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Wegen Corona-Einschränkungen

05.01.2021

Silvester: Deutlich größeres Datenvolumen im heimischen Netz

Zu Silvester verzeichneten Anbieter ein deutlich größeres Datenvolumen im Festnetz-Internet.
Bild: Tobias Hase/dpa

Auf Silvesterpartys ist es fast schon ein Automatismus: Der Griff zum Smartphone, um abwesende Freunde oder Verwandte anzurufen oder ihnen Fotos zu schicken. Diesmal fielen die Partys ins Wasser, was sich auch beim Datenverbrauch im Internet bemerkbar machte.

Die Corona-Einschränkungen haben an  Silvester zu einem deutlich größeren Datenvolumen im heimischen Internet geführt.

Wie das Telekommunikationsunternehmen Vodafone auf Anfrage mitteilte, rauschten zum Jahreswechsel zwischen 20 Uhr und 3 Uhr morgens 16.000 Terabyte Daten durch seine Leitungen in die Häuser - und damit fast 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das Datenvolumen wächst seit Jahren, unter anderem wegen aufwendigerer Anwendungen und hochauflösenderen Fotos und Videos. Allerdings lag der Anstieg bei Vodafone in den Vorjahren nur bei 20 bis 30 Prozent - nun war das Datenwachstum also außergewöhnlich hoch.

Der Grund hierfür waren den Angaben zufolge die Corona-Einschränkungen. "Die Menschen waren in der Silvesternacht weniger unterwegs als sonst", sagt Vodafone-Technikchef Gerhard Mack. "Weil die meisten von uns den Start ins neue Jahr im ganz kleinen Kreis zu Hause feierten, gab es ein Datenfeuerwerk vor allem im Festnetz." Viele Menschen hätten Filme gestreamt und virtuell per Videocall aus dem heimischen WLAN mit Verwandten und Freunden auf das neue Jahr angestoßen.

Auch im Mobilfunk gab es einen Datenanstieg, der fiel allerdings relativ schwach aus - hier lag das Volumenplus bei Vodafone nur bei 28 Prozent, nachdem es in den Vorjahren stets mehr als 40 Prozent waren. Das lag aus Sicht von Vodafone daran, dass nur wenige Menschen zum Jahreswechsel draußen waren und die meisten Menschen zu Hause per W-Lan mit dem Festnetz-Internet verbunden waren.

Warum fiel der Mobilfunk-Anstieg dennoch zweistellig aus? Vodafone begründet das damit, dass zum einen die Anwendungen datenintensiver geworden seien. Zum anderen surften viele Menschen auch daheim über eine Mobilfunk-Verbindung im Internet, dies vor allem auf dem Land.

Die Zahl der Mobilfunk-Telefonate blieb bei der Deutschland-Tochter eines britischen Konzerns in der ersten Stunde des neuen Jahres mit neun Millionen Anrufen gleich hoch wie im Vorjahr. Die Zahl der Video-Calls, die zu steigendem Festnetz-Datenvolumen geführt haben, ist nach Lesart von Vodafone hingegen deutlich gestiegen.

Vodafone gehört mit Telefónica (O2) und der Deutschen Telekom zu den drei deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern. Telefónica teilt mit, dass auch bei ihnen der Anstieg der Datennutzung im Mobilfunknetz aufgrund der Corona-Beschränkungen moderater ausgefallen sei als noch in den Vorjahren. "Dies führen wir vor allem darauf zurück, dass aufgrund weniger ausgelassener Silvester-Feierlichkeiten auch weniger soziale Medien von unterwegs genutzt wurden, etwa für Up- und Download von Bildern und Videos der Silvester-Feiern", sagt ein Sprecher. Auffällig sei, dass es in der ersten Stunde des neuen Jahres zwar weniger Anrufe im O2-Mobilfunknetz gegeben habe, diese seien aber länger gewesen. Absolute Zahlen nannte der Sprecher nicht.

© dpa-infocom, dpa:210105-99-900884/2 (dpa)

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