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27.06.2017

Studie zur IT-Sicherheit: Erpressungstrojaner als wachsende Gefahr

Der Erpressungstrojaner WannaCry befällt weltweit Tausende Rechner, vorrangig solche mit dem Betriebssystem Windows 7.
Bild: Felix Kästle (dpa)

Mai 2017: Der Erpressungstrojaner WannaCry befällt weltweit Tausende Rechner, vorrangig solche mit dem Betriebssystem Windows 7.

Nach dem Befall des Trojaners verschlüsselt die Malware Teile des Rechners und fordert für die Entschlüsselung einen bestimmten Betrag in der digitalen Währung Bitcoin. Viele Unternehmen sind geschockt – denn sie waren nicht vorbereitet. Dieses Bild stärkt eine Studie zur IT Sicherheit 2017 vom Verband der Internetwirtschaft, eco.

Für die Studie hat eco 590 Experten aus der IT-Branche befragt. Die Ergebnisse sind zumindest teilweise beunruhigend. Generell rechnen 95 Prozent der Verantwortlichen und Experten mit einer wachsenden oder stark wachsenden Bedrohungslage. Nur 5 Prozent gehen davon aus, dass die Bedrohung gleich hoch bleiben werde. Interessant: Lediglich eine einzige Person erwartet, dass die Bedrohungslage bei der IT Sicherheit sinken werde. Sie Sorge scheint nicht unbegründet, gab es in den vergangenen Jahren doch laut Studie bei 18 Prozent der Befragten einen gravierenden Sicherheitsvorfall, bei 10 Prozent der Befragten gleich mehrere. Dabei werden nur wenige Vorfälle mit der Nutzung von Cloud Computing in Verbindung gebracht.

Ransomware: Nur 3 Prozent bezahlen das Lösegeld

Erpressungstrojaner verschlüsseln wie erwähnt Daten auf befallenen Rechnern. Den Betroffenen wird angeboten, die Daten für ein Lösegeld wieder zu entschlüsseln. Zu diesem Schritt haben Betroffene in den vergangen Jahren jedoch nur äußerst selten gegriffen, lässt die eco-Studie vermuten. Nur 3 Prozent bezahlten demnach das Lösegeld, 78 Prozent haben schlicht ein Backup zurückgespielt und immerhin 10 Prozent haben eine eigene Entschlüsselung bzw. eine AV-Software genutzt. Doch wie gedenken Firmen in Deutschland im Bereich IT Sicherheit auf die wachsenden Bedrohungen zu reagieren? Auch hier gibt die Studie einige interessante Einblicke.

Ausgaben für IT Sicherheit werden steigen (müssen)

Demnach erwarten 36 Prozent der befragten Experten, dass die Ausgaben für IT Sicherheit gleich hoch bleiben werden. 56 Prozent hingegen erwarten, dass die Ausgaben steigen werden, 6 Prozent erwarten, dass sie stark ansteigen werden. Lediglich 2 Prozent rechnen mit sinken Kosten im Bereich IT Sicherheit. Auch das Outsourcing von IT Sicherheit wird wohl weiter zunehmen. So äußerten 55 Prozent der Befragten die Ansicht, dass das Outsourcing der IT Sicherheit an Dynamik gewinnen werde, lediglich 9 Prozent glauben, dass die Auslagerung von IT Security abnehmen werde. Starke 30 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung. Wer IT Sicherheit auslagern will, sollte sich entweder nach einem großen IT-Security-Anbieter umsehen oder auf ein regionales IT Systemhaus als Partner setzen.

Entsprechend planten mehr als zwei Drittel der europäischen Unternehmen, die IT-Sicherheitsaufgaben zumindest teilweise auszulagern. Das ist das Ergebnis einer weiteren, europaweiten Studie zum Thema Cyber-Sicherheit, beauftragt von Steria, einem europäischem IT-Konzern.

Smart Home und Connected Cars: Weitere Erkenntnisse der eco-Studie

Aus der eco-Studie zur IT Sicherheit gehen weitere interessante Details hervor. So sind sich die IT-Experten beispielsweise einig beim Thema Smart Home. Dass sich hierfür das Bewusstsein noch sehr stark entwickeln müsse, dem stimmen 97 Prozent der Befragten zu. Kontrovers ist die Stimmung beim Thema Connected Cars. Dass das vernetzte Auto die Sicherheit stärken werde, das glauben 13 Prozent der Befragten. Dass die Sicherheit sinken werde, glauben hingegen 38 Prozent. Die Mehrheit von 49 Prozent erwartet, dass beides der Fall sein wird. AZ

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