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19.02.2015

Welches Tablet passt zu mir?

Bei der großen Auswahl an verschiedenen Modellen fällt es schwer, auf dem Tabletmarkt den Überblick zu behalten.
Bild: Christoph Schmidt/dpa

Internetfähige Tablets gibt es in den unterschiedlichsten Leistungs- und Preisklassen. Doch welches Gerät ist für mich das richtige? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Kauf.

Mit dem iPad von Apple begann vor fünf Jahren der Siegeszug der Tablets. Die Auswahl an Modellen ist inzwischen riesig. Internetfähige Tablets, die aus einem berührungsempfindlichen Bildschirm (genannt „Touchscreen“) an der Vorderseite und viel Technik im Innern bestehen, sind zu Preisen zwischen 100 und 800 Euro erhältlich. Da fällt die Entscheidung nicht leicht. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Tablet-Kauf.

Wie groß sollte der Bildschirm sein?

Der Bildschirm ist die wichtigste Verbindung zwischen dem Nutzer und dem Tablet. Die Anzeige und die Eingaben erfolgen darauf. Von daher ist ein möglichst großer Bildschirm zu empfehlen. Allerdings gilt auch: Je größer der Bildschirm, umso schwerer und im Regelfall auch teurer das Tablet. Soll das Gerät auch unterwegs zum Einsatz kommen, so sind Display-Größen um acht Zoll ein guter Kompromiss. Wer das Tablet vor allem zuhause und auch zum Schreiben auf der virtuellen Tastatur nutzen will, sollte zu einem Gerät mit etwa zehn Zoll greifen.

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Wie wichtig ist die Auflösung?

Sehr wichtig! Denn sie entscheidet darüber, wie das Bild empfunden wird: Als Fläche oder als eine Aneinanderreihung von Punkten. Je mehr Bildpunkte je Zentimeter vorhanden sind, umso besser. Größe und Auflösung stehen in einem direkten Verhältnis. Eine höhere Auflösung bei gleich großem Bildschirm führt also zu einem besseren Bild. Auch hier gibt es einen Zusammenhang zwischen Preis und Leistung: Je höher die Darstellungsdichte, also je mehr Punkte je Zentimeter (oder englisch „dots per inch“, dpi), desto teurer ist ein Tablet. Während also bei Einsteiger-Tablets mit 1280 mal 800 Bildpunkten jeder einzelne Punkt zu erkennen ist, bietet beispielsweise Samsung bei seinem „Galaxy Tab“ bis zur vierfachen Auflösung (2560 mal 1600 Bildpunkte) – und damit eine für das Auge lückenlose Fläche.

Welche Rolle spielt der Prozessor?

Wer einmal ein iPad der ersten Generation von 2010 und ein aktuelles iPad Air 2 nebeneinander mit der gleichen Software (Apps) genutzt hat, weiß, welch große Rolle ein möglichst schneller Prozessor auch bei einem Tablet spielt. Und das fast unabhängig vom Einsatzgebiet, denn auch die Grundfunktionen profitieren von einem schnellen Prozessor. Grundsätzlich gilt: Je mehr Kerne der Prozessor hat und je höher seine Taktfrequenz, umso schneller arbeitet das Tablet. Ein 1-GHz-Prozessor mit nur einem Kern in einem Einsteiger-Tablet um 100 Euro mag für das Abrufen und Schreiben von E-Mails noch ausreichen. Wer auch mal ein Spiel wagen oder Fotos bearbeiten möchte, der sollte ein Gerät kaufen, das mit mindestens 1,3 GHz und zwei Kernen arbeitet.

Welches Betriebssystem ist das Richtige?

Apples iOS, Googles Android und Microsofts Windows sind die gängigen Betriebssysteme für Tablets. Beim Kauf eines Gerätes ist es bereits vorinstalliert, ein nachträglicher Wechsel ist nicht möglich. Welches Betriebssystem dabei das für den jeweiligen Nutzer richtige ist, lässt sich pauschal kaum beantworten. Sinnvoll kann es sein, das Tablet entsprechend der sonstigen Computer-Ausstattung zu kaufen. Allerdings ist auch zwischen einem iPad von Apple und einem Windows-PC ein problemloser Datenaustausch möglich. So ist es letztlich eine Glaubensfrage, für welches Betriebssystem sich ein Käufer entscheidet. Wichtig zu wissen: Apples iOS gibt es ausschließlich auf iPads von Apple. Die beiden anderen Betriebssysteme sind auf Geräten unterschiedlicher Hersteller installiert.

Wie viel Speicherplatz ist nötig?

Es gibt Tablets mit acht und es gibt Tablets mit 128 GByte. Vom reinen Arbeitsspeicher-Preis her dürfte der Unterschied bei maximal 70 Euro liegen. Tatsächlich aber lässt sich insbesondere Apple Speicherplatz deutlich teurer bezahlen. Daher ist es ratsam, sich vor dem Kauf zu überlegen, wie viel Speicherplatz benötigt wird. Zumal bei Apples iPad ein Nachrüsten nicht möglich ist. Geräte anderer Hersteller verfügen meist über einen Speicherkarten-Steckplatz. So reicht der Kauf einer vergleichsweise preiswerten Speicherkarte, um mehr Kapazität für Apps, Bilder, Videos und Musik zu haben. Der Bedarf an Speicherplatz ist grundsätzlich nicht zu unterschätzen. Das Betriebssystem selbst reduziert die angegebene Speichergröße. Wenige Apps reichen dann oft schon, um bei einem 8-GByte-Gerät an die Grenze zu stoßen. Fleißige Speicherplatz-Fresser sind neben Fotos, Videos und Musik auch Daten für eine Navigations-App.

Welche Extras unterscheiden die Geräte?

Unterschiedlich ausgestattet sind Tablets hinsichtlich ihrer Anschlüsse. Besonders sinnvoll ist ein Video-ausgang. Er ermöglicht es, den heimischen Fernseher zu nutzen, um ein Video vom Tablet abzuspielen. Zwei Kameras gestatten einerseits Video-Telefonie, andererseits aber auch Foto- und Videoaufnahmen bei gleichzeitiger Kontrolle über den Bildschirm. Eine höhere Auflösung bedeutet dabei nicht zwangsläufig ein besseres Bild. Denn die kleinen Objektive der Tablets stoßen bei hohen Auflösungen ohnehin an ihre Grenzen. Wichtiger ist eine gute Verarbeitung des Bildsignals im Tablet. Von den „reinen“ Tablets unterscheiden sich so genannte „Convertibles“. Sie verfügen zusätzlich über eine Tastatur, die im Tablet-Modus an die Rückseite des Bildschirms geklappt wird.

Billig oder teuer?

Am Ende steht die entscheidende Frage: Reicht ein billiges Einsteiger-Tablet oder muss es das vergleichsweise teure iPad sein? Wer nur gelegentlich seine E-Mails kontrollieren will, ohne den PC einzuschalten, der kann bedenkenlos ein preiswertes Android-Gerät kaufen. Wer im Tablet dagegen ein vielseitiges und schickes Arbeitsgerät sieht, der ist mit einem teueren Modell deutlich besser beraten. Denn das Display ist größer, der Prozessor schneller und der Speicherplatz üppiger.

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