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Online-Shopping
17.08.2015

Diese Gefahren lauern beim virtuellen Einkauf

Foto: Jens Büttner (dpa)

Online einzukaufen, ist bequem, birgt aber Risiken. Um böse Überraschungen nach dem Einkaufsbummel im Internet zu vermeiden, sollte Sicherheit immer an erster Stelle stehen.

Produktrecherche

und Preisvergleich sind zwei große Vorteile, von denen Onlineshopper profitieren können. So vermeidet man Fehlkäufe und spart außerdem Geld.

94 Prozent der Internetnutzer über 14 Jahren

nutzen deshalb mittlerweile den praktischen Einkauf per Laptop, Smartphone oder Tablet. Allerdings lauern beim

Onlinehandel

viele Gefahren, die nicht unterschätzt werden sollten. Lange Lieferzeiten, überraschende Zusatzkosten oder defekte Artikel gehören dabei noch zu den harmlosen Ärgernissen. Werden aber die Konto-Daten beim

Onlineshopping

gestohlen, ist der finanzielle Schaden oft groß.

Shop-Software als Gefahrenquelle

Eine der primären Gefahren, die beim

Onlineshopping

droht, kann vom Käufer gar nicht beeinflusst werden. Denn nur der Betreiber eines Onlineshops kann darauf achten, dass die Shop-Software keine Sicherheitslücken aufweist. Wie beim eigenen privaten Computersystem muss auch die

Software

des jeweiligen Shops aktualisiert werden, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen. Anderenfalls ist die Datensicherheit von Shop-Betreiber und Kunden gefährdet. Das Problem: als Verbraucher gibt es in der Regel keine Möglichkeit, die Sicherheit der

Software

einzuschätzen. Und nutzt ein Krimineller eine bestehende Sicherheitslücke, kann er die Zahlungsverkehrsdaten der Kunden einsehen. Kreditkarten- oder Bankdateninformationen sind damit nicht mehr geheim.

Sparsam mit Kundenprofilen umgehen

Käufer sollten deshalb alles daransetzen, ihre eigenen Daten zu schützen. Große und professionelle Shops sind in der Regel besser auf Attacken vorbereitet und bieten deshalb mehr Sicherheit. Falls möglich, sollte beim Kauf auf jeden Fall auf das Anlegen eines Kundenprofils mit Benutzernamen und Kennwort verzichtet werden. Denn wer sich als Gast einloggt, muss zwar bei jedem Einkauf seine Daten erneut eingeben, verhindert aber dadurch, dass er in der zentralen Kundendatenbank gespeichert wird. Bei einem Hacker-Angriff haben Verbraucher, die lediglich als Gast eingekauft haben, nichts zu befürchten, während die Kunden, die in einer Datenbank verzeichnet sind, ausgespäht werden können. Tritt der Fall ein, dass man als Käufer schließlich Opfer von Datendiebstahl und Internetkriminalität geworden ist, macht sich eine Absicherung bezahlt. Denn mit einem Finanzschutz sind alle Schäden im Zahlungsverkehr versichert. Die Absicherung greift nicht nur bei Phishing und Missbrauch von Kredit- und Bankkarten im Internet, sondern auch in dem Fall, dass von Ihrem Offline-Konto von Unbefugten Bargeldabhebungen vorgenommen werden, nachdem sie Ihr Bankpasswort herausgefunden haben.

Die eigenen Rechte kennen

Oft sind es aber nicht unbedingt externe Bedrohungen durch Online- Diebe, die den

Einkaufsbummel

im Internet gefährlich werden lassen. Im Netz tummeln sich auch einige Verkäufer, die Kunden nur um ihr Geld erleichtern wollen. Wer auf ein schwarzes Schaf trifft oder Probleme mit dem Betreiber eines Onlineshops hat, sollte unbedingt seine eigenen Rechte kennen und auch durchsetzen. Das wichtigste Gesetz ist das sogenannte Fernabsatzgesetzt. Dieses besagt, dass Verbraucher eine Frist von vier Wochen nach Erhalt der Ware haben, um diese ohne Angabe von Gründen umzutauschen. Nach einer verspäteten Lieferung oder aber dem Versand defekter Waren, muss der Käufer den Artikel also nicht behalten.

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