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Internetkriminalität
13.06.2014

Phishing-Mails: Einmal gefangen, gibt es keinen Ausweg

Ist der Computer einmal infiziert worden, empfiehlt es sich, alle Passwörter oder Kontodaten präventiv zu ändern.
Foto: Oliver Berg, dpa

Pishing-Mails werden versandt, um an die persönlichen Daten von Internet-Nutzern zu kommen. Und Experten wissen: Man kann sich nur schwer davor schützen.

E-Mail Konten, Passwörter und Co. werden immer häufiger geknackt. Doch meist ist es nicht ganz so einfach, sich vor den Internetbetrügern zu schützen. Mit kreativsten Methoden versuchen sie, in den Besitz personenbezogener Daten zu gelangen. Meistens wird dafür aber schlichtweg eine E-Mail versandt. Viren mit immer komplexeren Strukturen durchforsten dann den Computer. Vorraussetzung dafür ist das Öffnen der sogenannten Phishing-Mails oder deren Anhang. Sobald dies geschehen ist, wird man Teil eines Mail-Verteilers  beziehungsweise "Bot-Netzes". Doch wie kann man sich als Laie schützen? Und kommt man aus solch einem Verteiler überhaupt wieder heraus?

Schutz im Internet niemals gewährleistet

Wie ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik mitteilte, sei ein vollständiger Schutz niemals gewährleistet. Um sich vor Phishing Mails zu schützen, "sollte man sich als Internetnutzer unbedingt eine Anti-Viren-Software auf dem Computer installieren", rät der Sprecher. Außerdem solle man die Filter-Mechanismen der Internetbrowser aktivieren. Diese würden den Großteil der schädlichen Viren abwehren oder zumindest über deren Anwesenheit informieren.

Um sich explizit vor Phishing-Mails zu schützen, sei es wichtig, Mails von unbekannten Absendern kritisch zu betrachten und keinesfalls sofort zu öffnen. Häufig nutzen die Internetbetrüger Namen von bekannten Personen als Kontaktadresse. Wie sie an deren Identität gekommen sind, weiß keiner. Nicht selten werden auch offizielle Behörden als Absender betitelt.

Pishing-Mails: Kein Ausweg aus dem Bot-Netz

Der Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik erklärt: "Eine Behörde würde niemals per E-Mail kommunizieren. Der Schriftweg sei der erste Schritt der Kontaktaufnahme und dieser geschehe nicht per Mail, sondern per Post. Deshalb rät er: "Sollte man sich bei solchen Mails nicht sicher sein, kann man sie zunächst für eine Woche in einen Ordner verschieben, um sie auf Viren zu prüfen.

Wer allerdings in den Verteiler eines Bot-Netzes aufgenommen wurde, kommt dort nicht mehr heraus, denn die E-Mail Adresse bleibt den Internetbetrügern bekannt. "Wenn alle Maßnahmen nicht helfen, muss man seinen Mail-Account löschen", sagt der Experte. Ist die Email-Adresse also einmal aufgenommen, gibt es keinen Ausweg.

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