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Telekommunikation

20.02.2015

Telekom kann Aushebeln des SIM-Karten-Schutzes nicht ausschließen

Die Telekom habe den bei den Karten von Gemalto gebräuchlichen Standard-Verschlüsselungs-Algorithmus jedoch verändert, teilte das Unternehmen mit.
Bild:  Martin Gerten (dpa)

Die Deutsche Telekom kann derzeit nicht ausschließen, dass auch bei ihren SIM-Karten der Verschlüsselungsschutz durch die NSA und den britischen Geheimdienst GCHQ gebrochen wurde.

Man setzte neben Karten anderer Hersteller auch Karten von Gemalto ein. Nach einem Bericht des Enthüllungsportals "The Intercept" sind NSA und GCHQ in das Netzwerk von Gemalto eingedrungen, um millionenfach SIM-Karten-Schlüssel abzugreifen.

Die Telekom habe den bei den Karten gebräuchlichen Standard-Verschlüsselungs-Algorithmus jedoch verändert, teilte die Telekom am Freitag mit.

Damit werde eine Variante des allgemein gebräuchlichen Algorithmus genutzt. "Wir haben aktuell keine Kenntnis darüber, dass dieser zusätzliche Schutzmechanismus kompromittiert wurde", heißt es in einer Stellungnahme. "Vollkommen ausschließen können wir dies jedoch nicht." Wichtig sei jetzt, dass Gemalto schnell für Aufklärung sorge, so die Telekom.

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Die scheibchenweise Veröffentlichung der Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden kritisiert das Unternehmen als kontraproduktiv. Der aktuelle Fall zeige erneut, dass diese Veröffentlichungspraxis "eine durchgängige Entwicklung von nach vorne gerichteten Schutzkonzepten kaum erlaubt". (dpa)

Bericht "The Intercept"

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