die Auflösung und die Lichtleistung der Geräte an.
Bild: BenQ

Beamer entwickeln sich zu immer besseren Fernseher-Alternativen. Was Käufer in welcher Preisklasse erwarten können – und was nicht.

Fernsehgeräte mit Diagonalen von 55 Zoll, also rund 140 Zentimetern, und mehr sind längst bezahlbar. Dennoch stehen Beamer auf der Wunschliste von Film- und Serien-Fans oft ganz oben. Ihr Bild, das die Display-Ausmaße gängiger Fernseher oft weit übertrifft, vermittelt Heimkino-Atmosphäre, ohne zu sehr ins Geld zu gehen. Und wird nicht geschaut, steht kein großer schwarzer Kasten im Raum.

Wer sich einen Beamer anschaffen will, erkennt aber schnell: Es gibt große Preis-Unterschiede und jede Menge technische Details zu beachten. Wir zeigen auf, in welcher Preisklasse Sie welche Technik erwartet - und wo deren Vor- und Nachteile liegen.

Preisklasse bis 300 Euro

Preiswerte Beamer arbeiten mit der DLP-Technologie. Das ist kein Nachteil, denn insbesondere aufgrund der guten Kontraste sind DLP-Beamer interessant. Ein Schwachpunkt der preiswerten Modelle ist jedoch die geringe Auflösung. Sie liegt beispielsweise beim „C101i“ von Acer bei nur 854 mal 480 Bildpunkten. Da kommt allenfalls beim Betrachten der Nachrichten Freude auf. Die hochauflösenden TV-Formate von ARD, ZDF, RTL & Co. arbeiten mit mehr Bildpunkten. Die Folge: Der Beamer rechnet das Bild herunter, einzelne Informationen gehen verloren.

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Ein weiterer Nachteil ist die geringe Lichtleistung. Beim genannten Acer-Gerät beträgt sie gerade einmal 150 ANSI-Lumen (siehe Infokasten). Das setzt einen komplett abgedunkelten Raum für eine Darstellung voraus. Für das klassische Heimkino ist ein solches Modell damit zwar nicht geeignet, aufgrund der kompakten Abmessungen und des geringen Gewichtes von kaum 300 Gramm bietet es sich aber für den mobilen Einsatz an.

Preisklasse bis 400 Euro

Schon für etwas mehr Geld gibt es Geräte, die prima in ein Heimkino passen – so wie beispielsweise den „MW 535“, den BenQ im Herbst auf den Markt gebracht hat. Auch er arbeitet mit der gut geeigneten DLP-Technologie, bietet aber eine Lichtstärke von 3600 ANSI-Lumen, so dass das Betrachten des Bildes auch in hellen Räumen funktioniert.

Kompromisse sind hinsichtlich der Auflösung gefragt: Sie liegt bei 1280 mal 800 Bildpunkten. Das reicht für die Darstellung der HD-Angebote der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zwar aus. Schon bei den Privatsendern und vor allem bei Streaming-Diensten kommen jedoch HD-Formate mit höheren Auflösungen zum Einsatz, so dass der Beamer sie für die Darstellung herunter rechnen muss. Dennoch: Freude am Heimkino kann ab dieser Auflösung, die dem WXGA-Standard entspricht, durchaus aufkommen.

In einem abgedunkelten Raum funktionieren Beamer am besten.
Bild: BenQ

Preisklasse bis 600 Euro

Eine noch höhere Auflösung bieten Geräte in der Preisklasse bis 600 Euro, wie der „EH-TW5400“ von Epson. Er kann 1920 mal 1080 Bildpunkte darstellen, was dem HD-Format entspricht.

Für alle gängigen Fernsehsender ist das optimal – einzig bei den bislang wenigen 4K-Angeboten muss auch das Epson-Gerät die Bildinformationen herunterrechnen, um sie überhaupt darstellen zu können. Zum Einsatz kommt hier die 3LCD-Technologie, die ein augenschonendes, ruhiges Bild liefert. Die Lichtleistung liegt bei diesem Epson-Modell bei 2500 ANSI-Lumen, was zumindest kein vollständiges Abdunkeln des Raumes erforderlich machen sollte.

Keine Frage: Wer sein Heimkino regelmäßig oder gar täglich nutzen will, sollte sich mindestens in dieser Preiskategorie umschauen.

Preisklasse bis 1000 Euro

Bereits für knapp 1000 Euro gibt es inzwischen die ersten Projektoren mit einer 4K-Auflösung, die also 3840 mal 2160 Bildpunkte darstellen können. Ein Beispiel ist der „TK800“ von BenQ. Er arbeitet mit der besagten DLP-Technologie und bietet eine Lichtleistung von 3000 ANSI-Lumen. Durch ein spezielles Objektiv ist bereits bei einer für Wohnzimmer nicht untypischen Entfernung von gut drei Metern zwischen Beamer und Wand eine Bilddiagonale von 2,50 Metern möglich.

Die Lebensdauer der Lampe gibt der Hersteller bei voller Lichtleistung mit 4000 Stunden an. Wer sein Heimkino schon heute zukunftssicher mit 4K-Technik ausstatten will, kann also schon für unter 1000 Euro einsteigen.

Preisklasse über 1000 Euro

Es ist natürlich ohne weiteres möglich, auch über 1000 Euro für einen Heimkino-Beamer auszugeben. Insbesondere sind Geräte mit LED-Lampentechnik noch vergleichsweise teuer. Hier gibt es Modelle mit Full-HD-Auflösung rund um die 1000-Euro-Grenze. Zudem gibt es erste Beamer, die statt DLP- oder LCD- nun Lasertechnik einsetzen. Sie verspricht eine besonders lange Lebensdauer.

Der „Andante HF80JS“ von LG beispielsweise soll nach Herstellerangaben 20 000 Stunden arbeiten. Das rund 1500 Euro teure Gerät bietet eine Full-HD-Auflösung mit 1920 mal 1080 Bildpunkten und eine Lichtleistung von 2000 ANSI-Lumen. Die maximale Bilddiagonale liegt mit diesem hochwertigen Gerät bei gut drei Metern.

Lesen Sie hier: die neuesten Technik-Trends und -Gimmicks von der CES in Las Vegas.

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