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Datenschutzbehörde

11.09.2017

Spanien rügt Facebook: 1,2 Millionen Euro Strafe

Das Netwerk Facebook wird wegen Verwendung von Daten ohne Zustimmung gerügt.
Bild: Stephan Jansen, dpa (Symbolbild)

Spaniens Datenschutzbehörde verhängt eine 1,2 Millionen-Euro-Strafe gegen Facebook. Das Netzwerk wird wegen der Verwendung von Daten ohne Zustimmung gerügt.

Spanien hat den Internetkonzern Facebook wegen Verstößen gegen Datenschutzbestimmungen zu einer Strafe von 1,2 Millionen Euro verdonnert. Die Datenschutzbehörde des Landes stellte am Montag fest, dass Facebook unrechtmäßig Daten seiner Nutzer in Spanien ohne deren "eindeutige Zustimmung" gesammelt habe. Der Konzern habe die Nutzer außerdem nicht darüber informiert, dass die Daten erhoben und wie sie verwendet werden.

Facebook sammle Angaben zu "Ideologie, Geschlecht, religiösen Überzeugungen, persönlichen Vorlieben" und darüber, wo der Nutzer im Internet unterwegs sei, ohne darüber eindeutig zu informieren, kritisierte die Datenschutzbehörde. Die Daten nutze Facebook dann unter anderem für personalisierte Werbung ohne wie gesetzlich vorgeschrieben die Erlaubnis dafür zu einzuholen.

Facebook verfolgt Interaktionen zwischen Nutzern

Der Untersuchung der Behörde zufolge greift Facebook auch Informationen von Interaktionen zwischen Nutzern des sozialen Netzwerks ab sowie auf Drittseiten, zu denen Nutzer geleitet werden. Nicht zuletzt versäume es Facebook, die gesammelten Daten zeitnah zu löschen, sobald ein Nutzer sein Facebook-Konto abmeldet.

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Der Konzern hat nun zwei Monate Zeit, um die Entscheidung anzufechten. Für eine Stellungnahme war Facebook Spanien zunächst nicht zu erreichen. Das Netzwerk hat inzwischen weltweit mehr als zwei Milliarden aktive Nutzer. Klagen wie in Spanien sind auch in anderen Ländern anhängig. afp

Lesen Sie dazu auch: Was Facebook über Nutzer weiß: Browser-Erweiterung gibt Überblick

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