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Virtual Reality

04.09.2017

VR-Brille von Microsoft auf der IFA vorgestellt

Auf der IFA haben Microsoft-Partner wie Lenovo neue VR-Brillen vorgestellt - der Name "Windows Mixed Reality" führt dabei etwas in die Irre.
Bild: Lenovo/dpa-tmn/Christoph Dernbach

Microsoft stellt auf der Elektronikmesse IFA die VR-Brille "Windows Mixed Reality" vor. Mit dem Modell möchte der Konzern neue Impulse im Markt der Virtual Reality-Geräte setzen.

Der Name "Windows Mixed Reality" führt etwas in die Irre - denn bei den von Microsoft entwickelten Computer-Brillen handelt es sich eigentlich um echte Virtual-Reality-Geräte. Zur Elektronikmesse IFA (1. bis 6. September) haben die Microsoft-Partner Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo ihre jeweiligen Versionen der VR-Brille von Microsoft präsentiert. Sie sollen der Oculus Rift von Facebook und der Vive von HTC Konkurrenz machen.

VR-Brille: Mit der "Windows Mixed Reality" möchte Microsoft neuen Wind in den VR-Markt bringen

Microsoft will frischen Wind in den Markt für virtuelle Realität bringen und hat am Freitag auf der IFA in Berlin neue Headsets für das Eintauchen in virtuelle Welten auf Basis von Windows 10 vorgestellt.  Ab dem 17. Oktober würden erste Geräte bereits ab 299 Dollar im Handel verfügbar sein, kündigte Microsofts Windows-Chef Terry Myerson am Rande der IFA in Berlin an. "Wir wollen Virtual Reality demokratisieren."

Trotz des Namens "Windows Mixed Reality" haben die Geräte ein sogenanntes opakes Display, mit dem man komplett in die künstliche Welt eintaucht. Für den professionellen Einsatz hat Microsoft seine HoloLens für sogenannte Augmented Reality im Programm, über die gleichzeitig auch die reale Umgebung sichtbar bleibt.

Im Gegensatz zu den aufwendigeren Konkurrenzprodukten kommen die Windows-Brillen ohne spezielle Sensoren aus, die man bei Rift und Vive im Raum positionieren muss, um den virtuellen Bewegungsraum im Zimmer abzustecken. Die Modelle der Microsoft-Partner sind quasi baugleich. Nur das äußere Erscheinungsbild variiert ein wenig. In den Brillen wurden zwei LCD-Panels mit 90 Hertz und einer Auflösung von je 1440 x 1440 Pixeln eingebaut. Rift und Vive verfügen dagegen über OLED-Panels.

"Windows Mixed Reality": Werden VR-Brillen massentauglich?

Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo gehören zu den ersten Hardware-Partnern von Microsoft, die ihre VR-Brillen auf Windows-Basis auf der IFA zeigen. PC-basierte Geräte sind bislang deutlich teurer und benötigen - wie etwa die HTC Vive - einen besonders leistungsfähigen Computer. Die nun angekündigten Headsets begnügen sich auch mit jedem handelsüblichen PC. Sie sollen besonders einfach in der Handhabung sein. In den Headsets sind zudem Sensoren und Kameralinsen integriert, so dass eine aufwendige Ausstattung mit Sensoren im Raum nicht mehr erforderlich ist. Es brauchten keine Löcher mehr gebohrt zu werden, betonte Myerson.

Die gemeinsame Plattform Windows 10 soll zudem für genügend Inhalte sorgen. Zu den Partnern gehört auch Steam, Anbieter einer Streaming-Plattform für Computerspiele. Die Games-Branche galt bislang immer als treibende Kraft für die neue Technologie. Nach Einschätzung der Beratungsgesellschaft Deloitte steht virtuelle Realität vor dem Sprung in den Massenmarkt. Entscheidend für den Erfolg seien aber preiswerte Brillen, in die man als Bildquelle das Smartphone steckt.

Wie viel soll die VR-Brille "Windows Mixed Reality" kosten?

Myerson kündigte für Windows 10 auch den Start des nächsten größeren Update an. Das "Creators Update" werde ab dem 17. Oktober zur Verfügung stehen. Lenovo hatte den Erscheinungstermin bereits am Donnerstagabend bei der Vorstellung neuer PCs genannt. Damit würden etwa zahlreiche Funktionen für das sichere Surfen, für das Schreiben auf Dokumenten mit digitaler Tinte, für die Bild- und Videobearbeitung sowie für das Spielen am PC hinzukommen, sagte Myerson. Mit Hilfe eines zusätzlichen Geräts soll sich Windows 10 auch allein über Augenbewegung bedienen lassen.

Die "Windows Mixed Reality"-Brillen, die über ein vier Meter langes HDMI-Kabel an einen Windows-PC angeschlossen werden, wiegen 400 Gramm. Der Displayteil vorne kann hochgeklappt werden, um zwischendurch aus der virtuellen Welt auszusteigen. Die Geräte kosten mit zwei Controllern rund 450 Euro und sollen im Oktober auf den Markt kommen. dpa/tmn/sh

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